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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Schade,
Rezension bezieht sich auf: Zu Grabe (Broschiert)
Zu Grabevon Daniela Larcher Wien. Ein Student findet an der Universität den abgetrennten Kopf des Archäologen Vitus Novak, ausgestellt in den Arkaden, einem Gang, gesäumt mit den Büsten bedeutender Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung. Schnell ist ein Verdächtiger gefunden. Leander Lorentz, ebenfalls Archäologe an der Universität, wird wegen Mordes an Vitus Novak verhaftet. Seine Freundin Nina, Gerichtsmedizinerin, weiß sich keinen Rat und ruft den befreundeten Chefinspektor Otto Morell zu Hilfe. Dessen Einsatzgebiet ist zwar nicht Wien, jedoch nimmt er eigene Ermittlungen auf, in denen er auch seltsame Wege geht um seinen Vermutungen nachzugehen. Er trifft auf mehrere Kollegen des Ermordeten und stellt bald fest, dass alles seinen Ursprung weit zurück in den 70er Jahren haben muss. Dort waren Novak und inzwischen aus der Wissenschaft ausgeschiedene Kollegen Mitarbeiter bei einer Ausgrabung in Syrien. Der Ausgrabungsleiter kehrte aus Syrien nie zurück, und es hieß er habe dort mit einer Einheimischen eine Familie gegründet. Morell versucht herauszufinden ob dies tatsächlich der Fall war, denn nach und nach werden die ehemaligen Mitglieder dieser Ausgrabung ermordet. Ihm läuft die Zeit davon, denn seine einstigen Kollegen in Wien sind überzeugt von Lorentz' Schuld, und eigentlich hat er keinerlei Befugnis sich in die Ermittlungen einzumischen. Dies ist bereits der zweite Fall in dem Otto Morell ermittelt, und direkt der Klappentext klingt mystisch und sagenumwoben. Jedes neue Kapitel beginnt mit einem Zitat, das sich in irgendeiner Weise auf das Thema 'Grab' bezieht, und bildet die Überschrift des Kapitels. Die Zitate sind passend gewählt und unterstreichen den Hauch von Mystik, der über der Handlung liegt. Der Einstieg ist rasant, denn sofort wird der abgetrennte Kopf des Archäologen präsentiert, und ich war gespannt, ob sich dieses Tempo halten würde. Ohne große Schnörkel geht die Ermittlung dann auch tatsächlich voran, und es wird schnell klar, dass Morell hier eher Privatmann als Ermittler ist, auch wenn er sich bei jeder Gelegenheit als Inspektor vorstellt. Er ist, wie die Ermittler so oft sind, ein gemütlicher, ruhiger und bedächtiger Mann, der ein paar Kilo zu viel auf den Rippen hat, für den Kochen eine Passion ist, und der sich mit Frauen in seinem Leben schwer tut. Er kämpft mit Selbstzweifeln und erkennt im Laufe der Handlung, dass er nicht nur die Ermittlungen, sondern alle Bereiche in seinem Leben mit mehr Biss angehen muss. Tappte er zu Beginn ein wenig im Dunklen, so bringt die Nachbarin des verhafteten Leanders, Frau Horsky, die Sache ins Rollen, indem sie Morell als Ermittler wieder erkennt, der den Fall ihres verschwundenen Sohnes bearbeitet hatte. Dieser war Bestatter, und als dessen Mutter Morell quasi zwingt sich mit dem Verbleib des noch immer Vermissten auseinanderzusetzen, landet er als Mitarbeiter unter falschem Namen in einem Bestattungsunternehmen. Dort kommt er nicht nur dem Fall Novak, sondern auch einer Reihe von Bestattungsvergehen auf die Spur. Die Lösung letztlich ist einfach und überraschend. Hatte ich eher angenommen, dass der Ausgrabungsleiter sich an seinen Kollegen rächen wollte, die ihn verletzt in einer Höhle zurückließen und die Geschichte der Familiengründung streuten, wird ein Mann zum Täter, der in der Handlung lediglich dreimal kurz zu Wort kommt, und sich als unehelicher Sohn des Ausgrabungsleiters herausstellt, und nun Rache im Namen des toten Vaters üben will. Die Lösung erfolgt über nicht einmal zwei Seiten und ich hätte sie fast überlesen. So spektakulär der Krimi beginnt, so einfach endet er. Ich hatte mir ein Ende gewünscht, in dem die hohen Erwartungen, die ich im Vorfeld an das Buch hatte auch erfüllt werden. Leider ist dies hier nicht der Fall. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Zum Begräbnis der Wahrheit gehören viele Schaufeln,
Rezension bezieht sich auf: Zu Grabe (Broschiert)
