... so ziemlich alles was in Sachen Paganmetal aus Finnland kommt. Und das wirklich umwerfend toll. Was die Jungs hier auf die Beine stellen ist absolut bewegend. Um einen Vergleich zu finden, muss man schon bei den Epik-Göttern von Moonsorrow suchen. Und vor diesem Vergleich braucht sich Finsterforst nicht zu verstecken, im Gegenteil. Wer die ersten Takte (bzw. das Drumming) von dem Opener Urquell hört, wird zweimal nachsehen ob er nicht versehentlich eine CD von Moonsorrow in den Player gepackt hat. Doch, man kann beruhigt sein, trotz vieler Ähnlichkeiten zu Moonsorrow und ja, auch zu Finntroll, bieten die sympathischen Germanen doch genügend Eigenständiges um über die gesamten 5 Lieder (und über eine Stunde Spielzeit) zu unterhalten. Und das liegt einfach daran, dass man total in der Musik versinken kann. Dazu trägt auch die angenehme Produktion bei: Gut aber nicht überproduziert, einzelne Instrumente sind klar rauszuhören und jeder Musiker der Band sollte da zu Gehör kommen. Der Gesang ist vorallem in den unteren Tonlagen angesiedelt, wobei ich mir auch vermehrt cleane Passagen gewünscht hätte, aber mein Gott, minimale Details. Wo wir grade bei Details sind: Davon findet man auf dieser CD reichlich, immer wieder kommt ein angenehmer Hintergrundchor, oder eine dezent eignesetzte Panflöte (keine Angst, dezent, nicht so wie bei dem panflöten Album Sagas von Equilibrium) hier und da eingesetzte Geräusche lassen Stimmung aufkommen und sorgen dafür, dass diese Scheiblette absolut rund klingt. Ganz toll!
Grade Freunde der längeren Moonsorrow-Songs dürften hier voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Als Übersong muss man wohl den Rausschmeißer Untergang angeben. 21 Minuten feinster epischer Metal der nordischen Schule. Unglaublich wieviele Emotionen man dort unterbringen kann - und man diese Stimmung auch wahrnimmt und fühlt. Klar, Finsterforst machen keinen Partymetal wie Finntroll und andere Humpaakonsorten. Aber das ist nicht deren Anspruch. Wie der Name sagt, taugt die Musik vorallem für die Stunden allein. Entweder bei einer Flasche Met zu Hause oder aber bei einem ausgedehnten Waldspaziergang. Dann entfaltet die Musik ihre ganze Pracht und Schönheit. Und dafür gibts von mir 5 Sterne, mehr als redlich verdient. Weiter so!