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Marc Faber "betreibt" in seinem Buch einen wirtschaftsgeschichtlichen, globalen Rundumschlag. Er hopst in einem höchst interessanten Stakkato quer durch die Konjunktur-Zustände und Anlagemärkte (von Boom bis Depression), Zeiten (Altertum bis heute) und Volkswirtschaften (von Indonesien über Mexiko bis Deutschland) und schafft es dennoch brilliant, seinen Lesern ein inhaltlich geschlossenes, hochspannendes Bild zu vermitteln.
Der rote Faden simplifiziert: Da Volkswirtschaften aus Menschen bestehen und diese speziesbedingt in ihren Aktionen und Reaktionen beständig bleiben, und da Ressourcen endlich sind, lassen sich aus der Geschichte wahrscheinliche Entwicklungen ableiten. Bloß kennen muss man die Geschichte. Und da besteht nach der Lektüre des Buches über Fabers Wissen wenig Zweifel. Als Konklusion leitet der Autor einen Zukunftsmarkt Asien ab, mit Schwerpunkt China. Angenehm an der Einschätzung der Lage ist, dass Faber sich -- so weit wie möglich -- von bloßen Zahlenspielchen à la "x Milliarden Chinesen..." weit gehend fernhält. Er nähert sich mit Vorsicht an, zieht politische und soziale Möglichkeiten in Betracht, wägt ab und schafft es so, in seinem Werk den Blick für eine Wirtschaftsregion zu schärfen, die Zukunft hat. Und von "Westlern" meist nur schemenhaft begriffen wird.
Fazit: Ein Buch für Anleger und Investoren wie auch Unternehmer, die neue Märkte suchen. Und für Wirtschaftsinteressierte, die größere Zusammenhänge spannend aufbereitet zu schätzen wissen. Das Buch hat Zukunft. --Horst-Joachim Hoffmann
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
77 von 79 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Titel ist etwas irreführend,
Rezension bezieht sich auf: Zukunftsmarkt Asien: Die Entdeckung der asiatischen Märkte: Die Wiederentdeckung der asiatischen Märkte (Gebundene Ausgabe)
Kapitel 2Faber behandelt hier „bedeutende Investmentthemen". Kapitel 3 Kapitel 3 ist eine Warnung an alle Anleger. Faber warnt vor der Erwartung von hohen Investmenterträgen. Kurz aber deutlich zeigt er auf, wie unrealistisch hohe Erwartungen sind und bringt verschiedene Beispiele von Totalverlusten aus der Geschichte. Unter anderem geht es um die Entdeckungsreisen, die Dutch East India Company und an die Kanäle im 19. Jahrhundert. Kapitel 4 Als ob es der Warnung nicht bereits genug gegeben hätte, ist Kapitel 4 gleich nochmal eine Warnung. Kapitel 5 Faber stellt hier sein eigenes Modell des Lebenszyklus der Emerging Markets vor. Das Modell ist in sechs Phasen unterteilt. Jede dieser Phasen belegt er mit Beispielen und anschaulichen Merkmalen. Kapitel 6 So - das war genug „lockere Lektüre". Jetzt geht's ans eingemachte. Kapitel 7 Auch in diesem Kapitel macht Faber einen „Ausflug" in die Wirtschaftstheorie. Hier geht es um langfristige Wirtschaftzyklen. Er behandelt hauptsächlich Kondratieff-Wellen mit deren Eigenschaften und versucht herauszufinden, wo wir uns aktuell im Kondratieff-Zyklus befinden. Wie immer illustriert er das gesamte Kapitel mit vielen Beispielen und Zitaten. Kapital 8 Hier widmet Faber ein ganzes Kapitel den „Neuen Äras, Manien und Bubbles". Er beschreibt die Unterschiede zwischen spekulativen und nicht spekulativen Märkten, die Symptome spekulativer Exzesse, Massenpsychologie und vielem mehr. Hochinteressant und mit den Faber-typischen bissigen Passagen. Kapitel 9 Wenn man den Titel des Buches betrachtet, dann kommt Faber erst jetzt zum Punkt. Hier geht es um „Möglichkeiten in Asien". Er beschreibt kurz und knackig die