Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Deutschlands unterschätzter Philosoph, 24. August 2007
Es gibt Menschen, die hätten dieser Welt viel zu sagen und viel zu geben. Nur interessiert das kaum einen. Dieter Duhm ist ein Denker, dessen Bücher ich seit über 20 Jahren schätze, und nun hat er ein neues geschrieben. Ich bin ein weiteres mal sehr beeindruckt. Dabei kommt das Buch völlig unprätentiös daher; der bleibende Eindruck entsteht hier durch die betonte Schlichtheit seiner Aussagen. Unterhaltungseffekte werden in diesem Buch weder angestrebt noch erreicht. Aber viele der Aussagen, die Dieter Duhm macht, sind halt einfach wahr. Wir sind eben wirklich am Rande des Untergangs angekommen, und wenn wir jetzt nicht bald einen anderen Weg einschlagen, wie soll es dann bitte weitergehen? Noch mehr Mord und Totschlag? Noch mehr Waffen? Noch mehr Leiden?
Dieter Duhm zeigt einen Weg auf, der die Menschheit aus dem Zeitalter der drohenden Apokalypse in eine bessere, menschlichere Zukunft führen könnte. In dieser Zukunft, wenn wir sie erreichen, wird die Menschheit eine Ethik entwickelt haben, in der klar ist, dass Tiere dasselbe Recht auf diesen Planeten haben wie wir; in dieser Zukunft bedarf es keiner Diskussion, um klarzumachen, dass der Mensch sich harmonisch in das gesamte Spektrum der Schöpfung eingliedern muss, wenn er überleben will. In dieser Zukunft wird der Kern der menschlichen Tragik, unser gestörtes Verhältnis zur Liebe in jeglicher Form, endlich geheilt worden sein.
Ich gehe mit Dieter Duhm in diesen Eckpfeilern seiner Philosophie vollkommen daccord. Gerne würde ich allerdings mit ihm diskutieren, ob er nicht ein Hauptproblem übersieht: Dass die Menschheit seit jeher Opfer dunkler Mächte ist, die sie immer gezielt auf Abwege führen. Dieter Duhm würde wahrscheinlich sagen: Dieses Böse machen wir selbst. Ich wäre da nicht so sicher, dafür meine ich, zuviele Spuren einer verborgenen Hand zu sehen, und in diesem Punkt kommt mir der Autor eher naiv vor. Er würde wahrscheinlich sagen: Wir müssen endlich unsere emotionalen Konflikte heilen, die wir von unseren Vorfahren übernommen haben. Ich würde sagen: Wir müssen endlich die Parasiten abschütteln, die wir uns eingefangen haben. Die Mittel, unser Ziele zu erreichen, könnten in etwa dieselben sein: Ethisches Handeln, Spiritualität, Autonomie von aufoktroierten Abhängigkeiten.
Doch möglicherweise sind solche theoretischen Auseinandersetzungen gar nicht der Punkt. Dieter Duhm redet nämlich nicht nur von einer besseren Welt. Er macht sie auch. Seit über einem Jahrzehnt arbeiten er und seine Mitstreiter daran, einen konkreten Gegenentwurf zu unserer bestehenden Gesellschaft auf die Beine zu stellen. Das Projekt heißt Tamera und befindet sich in Portugal. Hier soll eine Keimzelle entstehen, ein Modell, dessen Funken auf andere Gemeinschaften überspringen kann, ein Beispiel für eine gewaltfreie, autonome und dezentrale Form der sozialen Gemeinschaft. Ich beobachte das Projekt seit geraumer Zeit, quasi aus der Distanz. Lange schienen sie nur vor sich hin zu krautern, mit freier Liebe und endlosen Stadien der Selbstbespiegelung zu experimentieren und dabei nicht in die Pötte zu kommen. Daher gelten die Tameras sicher bei vielen Bürgerlichen eher als Freaks denn als Macher. Aber da könnte man sich täuschen: Diese Phase war wichtig, meint Dieter Duhm, um die Grundlagen klar zu machen. Mittlerweile existieren konkrete Vorhaben, zum Beispiel für den Bau eines Solar Village oder für vollkommene Selbstversorgung in Bezug auf Energie und Wasserwirtschaft. Beziehungen mit Universitäten und Friedensinitiativen in aller Welt sind geknüpft und funktionieren. Sponsoren treten auf den Plan. Lernwillige kommen von weit her angereist. Und vor allem: Sie haben sich gehalten, die 150 Leute auf Tamera, und das über weit mehr als ein Jahrzehnt. Da müssen sie auch schon einiges richtig gemacht haben, bei allen Jugendsünden. Mag sein, dass sie die Probleme der Welt zu stark vereinfachen, indem sie Geheimgesellschaften, UFOs und Polit-Mafia aus ihrer Betrachtung herauslassen und alles auf die Liebe reduzieren. Aber vielleicht haben sie dabei das Kernstück der Lösung gefunden?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zukunft ohne Krieg , 1. Mai 2007
Über das Buch:
Dieter Duhm
Zukunft ohne Krieg
Theorie der globalen Heilung
Gibt es eine realistische Chance auf einen weltweiten Frieden?
Wird es in absehbarer Zeit eine Erde geben, die frei ist von Mord und Krieg? Werden Flüsse wieder ihrem natürlichen Lauf folgen, Tiere für immer aus Käfigen befreit sein und alle Kinder dieser Welt genügend Brot und Heimat haben?
