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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Die Tansu des Terrors - Doppelbödiges aus Fernost, 3. Januar 2004
Auch in diesem Roman liefert Sujata Massey eine sehr gut recherchierte, kurzweilige Kriminalstory vor dem Hintergrund gegenwärtiger und vergangener, doch stets lebendiger japanischer Kultur ab. Aber, um gleich zur Hauptkritik zu kommen: Neben der spannenden und verwickelten Story um Mord und Totschlag um Antiquitäten, verstrickte Familienverhältnisse und lokalpolitischen Tubulenzen wirken einzelne Handlungsstränge (Beziehungskrise) sehr dick aufgetragen. Selten habe ich z.B. so viel sinnlosen, platten Sex ("Unsere Körper waren wie füreinander geschhaffen") in einer an sich guten Geschichte erlebt. Mag subjektiv sein, taucht auch in anderen Romanen der Reihe auf, aber hier: penetrant. Ich frage mich ernsthaft: warum, wofür? Vielleicht bin ich nicht Zielgruppe, denke aber, daß das anspruchsvolle Drumherum und der flotte Erzählstil (ohne allzuviel Tiefgang, aber das ist O.K., weil unterhaltsam) dies eigentlich nicht nötig oder verdient haben. Auch das Ende und die Auflösung wirken ein wenig platt, konstruiert. Daher mein Fazit: M.E. ein schwacher Band der Reihe um die Figur Rei Shimura, zwei Sterne. Ein echter Popcorn-Krimi. Da wäre mehr drin gewesen, zumal das Thema Antiquitäten der Protagonistin auf den Leib geschneidert ist. Zu mehr reicht es aber aufgrund der bescheidenen stilistischen Mittel nicht, auch wenn die Lektüre für Japan-Enthusiasten nichtsdesotrotz lehrreich ist.
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