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am 2. November 2004
Das Buch „Zukunft kann man nicht kaufen" besteht aus fünf Kapiteln. Es ist einfach geschrieben und wirklich lesenswert, weil es eine Vielzahl von neuen Sichtweisen aufzeigt.
In zwei einleitenden Abschnitten werden dabei Gesundheitswesen, Altersvorsorge, Arbeitsmarkt, Sozial- und Familienpolitik sowie Umweltpolitik näher untersucht, wobei sich der herkömmliche Kostenbegriff als wenig hilfreich zeigt.
Erwerbswirtschaftliche Aktivitäten, die dem Gewinnstreben folgen, sind kein Selbstzweck. Sie sind zwar geeignet, den Menschen in der Mühsal der Selbstversorgung zu entlasten. Das goldene Kalb Wirtschaftswachstum verliert jedoch dort seine Rechtfertigung, wo die Wohlfahrt nicht mehr nachhaltig gesteigert wird. Hierfür reichen allein kostenminimal produzierte Güter nicht aus. Soziale und ökologische Kosten wachsen als Begleiterscheinung des privatwirtschaftlichen Akkumulationsprozesses überproportional an.
Der Kern des Buches und damit auch der originelle Beitrag wird im dritten Kapitel präsentiert. Hier geht es um das Hinterfragen der betriebswirtschaftlichen Begriffe Vermögen, Gewinn und Kosten. Hier wird belegt, dass Wirtschaft, Wirtschaftsforschung und -politik weitreichende Entscheidungen auf der Basis eines vorwiegend vergangenheitsorientierten Bewertungssystems treffen. Es werden nur die Sichtweise des Einzelunternehmen erfasst. Mit zunehmender Virtualisierung der Positionen der Aktivseite einer Bilanz koppelt sich die Bilanz von realen Vorgängen des Werteverzehrs und der Vermögensbewertung ab. Die zentrale Frage der wirtschaftlichen Existenzsicherung von Individuen und Unternehmen als eigentlich zukunftsorientiertes wirtschaftliches Verhalten wird so ignoriert.
In den Folgekapiteln wird aus der betriebswirtschaftlichen Kritik die volkswirtschaftliche und gesellschaftspolitische Konsequenz gezogen. Der Kostenminimierungswahn wird zutreffend als ein vorwiegend verteilungspolitisches Problem gedeutet.
Ein wirklich lesenswertes Buch gearade auch für den wirtschaftlich Interessierten.
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