Ich mag Kriege nicht, und auch die meisten Kriegsfilme, da sie häufig einseitig verfälscht (der Hitlerfaschismus beispielsweise wurde filmtechnisch fast ausschließlich von Westalliierten bezwungen) oder aber feindbildproduzierend sind, um das so erschaffene "Gute" für die übelsten Gewalttaten zu legitimieren.
Dieser Low-Budget-Film ist eines der wenigen gegenteiligen Beispiele gerade aus England, wo man doch das eine oder andere haarsträubende, arrogante oder gar überhebliche Heldenepos abgeliefert hat.
Beide Kriegsparteien werden respekt- und würdevoll und in erster Linie als Menschen gezeichnet. Die Angst steht den Kriegern beider Parteien in die Augen geschrieben. Natürlich ist es letztendlich auch ein Heldenepos, in dem wieder mal die Engländer für ihre Tapferkeit, trotzten sie dem Feind doch ausdauernd trotz drastischer Unterzahl, mit allerhand Metallschmuck verziert werden, aber es zeigt mehr von der dunklen Seite und dem Unsinn des Krieges.
Der Film ist medienwirksam konstruiert, aber das auf eine recht intelligente Weise. Er wirkt trotz seiner Länge kurzweilig und hält lange einen hohen Spannungsbogen.
Ich weiß nicht, was einige User hier für eine DVD-Version bewertet haben (vom Filmgeschmack mal abgesehen), aber meine DVD läuft qualitativ einwandfrei. Das Bild ist ungewöhnlich gut für einen Film von 1964 und auch der Ton kommt gut rüber. Und seinerzeit gab es noch keine Digitaltechnik (immer dieses Gejammer). Zusätzlich ist die Scheibe noch mit einem sehr guten zweiteiligen, untertitelten Making-Of bestückt, wo einige Darsteller und die Witwe des Produzenten bzw. Hauptdarstellers aus dem Nähkästchen plaudern.