Für mich war es eine Qual! Am liebsten hätte ich Jochen Tills neustes Meisterwerk - oder besser gesagt Gesellenstück (Note: ausreichend) - in die Ecke geworfen. Das habe ich leider nicht getan, die Folge waren Stunden voller Langeweile und fast physischer Schmerzen: es tut einem Weh mit anzusehen, wie sehr Till sich bemüht, witzig und jugendlich hip zu sein. Der Stil ist platt, genauso sein Witz. Voraussehbarkeit ist in unterhaltender Jugendliteratur eigentlich ein Manko über dass man sonst gerne hinwegsieht, aber hier ist ein Maß der Unerträglichkeit erreicht. Die Hauptcharaktere erzeugen keinerlei Sympathie oder Antipathie, was vermutlich an der Tatsache liegen mag, dass sie oberflächlich und wenig überzeugend gezeichnet sind.
Schade eigentlich, denn die Grundidee ist nett: zwei Jugendliche, die sich im Chat verliebt haben, machen sich auf den Weg zueinander, und zwar gleichzeitig und ohne dass der andere etwas davon weiß. Allerdings schafft es Till durch langweilige Storyline und sinnlose Anzüglichkeiten jegliche Chance auf leichte Unterhaltung zu zerstören. Fazit: Miserabel!