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Zornige grüne Insel. Eine irische Saga
  
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Zornige grüne Insel. Eine irische Saga [Gebundene Ausgabe]

Liam OFlaherty
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 433 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag AG (November 1991)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257050283
  • ISBN-13: 978-3257050288
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.378.372 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Liam O'Flaherty
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung


Der historische Roman vom irischen Freiheitskampf
Im Jahr 1845 begann für Irland eine Folge von Katastrophen, die alle gewohnten Entbehrungen übertraf. Durch eine Kartoffelkrankheit sahen sich die Menschen ihres Hauptnahrungsmittels beraubt; die Pachtzinse waren nicht mehr aufzubringen. Die kleinen Pächter standen - der eine früher, der andere später - buchstäblich vor dem Nichts. Die Leute starben an Flecktyphus oder einfach an Hunger ..."Ein ganz ungewöhnliches Lektüre-Erlebnis. O'Flahertys Erzählkunst beweist, wie ein historischer Roman den Leser zu packen, zu rühren und zu erschüttern weiß, wenn ein Meister ihn geschrieben hat."(Tages-Anzeiger)
"O'Flahertys Darstellung mobilisiert in uns unweigerlich, was ideologischer Appell lähmen würde: Solidarität." (Rias)
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Klappentext

Zornige grüne Insel

»Die Lektüre dieses Romans ist ein ganz ungewöhnliches Erlebnis. O'Flahertys Erzählkunst vermag nicht nur seinen Platz neben den großen Romanen aus allen Sprachgebieten zu behaupten, sondern beweist auch, wie ein "historischer Roman" den Leser zu packen, zu rühren und zu erschüttern weiß, wenn ein Meister ihn geschrieben hat. Im Jahr 1845 begann für Irland eine Folge von Unglücken und Entbehrungen, die weit über das Maß dessen hinausging, was die Bevölkerung der Grünen Insel als ihr alltägliches Los zu tragen gewohnt war. Durch eine Kartoffelkrankheit sahen sich die Menschen ihres Hauptnahrungsmittels beraubt; die Pachtzinse waren nicht mehr aufzubringen, wurden aber unbarmherzig von den englischen Gutsbesitzern und den Vertretern Ihrer Majestät Königin Victoria eingetrieben. Wucherer verstanden, ihre vorteilhaften Geschäfte zu machen; die kleinen Pächter standen - der eine früher, der andere später - buchstäblich vor dem Nichts. Die Leute starben an Flecktyphus oder "einfach" vor Hunger ... « Tages-Anzeiger, Zürich

