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Zum Verzehr bestimmt: Eine feministisch-vegetarische Theorie
  
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Zum Verzehr bestimmt: Eine feministisch-vegetarische Theorie [Taschenbuch]

Carol J Adams , Susanna Harringer
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: Guthmann-Peterson (September 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3900782148
  • ISBN-13: 978-3900782146
  • Größe und/oder Gewicht: 22,6 x 15,5 x 2,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 813.647 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Carol J. Adams beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Sexismus, Rassismus und dem gesellschaftlichen Druck, Fleisch zu essen. Sie beweist die kulturelle Verbindung von Fleischkonsum, Männlichkeitswahn und Gewalt und kritisiert den männlich-lüsternen Blick auf Frau und Tier, der auf Verzehr aus ist. Adams sieht in der Weigerung, andere Lebewesen zu essen, einen Akt der Solidarität und eine weitere Widerstandsform gegen das Patriarchat. In literatur- und kulturwissenschaftlichen Analysen der vegetarischen und der Frauenbewegung deckt sie die gemeinsame Wurzel der Unterdrückung von Frauen und Tieren im Patriarchat auf und weist auf die doppelt verschwiegene Geschichte der feministisch-vegetarischen Kämpfe hin.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Zeiten des Feminismus scheinen in der westlichen Welt gezählt, und wir sollten uns Gedanken darüber machen, warum die meisten von uns weder für Frauenrechte noch für Tierrechte eintreten.

"Die Frau" wurde scheinbar erfolgreich zum "braven Konsumenten" erzogen, der diätetischen Magerquark und Make Up in Massen konsumiert, aber sich keine Gedanken um die Ausbeutung der (vor allem weiblichen) Tiere macht.

Insofern zeigt sich, dass Frauen nicht mehr für Selbstbestimmung kämpfen, sondern ein sozial konditioniertes, aufgedrücktes Rollenbild verinnerlicht haben, sich der Opferrolle des Konsumenten, der ständig durch andere konsumiert wird, aber garnicht bewusst sind - und ihnen daher auch "die Tiere" egal sind. "Frau" beschäftigt sich weder mit der eigenen Rolle noch mit der Wahrheit der Tierausbeutung. Die Täuschung ist perfekt.

Selbstliebe würde zu Mitgefühl führen und umgekert.

Dieses Buch liefert sehr wichtige Gedanken für den Zusammenhang von Vegetarismus (und Veganismus) und Feminismus und gerade diejenigen, die hier keinen Zusammenhang sehen, sollten das Buch mehrmals lesen.

Ich finde dieses Buch heutzutage wichtiger denn je - gerade weil der westliche Feminismus ausgestorben scheint und weil die "Nutztier"-Ausbeutung nicht enden will, sondern der Konsument weiterhin gewissenlos, ohne Mitgefühl und unter Leugnung von Mitverantwortung seine "Tierprodukte" einfordert. Wer da keine Parallele zur Zwangsprostitution und anderen Formen der Ausbeutung von Frauen sieht, muss blind sein.

(Dennoch werden Nicht-Menschen sowohl quantitativ als auch qualititav stärker ausgebeutet als menschliche Frauen.)

Dieses Buch ist intellektuell stimulierend und anspruchsvoll, doch lässt sich auf akademische Weise, wie alles, auseinandernehmen und kritisieren - vor allem weil sowohl Feministinnen als auch Vegetarier (und Veganer) leider noch eine Minderheit in der menschlichen Gesellschaft darstellen. Akademiker werden dieses Buch daher genüsslich zerreißen oder erst garnicht ernst nehmen.

Die Zusammenhänge aber lassen sich nicht abstreiten und ich hoffe, dass dieses Buch noch viele Frauen und Männer dazu inspirieren wird, sowohl für sich selbst als auch für unsere nicht-menschlichen und menschlichen Brüder und Schwestern einzutreten. Denn wir brauchen keinen Sündenbock (zum Beispiel: "Männer!"), sondern wir müssen die Zusammenhänge erkennen.

Solidarität und Mitgefühl mit den Wehrlosen und Unterdrückten sind der Schlüssel zu einer gerechteren Welt - das wissen allerlei Philosophen aus allen Teilen der Welt seit Tausenden von Jahren.
Aber bei Solidarität und Mitgefühl darf es keine Kompromisse oder Diskriminierung geben - weder aufgrund von ethnischer Herkunft, noch Geschlecht, noch Spezies. Diese Schlussfolgerung ist nicht "weit hergeholt" oder "extrem", sondern logisch und konsequent.

Solange unsere Spezies noch andere Spezies ausbeutet, und das ohne jegliche Notwendigkeit, das dann aber angeblich "wissenschaftlich" begründet wird, indem das äußerst religiöse Argument der menschlichen Überlegenheit gegenüber allen anderen Spezies hervorgekramt wird, weigere ich mich, uns als "sapiens" zu bezeichnen.

Es gibt Widersprüchlichkeit und es gibt in sich stimmige, konsequente Argumente - und dieses Buch ist sowohl in sich als auch darüber hinaus stimmig. Daher: 5 Sterne und meine uneingeschränkte Empfehlung !
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Von S.J.
Das Buch ist gut geschrieben, vom Aufbau her nachvollziehbar. Jedoch wird meiner Meinung nach das Fazit dem Titel nicht gänzlich gerecht. Ich finde die Argumentation, dass beide Ideologien zusammenhängen, teilweise etwas weit hergeholt und verallgemeindernd formuliert.
Die Ausführungen zum Vegetarismus finde ich außerordentlich gut gelungen! Auch die zum Feminismus per se kann ich unterschreiben.
Ich will auch nicht von der Hand weisen, dass es diverse Schnittstellen gibt, wie z.B. die Vergegenständlichung von Tieren, die verzehrt und von Frauen, die vergewaltigt werden; die Unterdrückung; die Bewertung von Gemüse als "weibliche" Nahrung und Fleisch als "männliche" und dass in Krisenzeiten die Frauen das Fleisch gerne den Männern abtreten sowie, die Tatsache, dass sowohl die Anhänger des Feminismus als auch die des Vegetarismus eher weiblich als männlich sind. Vielleicht ist die westliche, emanziperte Frau auch einfach das falsche Zielpublikum, da sie sich nicht mehr geschlechtsbedingt unterdrückt fühlt und somit auch weniger mit den unterdrückten Tieren solidarisiert.
Nach der Lektüre des Buches kann ich jedenfalls die These, dass Feminismus und Vegetarismus zusammen gehören, nicht unterschreiben.
Ansonsten ist das Buch jedoch schon sehr informativ, auch in Bezug auf Entstehung und Geschichte beider Ideologien. Deswegen gibt es von mir drei Sterne.
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