Einer, der das prinzipiell für möglich hält, ist Dr. Dieter Duhm, geb. 1942, Soziologe, Psychoanalytiker, ehemals Marxist und einer der führenden Köpfe der 68er-Studentenbewegung in Deutschland. Erschüttert über das Ausmaß der globalen Gewalt, zieht er sich Mitte der Siebziger Jahre zurück, lehnt sogar mehrere Professurangebote ab, um in aller Radikalität und Ruhe ein Denkmodell zu erarbeiten für eine Zukunft ohne Krieg. Er entwickelt den Plan der Heilungsbiotope, ein Konzept für einen globalen Frieden. Es basiert auf der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass unsere materielle Welt aus Energie und Information besteht. Die Erde mit ihrem Magnetfeld, ihren Gewässern, Landschaften und Lebewesen ist ein einheitlicher, schwingender Lebenskörper im Frequenzfeld des Universums. Er ist heilbar, wie auch ein menschlicher Körper heilbar ist, wenn man ein entsprechendes Medikament bzw. eine entsprechende Information eingibt.
Die heilende Information setzt da an, wo Kriege täglich neu entstehen: im alltäglichen Zusammenleben von Menschen. Hier ist eine tiefgreifende Veränderung verlangt. Worte und Appelle allein genügen nicht. Die gesuchte Friedensinformation betrifft die Kernstellen unseres Lebens: Partnerschaft, Liebe, Sexualität, Gemeinschaft. Sie entsteht nicht am Schreibtisch, sondern durch konkrete Lebenspraxis, welche in speziellen Forschungszentren (Heilungsbiotopen, Peace Research Villages) entwickelt werden kann.
Im tiefsten Kern ist Frieden die Erfahrung von Vertrauen zwischen Menschen, vor allem Vertrauen zwischen Mann und Frau. Hier, in der Versöhnung von Mann und Frau ist die tiefste und sensibelste Heilungsarbeit verlangt, denn "es kann auf der Welt keinen Frieden geben, solange in der Liebe Krieg ist." Frieden ist aber auch die Erfahrung von Vertrauen zwischen Mensch und Natur. Wo der Mensch Tiere, auch sog. Ungeziefer bekämpft, herrscht strukturell Krieg, Feindschaft. Alle Geschöpfe aber haben ein Recht, in Freiheit und Würde zu leben. Alle sind Teil der einen großen Familie des Lebens. Frieden verlangt deshalb auch eine Veränderung unserer äußeren Lebensgewohnheiten, unserer Ernährung, unserer Wohn- und Arbeitssysteme.
Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein, hat Marx gesagt. An dieser Stelle ist Dieter Duhm Marxist geblieben: Es ist ein neu zu erschaffendes gesellschaftliches Sein, das mehr als alles andere darüber entscheidet, ob der Mensch sein ursprünglich reines Herz wiederfindet und ihm gemäß leben lernt. Es braucht Orte, sog. Heilungsbiotope, an denen die Bedingungen für ein friedliches Zusammenleben erforscht und verwirklicht werden können. Sobald sie funktionieren, wirken sie wie Akupunkturpunkte einer neuen Zukunft im Leib der Erde. "Entscheidend für den Erfolg solcher Friedensprojekte ist nicht, wie groß und stark sie sind im Vergleich zu den bestehenden Gewaltapparaten, sondern wie umfassend und komplex sie sind. In den Feldbildungen der Evolution gilt nicht das Recht des Stärkeren, sondern der Erfolg des Umfassenderen. Andernfalls hätte sich keine neue Entwicklung durchsetzen können, denn sie haben alle klein und unscheinbar begonnen."
Es braucht eine weltweite Kooperative entschlossener Menschen, welche die neuen Zentren aufbauen. Ein erstes wurde bereits 1995 von Dieter Duhm, seiner Partnerin Sabine Lichtenfels, Rainer Ehrenpreis und anderen in Portugal gegründet. Heute arbeiten dort ca. 150 MitarbeiterInnen. Die nächsten könnten in Israel/Palästina und in Kolumbien entstehen, wo sich bereits die ersten Gruppen diesem Gedanken angeschlossen haben. Das Buch richtet sich an alle, die diesen globalen Friedensplan kennenlernen und unterstützen möchten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Totalität der Möglichkeiten, 25. April 2007
Dieter Duhm ist ein beeindruckendes Buch gelungen, eine sehr ernstzunehmende und tiefgreifende Theorie, um die weltumspannende Kriegskultur zu beenden und zu ersetzen durch Knotenpunkte einer funktionierenden Friedenskultur. Es ist ein mutiger Denker und ein Mann, der auch im menschlichen Innenleben geforscht hat, wie die Welt aufgebaut ist und auf welchen Grundlagen unserer Zivilisation aufgebaut ist. Dieter Duhm spricht aus der Erfahrung des ganz realen Aufbaus globaler Zukunftsdörfer in Portugal, in Kolumbien, im Nahen Osten. Mich persönlich berührt besonders, wie einfühlsam der Autor den Zusammenhang zwischen äußerer Gewalt und innerem Desaster der Menschheit beschreibt. Und wie kreativ und geradezu futuristisch er Antworten auf die Situation unserer Zeit entwickelt: In diesem Buch fließt viel fundiertes Wissen zusammen: Heilung, die Energiefrage, Zusammenleben, Liebe, Sexualität sowie eine absolute und wirksame Widerstand gegen jede Gewalt.
Mein Wunsch wäre, dass alle Entscheidungsträger dieses Buch gelesen haben.
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