Als Mann mit der schwarzen Maske gehört der Edelmann Diego De La Vega, der als Zorro inkognito gegen das Böse im Lande kämpft, längst zum festen Bestandteil der hispanischen Kultur. Immer wieder wurde der Stoff verfilmt; spätestens seit Antonio Banderas etwas schwülstigem Kinohit
Die Maske des Zorro (1998) gehört er fest zu den populären Mythen unserer Gegenwart. Kann man dem Mythos also noch neue Züge abgewinnen und ihn vielleicht sogar auf seine historischen Wurzeln zurückführen? Die 62-jährige chilenische Bestsellerautorin Isabel Allende, die inzwischen in Kalifornien lebt, hat es versucht -- und mit
Zorro einen erstaunlichen, auch erstaunlich vielschichtigen Roman vorgelegt. Lesen Sie einen
Textauszug.
Allendes Zorro beschreibt die ersten 20 Lebensjahre Diego De La Vegas, der Ende des 18. Jahrhunderts als Sohn eines aufmüpfigen und von seinen Landsleuten geächteten Edelmanns und einer Indianerin in Kalifornien geboren wurde. Seine Mutter führte den Aufstand der Ureinwohner gegen die Spanier an. In Abenteuern mit seinem Spielgefährten Benito reift allmählich jener Gerechtigkeitssinn heran, der später aus De La Vega den Mann mit der Maske formen wird. All dies erzählt Allende mit gewohnter narrativer Lust -- und bettet Zorro so mit Hilfe eines teils authentischen Personals an Gouverneuren, Kolonialherren, Indianern und Missionaren in die historische Wahrheit eines europäischen und amerikanischen Geschichtsabschnitts ein, der auch seine schillernde Persönlichkeit besser verständlich macht.
Schon als Kind fand ich Zorro spannend, gestand Allende unlängst in einem Interview. Und auch die Schauspielleistung von Banderas, der ihr während der Arbeit an ihrem erotischen Kochbuch Aphrodite sogar nackt im Traum erschien, habe sie beim Schreiben inspiriert. Das klingt zunächst eher abschreckend. Aber vom unerträglich schmelzenden Charme des Hollywood-Beaus ist bei ihrem Zorro zum Glück nur wenig zu spüren. Stattdessen setzt Allende voll auf das spannende, mit Dichtung versetzte Kolorit der Zeitumstände. Wieder einmal also hat sich Allende dem Bann der Masken (so der Titel eines ihrer Kinderbücher) ausgesetzt. Für uns Leser hat es sich auf jeden Fall gelohnt. --Isa Gerck
»Ihr neuer Held hat es Bestsellerautorin Isabel Allende ("Das Geisterhaus") derart angetan, dass die Arbeit am neuen Roman ihre Ehe ernsthaft gefährdet haben soll. Ist ja auch ein toller Kerl dieser Diego de la Vega, besser bekannt als Zorro. "Ich muß diese Abenteuer erzählen, denn was nützte es, dass Diego sein Leben für die Gerechtigkeit aufs Spiel setzt, wenn niemand davon erführe?" schreibt die Autorin im Glücksrausch. "Nur selten findet man einen Helden mit romantischem Herzen und unbekümmertem Gemüt. Seien wir ehrlich: nur einmal findet man einen Zorro." Wenn auch Sie auf der Suche nach großen Gefühlen und einer Lebensgeschichte sind, die Ihre Ferien zum Abenteuerurlaub macht, dann ist der Mann mit der Maske der richtige Reisebegleiter.« (Angela Wittmann
Brigitte )
»Hier kommen die... heißesten Lesetipps. Romantiker wählen Isabel Allende: Degen- und Wortgefechte, ... Lovestorys und ein Schuß Exotik...«
(
Cosmopolitan )
»Isabel Allende erzählt nun episch und humorvoll, wie der Sohn eines Adligen und einer Indianerin zum Rächer wird, in einer Mischung aus Gesellschafts- und Abenteuerroman.«
(
Stern )
»So schwungvoll und energisch wie der Fechtstil des Helden.«
" ... mit
Zorro ist ihr ein tolles Comeback gelungen. ...einer der besten Abenteurromane der vergangenen Jahre. Allende at her best. " (
Gala )
»Kalifornien, 1790: Die Spanier haben das Land besetzt und die Indianer unterworfen. Wider alle guten Sitten heiratet ein Hauptmann eine rebellische Indianerin, sie bekommen einen Sohn: Diego de la Vega, besser bekannt als - Zorro. Wie aus dem unreifen Jungen eine Legende wird schildert Isabel Allende in ihrem herrlich romantischen und fantastisch erzählten Schmöker. Ist zwar alles erfunden, aber schön erfunden.«
(
young miss, Brigitte )
»Alle glauben, ihn zu kennen, 92 Prozent der Deutschen, sogar 64 Prozent der Chinesen: Zorro, den reitenden Rächer, den geheimnisvollen Fechter für die Gerechtigkeit. Er sieht aus wie Guy Williams, Tyrone Power, Alain Delon oder Antonio Banderas. [...]
