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Zum Anbeißen. Das hessische Apfelbuch
 
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Zum Anbeißen. Das hessische Apfelbuch [Gebundene Ausgabe]

Michaele Scherenberg , Karl-Heinz Stier


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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mehr als 140 Apfelrezepte zum Kochen, Backen und Genießen mit Äpfeln, Apfelwein und Apfelsaft haben die Autoren bei hessischen Landfrauen, Hobbyköchen und Gastronomen gesammelt.
Das Buch bietet: Viel Wissenswertes über das hessische Nationalgetränk, den Äppelwoi, die Themen Streuobstwiesen, alte Apfelsorten. Es enthält Geschichten, Lieder und Gedichte sowei allerlei Interessantes über den Apfel und seinen Stellenwert in Kultur- und Kunstgeschichte, Medizin und Literartur.

Klappentext

Mehr als 140 Apfelrezepte zum Kochen, Backen und Genießen mit Äpfeln, Apfelwein und Apfelsaft haben die Autoren bei hessischen Landfrauen, Hobbyköchen und Gastronomen gesammelt. Viel Wissenswertes über das hessische Nationalgetränk, den Äppelwoi, die Themn Streuobstwiesen, alte Apfelsorten, Geschichten, Lieder, Gedichte. Allerlei Interessantes über den Apfel und seinen Stellenwert in Kultur- und Kunstgeschichte, Medizin und Literatur.

Auszug aus Zum Anbeißen. Das hessische Apfelbuch. von Michaele Scherenberg, Karl-Heinz Stier. Copyright © 2002. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

„Über Rosen läßt sich dichten, in die Äpfel muß man beißen", schwelgt Johann Wolfgang von Goethe. Und doch haben gerade Äpfel viel mit Mythen und Märchen zu tun. Dort, wo die Sonne als rote Kugel im Meer versinkt, vermuteten die Griechen die Gärten des Abendsterns, die Gärten der Hesperiden, der Töchter des Hesperos. Auf einem Baum, der von der Schlange Ladon bewacht wurde - er war ein Hochzeitsgeschenk der Erdgöttin Gaia an die Himmelsgöttin Hera -, wuchsen sie, die goldenen Äpfel. Heras Stiefsohn Herakles raubte mit List und Tücke drei dieser Äpfel und überbrachte sie dem König Eurystheus nach Mykene.

Eris, die Göttin der Zwietracht, warf einen goldenen Apfel in die Hochzeitsgesellschaft der Thetis und des Peleus, zu der sie nicht geladen war. Er trug die Aufschrift: der Schönsten. Hera, Athene und Aphrodite entbrannten in heftigem Streit um ihn, und der Hirte und Königssohn Paris mußte die schicksalsschwere Entscheidung treffen, die keiner der Götter fällen wollte. Paris gab den Apfel der Aphrodite, und so galt er fortan als Liebesapfel. Aus dem Streit der Göttinnen aber entflammte der Krieg um Troja!

So wie der Apfel als Attribut der Aphrodite gilt, gehört er auch zu Demeter, der Göttin des Weizens und der Fruchtbarkeit. Auch Dionysos, dem Gott des Weines und des Rausches, war der Apfel geweiht.


Es bleibt jedoch offen, ob der „Apfel" in der griechischen Mythologie die Frucht meint, die wir heute so nennen. Es können auch dem Apfel ähnliche Baumfrüchte, wie der Granatapfel oder der Pfirsich, die Quitte oder gar die Zitrone, gewesen sein - alles Früchte, die später auch die Lateiner zur Familie der Äpfel gezählt haben.

Im nordischen Sagenkreis galten die Äpfel als Speise der Götter, die ewige Jugend verlieh. Odins Sohn Wälsung, der Stammvater Siegfrieds, wurde geboren, nachdem seine Mutter einen Apfel verzehrt hatte. Der Riesentochter Gerda wurden goldene Apfel als Brautgabe versprochen. Wegen der Deutung des Apfelbaums als Baum des Paradieses und nach vielen Generationen praktizierter Naturheilkunde entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte eine schier unüberschaubare Menge von Anwendungen und Orakeln, die in den Bereich des Aberglaubens zu verweisen sind.

-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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