Autorenporträt
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Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Jungk, Robert (eigtl. Robert Braun) österreich. Publizist und Zukunftsforscher *11.5.1913 Berlin 14.7.1994 Salzburg Die Zukunft hat schon begonnen, 1952 Robert Jungk zählt zu den weltweit bedeutendsten Zukunftsforschern des 20. Jahrhunderts. Als Kernkraftkritiker und Atomwaffengegner setzte er sich seit den 1950er Jahren immer wieder mit dem Verhältnis von Wissenschaft, Technik und Ethik auseinander und erlangte als engagierter Pazifist und überzeugter Umweltschützer internationale Anerkennung. Einer jüdischen Künstlerfamilie altösterreichischer Provenienz entstammend, widmete sich Jungk 1923-33 der antibürgerlichen deutsch-jüdischen Jugendbewegung und studierte 1932 an der Universität Berlin Philosophie sowie 1933-35 an der Pariser Sorbonne Psychologie und Soziologie. Während des Naziregimes arbeitete Jungk unter verschiedenen Pseudonymen als Korrespondent für diverse Agenturen und Zeitungen und promovierte, nachdem er 1939 sein Studium wieder aufgenommen hatte, 1945 in Zürich zum Dr. phil. 1949 verlegte er seinen Wohnsitz in die USA und erhielt 1950 die amerikanische Staatsbürgerschaft. Seit den 1950er Jahren kämpfte Jungk gegen Atomwaffen und die zivile Nutzung der Kernenergie, indem er in zahlreichen Publikationen die Verflechtung von Wirtschaft, Staat und Wissenschaft anprangerte. 1964 gründete er in Wien das erste europäische Institut für Zukunftsfragen und initiierte 1967 die erste internationale Tagung der Zukunftsforscher in Oslo (70 Teilnehmer aus 14 Ländern). 1967 nahm Jungk die österreichische Staatsbürgerschaft an und beteiligte sich ab 1980 aktiv und an vorderster Stelle in der Friedens- und Ökologiebewegung. 1986 wurde ihm der alternative Nobelpreis verliehen, 1991 ließ er sich als Kandidat der Grünen für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten aufstellen. Autobiografie: R. Jungk, Trotzdem. Mein Leben für die Zukunft, 1993