»Eine grandlose Sympathiekundgebung für den ewigen Kampf des Menschen um Brot, Freiheit und Menschenwürde.« William Plomer -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
27 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
"Zornige, grüne Insel" von Liam o'Flaherty, geschrieben in den 30er Jahren, ist eines der realistischsten, aber somit auch bedrückendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Der Autor versteht es den Leser in die Welt der irischen Hungersnot Mitte des 19. Jahrhunderts hineinzuversetzen. Etwas düster, dreckig, vielleicht auch ordinär, auf alle Fälle jedoch alltäglich, erscheint uns anfangs das Leben der Familie Kilmartin, welches uns präsentiert wird. Ich persönlich war schon dazu geneigt, aufgrund dieser deprimierenden Schilderung das Buch nach den ersten Kapiteln aus der Hand zu legen. Doch nur derjenige, der bereit ist weiterzulesen, wird auch wirklich in die Tiefe dieses Buches einsteigen können. Motiviert durch die Schilderung weiterer Personen, die Hoffnung, Sauberkeit, ja gewissermaßen Glanz in die armselige Hütte und in das Leben im Tal drum herum brachten, las ich dann doch weiter. Und erst eine ganze Weile später sollte ich erkennen, wie gut es der Familie anfangs noch ging, dass Schweine und Hühner in der Küche gehalten ein Zeichen für Wohlstand - und für Nahrung - waren. Mit dem gnadenlosen Eintreiben der Pachtzinsen der britischen Obrigkeit und der verfaulenden Kartoffelernte fing dann das Unglück der Menschen im Ort erst an. Der erste Tod einer Frau ist noch eine schreckliche Angelegenheit, die die Anwohner in Unruhe versetzt. Doch im Laufe der Zeit häufen sich die Todesfälle, werden Alltag. Die Menschen stumpfen ab, sind überhaupt nicht mehr in der Lage, die schreckliche Situation um sich herum vollständig zu begreifen. Einige Personen "flüchten" regelrecht in eine Verwirrtheit des Geisteszustandes und entziehen sich damit der Realität. Mary, die junge Schwiegertochter des alten Kilmartin, deren Mann nach gewalttätigen Auseinandersetzungen mit anderen aufrührerischen Männern geflohen ist, kämpft hart um ihr Überleben. Wäre da nicht ihr kleiner Sohn, hätte sie längst aufgegeben. So sieht sie hilflos dem um sich greifenden Elend zu, erträgt den Tod geliebter Menschen und hat nur eine Hoffnung: bevor auch sie ihre Kräfte verlassen mit ihrem Mann Martin und dem kleinen Sohn nach Amerika auszuwandern. Ein schockierender historischer Roman, der aber keinen Zweifel an der Authenzítät der Lage lässt. Nicht unbedingt geeignet für sehr nervenschwache Leser, aber allemal ein Muss für diejenigen, die nachvollziehen wollen, wie ein Teil der irischen Geschichte sich tatsächlich abgespielt haben wird. Erschreckend realistisch und bewegend, aber auf alle Fälle ein Gewinn für jeden Leser.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
In "Zornige grüne Insel" beschreibt Liam O'Flaherty eindringlich das Leben, Lieben und Leiden einer irischen Familie zur Zeit der großen Hungersnöte. Dabei stellt er detailgenau und ohne moralisierend den Zeigefinger zu heben den politischen und historischen Hintergrund der Hungersnöte dar; dem Leser soll klar werden, daß auch auf der Seite der Engländer, die in diesem Zusammenhang sowohl historisch als auch in "Zornige grüne Insel" den Buhmann abgeben müssen, lediglich Menschen Entscheidungen treffen, die sich dabei von nur allzu menschlichen Motivationen und Gelüsten treiben lassen. Das Schicksal der irischen Bevölkerung wird vor diesem historischen Hintergrund genau beschrieben, ohne dabei die Eigenarten der einzelnen Charaktere aus dem Auge zu verlieren. Hierbei drückt O'Flaherty nicht über die Maßen auf die Tränendrüsen der Leser, sondern bewahrt immer ein gewisses Maß an zukunftgerichtetem Optimismus. So schaffen einige der Hauptfiguren die Flucht aus Irland und erwarten in der Fremde eine bessere Zukunft, eventuell sogar die Rückkehr nach Irland. Umso bedrückender ist dafür das Schicksal der in Irland verbleibenden Bevölkerung, deren Situation immer verzweifelter wird. Insgesamt möchte ich "Zornige grüne Insel" jedem ans Herz lesen, der eine spannende und berührende Geschichte vor akkurat wiedergegebenem historischen Hintergrund lesen möchte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Die Lektüre dieses Romans hat mich total in ihren Bann gezogen.
Der Autor schildert den Überlebenskampf einer irischen Familie in der Mitte des 19. Jahrhunderts und weist dabei Paralleln zu Graham Brendans 'Irischer Nacht' auf. O'Flaherty lässt den Leser teilhaben am Leben der Familie Kilmartin - ein Leben, das von unmenschlichem Leid geprägt ist. Durch die flüssige Erzählweise
konnte ich das Buch kaum mal aus der Hand legen und kann es nur jedem, der sich für das irische Leben im 19. Jahrhundert interessiert, wärmstens empfehlen.
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