Wer schon immer wissen wollte, wie Zorro zu Zorro wurde, der bekommt nun endlich von Isabel Allende die Antwort. Der Roman zeigt Diego de la Vegas Weg zum schwarzen Helden, von dem ersten Treffen seiner Eltern bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Rächer in Kalifornien die Kämpfe ausficht, für die er berühmt ist. Und auf diesem Weg ist alles enthalten, was ein guter Roman braucht: indianische Männlichkeitsrituale, Geheimbünde, Piraten, die erste große Liebe, der Erzfeind und treue Freundschaft. Endlich erfährt der Leser, wo der Fuchs seinen Namen herhat, sein schwarzes Pferd und sein Kostüm. Durch die Abenteuer führt ein sympathischer Ich-Erzähler, genauer gesagt eine Erzählerin, die immer gegenwärtig bleibt, von der der Leser aber erst nach und nach erraten kann, wer sie ist. Und erzählt wird die Geschichte im tatsächlichen Sinn, denn der Roman verzichtet auf unnötige Dialoge und Actionszenen und ist so zu einem neuen epischen Meisterwerk geworden. Tatsächlich ein Muss für alle Zorro-Fans.