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Der Zug der Zehntausend
 
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Der Zug der Zehntausend [Gebundene Ausgabe]

Xenophon , Bernhard Zimmermann , Walter Müri
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Artemis & Winkler; Auflage: 1 (1. Januar 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3760841058
  • ISBN-13: 978-3760841052
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 11,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 533.587 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Xenophon
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Mit einer Anschaulichkeit, die in der antiken Literatur ihresgleichen sucht, schildert Xenophon den abenteuerlichen Putschversuch des jungen persischen Prinzen Kyros gegen seinen Bruder, den Großkönig Ataxerxes II., und den Rückzug (401/400 v. Chr.) des griechischen Söldnerheeres von Babylon bis zum Schwarzen Meer. Xenophon, einer der Heerführer, berichtet von den Entbehrungen bei der Überquerung des anatolischen Hochlandes, von der Bedrohung durch feindliche Truppen, aber auch über Land und Leute, Sitten und Gebräuche.

Über den Autor

Prof. Dr. Bernhard Zimmermann, geb. 1955 in Konstanz. Ordinarius für Klassische Philologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.
Studium in Konstanz und London, Promotion 1983, Habilitation 1988, Professuren an der Universität Zürich, Düsseldorf und seit 1997 in Freiburg. Zahlreiche Publikationen zum antiken Drama und Roman, zur Geschichtsschreibung und griechischen Musik.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

11 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Söldner des Kyros, von Sokrates gewarnt, von Athen verbannt!, 11. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Zug der Zehntausend (Gebundene Ausgabe)
im jahre 402/1 v.chr. versammelte der prinz kyros ein söldnerherr, um den großkönig artaxerxes II (seinem bruder) vom thron zu stürzen.

mit erfahrenen griech. offizieren bringt er 11.000 mann zusammen.

der 30 jährige athener xenophon (schüler des Sokrates) schließt sich mit seinem böotischen freund proxenos dem feldzug des kyros in sardes an.

sokrates machte xenophon vor der abreise nach sardes noch auf die gefahr aufmerksam, das er sich einem mann anschließt, der für die niederlage der athener im peloponnesischem krieg 431-404 verantwortlich war (kyros unterstützte die spartaner im krieg gegen athener) u. das man es ihm bei seiner rückkehr übel nehmen könnte.

das war denn auch der grund für seine verbannung aus athen.

im jahre 401, unter den vorwand eines vergeltungs-feldzuges gegen den unbotmäßigen stamm der pisider versammelte man sich in sardes.

so zog das söldnerherr los ins landesinnere.

daher der titel"anabasis"= "marsch ins landesinnere".

die truppe trifft bei kunaxa (nahe babylon) auf die armmee des großkönigs.

kyros, der prinz fällt, die griech. -söldner stehen plötzlich alleine im feindlichen land ohne anführer da.

die persische anhängerschaft wechselt rüber zum großkönig u. die griech.-söldner gehen gutgläubig in die falle des persischen stadthalters tissaphernes u. werden getötet.

in dieser verzweifelten lage trifft das neue feldherrengremium (unter ihnen xenophon) die entscheidung den rückzug aus eigener kraft ohne vermittlungsangebot der perser anzunehmen.

xenophon, der sich durch seinen besonderen führungsstil auf sich aufmerksam gemacht hatte, schlug den oberbefehl aus.

die götter die ihm während seiner opferrituale klar machten; weder nach dem amt des oberbefehlshabers zu streben, noch wenn er gewählt wird, den posten auszuschlagen.

dennoch erweißt sich xenophon in den entscheidenden phasen des rückzuges als zuverlässiger deuter göttlicher zeichen.

es folgt ein atemraubender rückweg.

schauplatz: lydien,kilikien, mesapotamien, armenien (alte grenze), paphlagonien, byzanz.

(heutige: Türkei, Syrien, Kurdistan, Irak).

lange zeit galt xenophon als besonderes vorbild der griechen u. römer in bezug auf seinen führungsstil.

er stellte sogar alexander den großen mit seinen taten in den schatten.

die spartaner gewährten ihm nach seiner verbannung aus athen ein landgut bei olympia, wo er als pseudonym thermistrgenes von syrakus seine memoiren niederschrieb.

xenophon stirbt in korinth, er lebte um 425- 355 v.chr.

240 spannende seiten, für den lesefreund ohne vorkenntnisse vielleicht etwas schwer zu lesen, ansonsten geschichtlich sehr wertvoll.

neben den zweischichtigen apologetischen tendenz der "anabasis " wird die reflektion der nachrufe des getöteten kyros u. die ermordeten feldherren hingewiesen.

viel spaß beim lesen, thalatta.........(jubelruf der griechen, als sie das schwarze meer erreichten).
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10 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Durch die Wüste, 1. April 2003
Von 
Klaus Grunenberg (97447 Gerolzhofen, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Zug der Zehntausend (Gebundene Ausgabe)
Der Patmos- Verlag hat mit dieser schönen neuen Ausgabe der Anabasis des Xenophon ein Meisterwerk vollbracht und der Ruf: "Thalatta, Thalatta", "Das Meer, das Meer" hallt uns noch in den Ohren. Da nämlich hatte das griechische Söldnerheer endlich nach schweren Strapazen das Schwarze Meer erreicht, nachdem es im Zweistromland vor Babylon eine ganz eigenartige Niederlage erlitten hatte (die eigentlich ein Erfolg hätte sein können!).
Schwant uns da etwa etwas?
Ich denke schon und es ist damals eben nicht so gewesen, daß dieses Zehntausendmann-Heer endlich nach Hause zog, nein abermals aufgefordert, nochmal das "Glück zu versuchen", ließ es sich erneut anwerben zu anderen Abenteuern.
Ja, so sind sie eben, die Söldner und genau das hat sich auch nicht geändert bis heute.
Dort, wo gut gezahlt wird, auch wenn es ein großes Risiko gibt, halten sie sich bereit. Und dazu wurde und wird gebetet, gesungen, der Segen herabgefleht und in Reih und Glied wacker gekämpft, daß es eine Pracht ist, dies alles nachzulesen.

Xenophon, der damals die gefährdete griechische (westliche) Kriegsmacht der Gefahr entzog, als etwa im Jahr 402/01 vor Christi Geburt Kyros die Griechen gegen seinen Bruder Artaxerxes II zu Hilfe holte, war ein wirklich kluger, erfahrener Mann.
Solch eine Gestalt wünschen wir uns in der jetzigen Situation im Zweistromland ebenfalls und der Wunsch ist dabei der Vater des Gedankens, daß es bald geschehen möge.
Die Schlacht bei Kunaxa aber, die eine völlige Umkehrung des Geschehens damals brachte, als der fast greifbare Sieg doch noch verloren ging, gibt zu denken und macht deutlich, daß eine scheinbare Überlegenheit in Technik, Kraft und Moral manchmal ganz urplötzlich gedreht werden kann.
Dieses Meisterwerk aus der "alten Welt" jedenfalls gehört neben "Clausewitz" meines Erachtens in die Bibliothek jeder Militärakademie.

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