Wirtschafts- und Finanzgeschichte Asiens der letzten 30 Jahre. Er untersucht die Ursachen von Boom, Krise, Crash und Aufschwung und gibt einen kurzen Überblick über die aktuelle Lage. Kapitel 10 Inflation ist das Thema dieses Kapitels. Die Hyperinflation in Lateinamerika in den 80ern, die Hyperinflation der Weimarer Republik und die Hyperinflation Russlands Mitte der 90er werden hier von Faber untersucht. Er zeigt auf, dass Hyperinflation entgegen der landläufigen Meinung für den aussenstehenden Investor in der Regel eine seltene, aber hochlukrative Investitionsmöglichkeit darstellt. Kapitel 11 Der „Aufstieg und Fall von Wohlstandszentren" wird in diesen Kapitel besprochen. Unglaublich aber wahr: Auf wenigen Seiten gibt Faber hier einen hervorragendenen Überblick über die gesamte Wirtschaftsgeschichte. Er beginnt im Altertum mit Städten, Ländern und Herrschern von denen die meisten Menschen noch nie etwas gehört haben und deren Namen für die meisten unaussprechlich sein dürften. Er behandelt die Assyrer, Babylon, Alexandria, Rom, Konstantinopel, Cordoba, Venedig, Spanien, sowie verschiedene Städte in Asien - wie Batavia, Malacca, Ningbo uvm. und geht dann noch etwas näher auf das britische Empire und eingie asiatische Entwicklungen ein. Danach arbeitet er heraus, warum „Wohlstandszentren" aufsteigen und dann wieder zerfallen und versucht sich mit einem Blick in die Zukunft. Kapitel 12 Hier zeigt Faber, warum er glaubt, dass die USA ihre Führungsrolle verlieren werden und warum er denkt, dass die USA ihren Zenith bereits überschritten haben. Auch in diesem Kapitel macht er erstmal einen Ausflug in die Geschichte. Er beschreibt ausführlich die South Sea Bubble, das Mississippi Schemeund zieht daraus Schlussfolgerungen für den US-Aktienmarkt.Dann geht er noch weiter zurück in der Geschichte und „zerlegt" die Geldpolitik des römischen Reiches und zeigt eindrucksvoll wie Rom schrittweise seine Währung gelockert hat, Inflation entstand und somit zum eigenen Verfall beigetragen hat. Er weißt kurz auf Parallelen in der Geschichte Roms, sowie des britischen Empires hin und transformiert dann diese Erkenntnisse wieder in die Neuzeit. Kapitel 13 Die Rolle Chinas, die Effekte die sich aus dem weiteren Wachstum Chinas für die Weltwirtschaft und die Rohstoffmärkte ergeben werden beschreibt Faber mit eindrucksvollen Beispielen in diesem Kapitel. Epilog Den Epilog widmet Faber dem Einkommens- und Wohlstandsungleichgewicht in dieser Welt. Er vermutet, dass vor allem dieses Thema zukünftig die größte Gefahr für die Weltwirtschaft darstellt. Er zeigt aber auch, dass er dieses Problem durchaus für lösbar hält. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Vergangenheit und Zukunft der Wirtschaftsentwicklung,
Von
Rezension bezieht sich auf: Zukunftsmarkt Asien: Die Entdeckung der asiatischen Märkte: Die Wiederentdeckung der asiatischen Märkte (Gebundene Ausgabe)
"Zukunftsmarkt Asien" ist das mit Abstand beste Buch zum Thema Wirtschaft, das ich jemals gelesen habe. Zwar ist der Titel etwas irreführend, da sich Faber zum größten Teil eher mit Wirtschaftstheorie -und Geschichte beschäftigt, aber dieses Wissen ist unabdingbar um die wirtschaftlichen Zusammenhänge der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im großen und kleinen Maßstab zu begreifen. Auch wenn die Sprache leicht verständlich ist und selbst der Laie guten Zugang findet, sollte man gewisse Grundkenntnisse für die Lektüre des Buches mitbringen. Begriffe wie Inflation, Deflation usw. tauchen immer wieder auf, sind sozusagen das Fundament des