Wien - groß, laut, hektisch, voller Gewalt. Typisch Großstadt eben. Und da Otto Morell kein Großstadtmensch ist, zog es ihn vor Jahren auch zurück in den Ort seiner Kindheit - ins eher beschauliche Landau. Bis ihn ein Hilferuf von Nina Capelli erreicht - ihr und auch Ottos Freund Leander Lorentz wurde wegen Mordes an seinen Universitätskollegen verhaftet. Widerwillig macht sich Morell auf den Weg nach Wien - aber einem Freund muss man ja helfen. Kaum in Wien angekommen holt ihn seine Vergangenheit auch schon wieder ein. Nicht nur muss er sich mit einem profilierungssüchtigen Ex-Kollegen rumärgern, auch ein alter, nie ganz aufgeklärter Fall, wartet auf ihn. Morell beginnt mit Ninas Hilfe zu ermitteln - und deckt dabei so einiges auf..."Zu Grabe" ist der zweite Fall für Otto Morell, dem gemütlichen und sympathischen Ermittler. Wie auch schon im Vorgänger Die Zahl wird er bei der Lösung der Fälle unterstützt von Nina Capelli und seinem Freund Leander, wenn dieser auch eher eine "sitzende" Rolle im Buch hat. Die Hauptprotagonisten sind schon aus dem Vorgänger bekannt, erscheinen aber reifer. Die sehr gute Darstellung der Personen setzt sich auch hier wieder fort. Ob Hauptfigur oder Nebenfigur - Daniela Larcher gelingt es vortrefflich, beim Leser Sympathie oder Antipathie für ihre Personen zu wecken oder sie undurchsichtig scheinen zu lassen. Man rätselt mit, verfolgt die Spuren und kann sich ein Schmunzeln an der einen oder anderen Stelle nicht verkneifen. Etwa wenn die resolute alte Frau Horsky Morell zu Nachforschungen im Fall ihres verschwundenen Sohnes zwingt, Morell von einem Universitätsprofessor abgefüllt wird oder sich in einem Sarg verstecken muss, das Geheimnis eines sehr leckeren Apfelstrudels lüftet und Bender panisch ob der ihm von seinem Chef übertragenden Aufgaben am liebsten flüchten möchte. Die Handlung ist komplexer als im Vorgänger. Morell muss nicht nur die Unschuld seines Freundes beweisen und dafür tief in die Vergangenheit abtauchen, er klärt auch noch den Fall des verschwundenen Sohnes von Frau Horsky auf und bringt nebenbei auch noch einige Leute auf den Pfad der Tugend zurück. Undercover versteht sich, denn eigentlich hat er in Wien keinerlei Befugnisse. Der Autorin gelingt es, alle diese Fälle logisch miteinander zu verknüpfen und aufzuklären. Die einzelnen Kapitel sind mit kleinen passenden Zitaten am Anfang versehen und beschreiben abwechselnd das Geschehen. Mal erhält der Leser Einblick in die Beweggründe des Täters, dann begleitet man Morell bei den Ermittlungen oder schlüpft mit ihm in die Rolle eines Bestattungsunternehmers um im nächsten Augenblick Benders erfolglose Versuche, die ihm von Morell übertragenen Pflanzen - und Katzenpflegeaufgaben zu erledigen, zu verfolgen. Dadurch wird der Spannungsbogen kontinuierlich erhöht und zwingt förmlich zum Weiterlesen. Einzig das Motiv für die Morde erscheint mir, wenn auch plausibel, sehr weit hergeholt. Auf jeden Fall bietet das Buch spannende und humorige Unterhaltung für ein gemütliches Lesewochenende auf der Couch. Ein dritter Fall für Otto Morell ist bereits in Arbeit und ich frühe mich schon sehr darauf! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ein sehr gelungener Folgeroman mit Morell, spannend und witzig,
Von dj eggnog (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Zu Grabe (Broschiert)
Oft ist das zweite Buch das schwierigste. Während man sein ganzes Leben Zeit hat um am Debüt-roman zu schreiben, bleiben einem meist nur wenige Monate um ein zweites Werk zu präsentieren bevor das Interesse der Leser erlischt und der Schriftsteller in Vergessenheit gerät.Ich meine Daniela Larcher hat mit "Zu Grabe" alle Erwartungen übertroffen. Wem "Die Zahl" gefallen hat, wird vom neuen Buch sicher begeistert sein. Die Story ist witzig, solide, abwechslungsreich und bis zum Schluss spannend. Zudem lernt man sogar noch als gebürtiger Wiener einiges über die Stadt. Auf die Handlung möchte ich nicht näher eingehen, da diese ja ohnehin des öfteren Zusammengefasst wird. Jedoch gibt es immer wieder Überraschungen und Kehrtwendungen in der Handlung, und selbst ganz am Schluss kommen noch witzige Nebenhandlungen zu tragen. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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