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Zum Leuchtturm: Roman Taschenbuch – 1. Oktober 1993


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 11 (1. Oktober 1993)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596120195
  • ISBN-13: 978-3596120192
  • Originaltitel: To the Lighthouse
  • Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 1,5 x 19 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 125.718 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Virginia Woolf, am 25. Januar 1882 in London geboren, wuchs im großbürgerlichen Milieu des viktorianischen England auf. Ihr Leben lang litt sie unter wiederkehrenden psychischen Krisen. 1912 heiratete sie Leonard Woolf; zusammen gründeten sie 1917 den Verlag ›The Hogarth Press‹. Ihr Haus war ein Zentrum der intellektuellen »Bloomsbury Group«. Am 28. März 1941 nahm Virginia Woolf sich unter dem Eindruck der Verwüstungen des Zweiten Weltkrieges und erneut bedroht von einer Verdunkelung ihres Gemüts das Leben.

Klaus Reichert,1938 geboren, ist Literaturwissenschaftler, Autor, Übersetzer und Herausgeber. Von 1964 bis 1968 war er Lektor in den Verlagen Insel und Suhrkamp, von 1975 bis 2003 war er Professor für Anglistik und Amerikanistik an der Frankfurter Universität, 1993 gründete er das »Zentrum zur Erforschung der Frühen Neuzeit«. Von 2002 bis 2011 war er Präsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Er schrieb Bücher über Shakespeare, Joyce, moderne Literatur und über die Geschichte und Theorie des Übersetzens, veröffentlichte drei Gedichtbände und ein Wüstentagebuch. Er übersetzte u.a. Shakespeare, Lewis Carroll, Joyce, John Cage und das Hohelied Salomos. Er war Herausgeber der deutschen Ausgabe von James Joyce und gibt seit 1989 im S. Fischer Verlag die Werke Virginia Woolfs heraus. Bei S. Fischer erschien seine Prosaübersetzung der Sonette Shakespeares.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von bloom am 18. August 2008
Format: Gebundene Ausgabe
Ich habe mir beim zunehmend begeisternden Lesen dieses Buches gedacht: sollte mich meine jetzt siebenjährige Tochter später je fragen, weshalb sie "schwierige" Literatur lesen solle, so könnte ich ihr einige Stellen in "Zum Leuchtturm" zeigen, in denen minuziöseste Vorgänge auf der Ebene der Kommunikation, des Verhaltens und des Bewusstseins in eine Tiefe ausgelotet und beschrieben (und damit dem Verstehen des Lesers zugänglich gemacht) werden, die für den Grossteil der Literatur (und für das Menschenverständnis im Alltag) unbekannt und unzugänglich sind. Insofern gleicht für mich das Lesen dieses Buches einem teilweise zeitlupenhaften Eintauchen ins Zwischenmenschliche, wobei ständig reales Verhalten und innere Vorgänge (auch der Interpretation dieses Verhaltens durch den anderen) mittels Perspektivenwechsel konfrontiert werden.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENTTOP 500 REZENSENT am 13. Juli 2007
Format: Gebundene Ausgabe
Die erschütterndsten Dramen dieser Welt spielen sich im Innern der Menschen ab. Davon war Virginia Woolf überzeugt, und in keinem Werk setzte sie ihre künstlerische Vision so radikal um wie in "Zum Leuchtturm". Der Inhalt: Ein kleiner Junge träumt von einer Fahrt zum Leuchtturm. Doch es droht zu regnen und der Ausflug kommt erst zehn Jahre später zustande. Um dieses dürre Gerüst wickeln sich die ununterbrochen strömenden Gedanken, Erinnerungen und Fantasien der Romanfiguren. Es gibt kaum ein existenzielles Thema, an dem nicht irgendein flüchtiger Gedanke hängen bliebe: Tod und Vergänglichkeit, die Rolle der Frau, das Wesen der Kunst und die Subjektivität der Wirklichkeit. All das klingt nicht nur sehr abstrakt, sondern ist es auch. Dennoch wirken Mr und Mrs Ramsay, ihre Kinder und Gäste authentisch - sie entstammen weitgehend den Kindheitserinnerungen der Autorin. Das Buch half ihr „wie ein Psychoanalytiker“, sich von der Fixierung auf die früh verstorbenen Eltern zu befreien. Einmal überlegte Woolf, es „Elegie“ (Trauergesang) statt „Roman“ zu nennen - ein passender Begriff für ihre rhythmisch-poetische Sprache und den melancholischen Klang der Gesamtkomposition.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Voss am 2. Dezember 2012
Format: Taschenbuch
Die Indikatoren für eine Geistergeschichte" sind sicherlich vorhanden, aber Die Fahrt zum Leuchtturm" ist keine klassische Geistergeschichte, die den Leser gruseln soll. Eher ... schön.

Zum Buch: Es geht auf über 100 Seiten um 5 Stunden eines Tages in einem Sommerhaus der Ramsays, die mit ihren 8 Kindern und 4 Gästen dort auf einer Hebrideninsel wohnen. Und wahrscheinlich wird das Buch niemanden begeistern können, der sehr viel Wert auf eine Handlung legt, denn es passiert im ersten längeren Teil so gut wie nichts.

Dann werden 10 Jahre aus der Perspektive des Hauses gerafft und anschließend wird ein Ausflug zum Leuchtturm unternommen, der aufgrund Schlechtwetters im ersten Teil nicht stattfinden konnte. Hört sich langweilig an? Geschmackssache.

Das Buch legt großen Wert auf die Innenansichten der wechselnden Erzählfiguren und damit bricht es schon mal mit 2 aktuellen Paradigmen über erfolgreiches Schreiben. Aber ... die gelieferten Innenansichten sind sowas von gewaltig, so saugeil geschrieben, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Wohlgemerkt: Wegen der Innenansichten! Ich war gefesselt von den Geschehnissen im kleinen Raum, den Beziehungen, den Beschreibungen kleinster Handlungen und Konfrontationen. Induktion ist hier das Zauberwort, denn Woolf gelingt es brillant aus der Beschreibung des Alltäglichen die Brücke zum Allgemeinen zu zeigen.

Ebenso spannend waren für mich die Perspektivwechsel in der fortlaufenden Handlung. Misses Ramsay beobachtet die Malerin Lily Briscoe und verfängt sich in philosophischen Gedanken, passiert die Künstlerin und ab da geht es weiter aus der Innenschau der Lily Briscoe und ihre Gedanken über ihre Beziehung zu Miss Ramsay.
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