Buches. Wenn einem das fehlt, braucht man das Buch gar nicht erst in die Hand zu nehmen.Fabers Buch ist auch und in erster Linie eine Abrechnung mit Irrtümern, Massenwahn und Gruppenzwang sowie blindem Vertrauen in selbsternannte Experten etc. Er spricht sich unter anderem ganz klar gegen die Hold-and-Buy-Strategie bei der Investition in Wertpapiere aus, indem er aufzeigt, dass auch die Wirtschaft einem Lebenskreislauf unterliegt und mit Hilfe geschichtlicher Tatsachen belegt, dass eine aufstrebende Volkswirtschaft früher oder später ihrer eigenen Größe Tribut zollen muss und anderswo (etwa im Zuge neuer Technologien etc.) durch andere Volkswirtschaften verdrängt wird. Der Glaube an eine ewig florierende Wirtschaft ist damit entgültig überholt. Was man von dem Buch nicht erwarten sollte, sind konkrete Invesitionsvorschläge. Wer meint, Faber würde zum Beispiel Aktien bestimmter Unternehmen vorschlagen, der irrt gewaltig. Viel mehr bespricht er umfassendere Marktsegmente wie etwa Rohstoffe und Immobilien. "Zukunftsmarkt Asien" appelliert an den Verstand, die Weitsicht und Verantwortung des Einzelnen; deckt die gesamte Bandbreite der Wirtschaftsgeschichte ab, gibt leicht verständlichen Wirtschaftsunterricht und prophezeiht Trends und Gefahrenherde der Zukunft ohne sich effektheischender Panikmache und paranoider Verschwörungs -und Weltuntergangsstimmung anzubiedern. Marc Fabers Buch ist damit ein hervorragender Reiseführer durch die Irrwege des Kapitalismus. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wirtschaftstheorie, -geschichte und aktueller Ausblick,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Zukunftsmarkt Asien: Die Entdeckung der asiatischen Märkte: Die Wiederentdeckung der asiatischen Märkte (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch hat es in sich! Wer mit weltwirtschaftlichen Zusammenhängen noch nicht so vertraut ist, findet hier einen hervorragenden Lehrmeister zu Themen wie: Inflation, Deflation, Handelsbilanzdefizit, Entstehen von Blasen im Aktienmarkt, usw. usw. Doch auch Leute vom Fach dürften auf ihre Kosten kommen: Faber diskutiert diverse wirtschaftswissenschaftliche Richtungen, wagt Prognosen und Deutungen gegen den Trend, ohne sich zu überheben, und gibt nebenbei dem Investor hier und da praktische Ratschläge.Schwerpunktmäßig geht es um Zyklen in der Weltwirtschaft und die Veränderungen, die uns offenbar bevorstehen: Dass die USA bald ihre wirtschaftliche Vormachtstellung an China werden abgeben müssen und was das für die Wirtschaft und den Anleger bedeutet. Fabers Blick geht sowohl in die Tiefe der Geschichte (sehr lesenswert!), als auch in die Breite der Märkte in aller Welt (hier geht es um viel mehr als nur um Asien). Seine Aussagen werden durch ein Vielzahl an Tabellen und Abbildungen überzeugend belegt. Das Buch ist quasi zu je einem Drittel Wirtschaftslehrbuch, Wirtschaftsgeschichtsbuch und Einschätzung künftiger Marktsituationen und Investmentmöglichkeiten. Durch die beiden ersten Elemente überzeugt das dritte um so mehr. Diese wesentliche Stärke des Buches ist aber zugleich auch seine größte Schwäche: Dennoch: Die Qualität ist solide, einzelne Abschnitte sind geradezu hervorragend (z.B. über die Eigenarten von Emerging Markets oder die einzelnen Phasen von Wirtschaftszyklen). Dieses Buch vermittelt ein hohes Maß an Orientierung und ist von seinem Ansatz her reizvoll. Trotz der genannten Schwächen halte ich (knappe) fünf Sterne für angemessen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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