ange ist es her, da erblickte das Debüt Traumfänger von Staubkind die Welt. Jetzt erscheint 3 Jahre später der Nachfolger Zu Weit. Da es sich hierbei um das Soloprojekt von Terminal Choice Gitarrist Louis Manke handelt, ist es sicherlich nicht verwunderlich das dieses Album mal etwas länger dauert, schließlich muss Terminal Choice auch weitermachen.
Wie auch schon auf dem Debüt Album setzt Louis den Weg des Goth Rocks konsequent fort und schafft auf dem neuen Album 13 sehr eingängige Songs.
Industrialeinflüsse und Synthesizer sind hier stark untergeordnet und dienen eigentlich nur der leichten Untermalung des starken Gitarrensounds. Der sich manchmal dahintreibt (Zu Weit) oder davonbrescht (Wunderschön), aber vor allem der Sound passt zum Text.
Bei so manchen Gothic Acts sind anspruchsvolle Texte teilweise ins Abseits geraten, hier ist das nicht der Fall. Tiefgründige, gefühlsvolle Texte stehen hier auf der ganz oben auf der Tagesordnung und dazu gibt es halt auch die passende Musik.
Traurige Balladen sind dazu auch noch vorhanden, bei Vergiss Nicht miaut sogar meine Katze traurig. Ein Überraschung gibt es bei Wenn Du Schläfst hier wird im Duett mit mit Serena Gruß gesungen und der Song entpuppt sich als eine wunderschöne Ballade und bleibt im Ohr hängen.
Staubkind schaffen es mit ihrem zweiten Album das Debüt noch zu toppen und werden sich damit hoffentlich zwischen den großen deutschen Gothic Bands behaupten können. Empfehlung für jeden Gruftbewohner der kein Bock auf Leichentechno hat und wieder mal gute Musik hören will. Und auch für sonst alle (depressiven) Seelen mit Hang zum Gothic-Rock.