Coca ist die älteste Kulturpflanze des südamerikanischen Kontinents, von den Inkas verehrt, von den Spaniern missbraucht - heute ein Exportschlager der Drogenmafia. Nach Angaben der Vereinten Nationen stammen 65 Prozent der Kokain-Weltproduktion aus Kolumbien, 26 Prozent aus Peru und neun Prozent aus Bolivien. Der »Schnee« wird vor allem in den USA und in Europa abgesetzt. Man schätzt, dass in Kolumbien vier Milliarden Euro im Jahr mit dem Stoff verdient werden. Über drei Millionen Menschen sollen dort ganz oder teilweise vom Drogenhandel abhängig sein. »Drogenfrei in zehn Jahren... Wir können es schaffen!« lautete der Slogan des UN-Drogengipfels in New York 1998. Doch selbst die Vereinten Nationen müssen zugeben, dass sich die Kokain-Produktion in den Andenländern seit 1987 nahezu verdreifacht hat: auf 1 800 Tonnen jährlich. Robert Lessmann lebt in Wien, hat sich mehrere Jahre zu Forschungszwecken in den Andenländern aufgehalten und ist spezialisiert auf die Drogenthematik. Süd-Nord: Eine Buchreihe, die das komplizierte Verhältnis zwischen »Dritter Welt« und Industrienationen anhand konkreter Beispiele aufgreift, verständliche Hintergrundinformationen liefert, Zusammenhänge deutlich macht, Anregungen gibt, wie jede/r sich weiter informieren und engagieren kann. Süd-Nord: Das gibt die Richtung an! Wir müssen die Umstände kennen lernen, die Armut, Hunger, Unterdrückung und Ausbeutung verursachen. Das Augenmerk liegt auf ungerechten Strukturen, von denen wir, die Bewohner des Nordens, profitieren. Süd-Nord: Das sind keine wissenschaftlichen Studien, die durchgearbeitet werden müssen, sondern einführende Lesebücher, die keinerlei Vorkenntnisse voraussetzen. Zu folgenden Themen sind bisher»Zum Beispiel«-Bände erschienen: Afrikanische Literatur, Altkleider, Amazonas, Atomwaffen, Autos, Babies, Bananen, Baumwolle, Bevölkerungspolitik, Blumen, Blut, China, Dienstmädchen, Elefanten, Entwicklungshelfer, Entwicklungshilfe, Entwicklungsprojekte, Fairer Handel, Fische, Flüchtlinge, Frauenalltag, Frauenprojekte, Fußball, Gesundheit, Gewürze, Giftmüll, Gold, Holz, Honig, Hunger, Internet, Islam im Alltag, IWF & Weltbank, Kaffee, Kakao, Ken Saro-Wiwa, Kinder im Krieg, Kinderalltag, Kinderarbeit, Kokain, Korruption, Kurden, Landminen, Männerwelten, Mais, McDonald's, Mega-Städte, Menschenrechte, Mosambik, Nahrungsmittelhilfe, Osttimor, Palästina, Patenschaften, Pestizide, Regenwald, Reis, Rindfleisch, Rohstoffe, Saatgut, Schule, Selbsthilfe, Sextourismus, Sklaverei, Slums, Soja, Staudämme, Südafrika, Sudan, Tabak, Tee, Tellerwäscher, Textilien, Tourismus, Umweltschutz, Umweltzerstörung, Ureinwohner, Verschuldung, Wasser, Welthandel, Wüste und Zucker.