Wer aber steckt wirklich hinter der Maske, welche Persönlichkeit verhüllt das schwarze Cape? Isabel Allende klärt uns auf.«
(
Deutschland Radio )
»Ihr Roman über Zorros Anfänge ist großes Lese-Kino: Schnell und leicht erzählt, faszinierende Figuren vor historischer Kulisse, magische Ereignisse und eine leidenschaftliche Liebesgeschichte.«
(
Radio HR3 )
»Großer Abenteuerroman ...
Bei aller Lust an turbulenten Mantel-und-Degen-Szenen findet Allende auch ihren eigenen, ganz persönlichen Zugang zu dem populären Helden. In dem Motiv der Maskierung spiegeln sich die Erfahrungen der chilenischen Autorin: die Flucht aus ihrer Heimat nach dem Militärputsch Pinochets und die Identitätssuche im amerikanischen Exil. Doch vor allem liest sich "Zorro" natürlich als großer Abenteuerroman voll ausufernder Geschichten und praller Bilder. Dabei mag Isabel Allende die Identität ihres Helden enthüllt haben. Aber die Maske hat sie ihm nicht vom Gesicht gerissen. Zorro hat seinen Zauber behalten.«
»Wie man es von Isabel Allende nicht anders gewöhnt ist, wird mit Tempo, Witz und viel Leidenschaft erzählt. Der Spaß beim Lesen ist garantiert, und so möge Zorro, nach dem Wunsch der Autorin, natürlich in voller Kostümierung durch die Straßen der Städte und Dörfer galoppieren.«
(
Sächsische Zeitung )
»Isabel Allende legt mit "Zorro" einen humorvollen Abenteuerroman vor...
Aber Allende begnügt sich nicht damit, die alte Geschichte mit dem magischen Realismus der Lateinamerikanerin nach- oder einfach für heutigen Geschmack neu zu erzählen. Sondern sie erfindet für Zorro eine Vorgeschichte.
Wie sehr die Legenden um den gerechten Helden und die Mythen der Indianer die Autorin fasziniert haben müssen, spiegelt jede Seite dieses mitreißenden Romans wider, ...«
(
Münchner Merkur )
»Allende hat sich in die Epoche vertieft, in die der Sohn eines spanischen Edelmannes und einer Indianerin hineingeboren wurde, und eine Geschichte ersonnen, die neben viel Dichtung auch eine Menge Wahrheit enthält. Ganz nebenbei erteilt sie den Lesern eine kleine, unterhaltsame Lektion europäischer wie amerikanischer Historie aus der Zeit der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert. [...] Wie immer offenbart Allende profundes Wissen über den Handlungshintergrund, wie immer durchstreift sie unterschiedliche Welten mit einer Fantasie, die Flügel zu haben scheint. «
(
www.stol.it (Südtirol online) )