Was mich an diesem Album ein bischen stört ist das Zappa auf diesem Album keine Feste Band hat. Aber das Personal kann sich trotzdem hören lassen:
Terry Bozzio bedient mal wieder 1 a die Trommeln manchmal sogar jazzig/psychedlich (The Torture...)
Napeleon Murphy Brock: Saxophon und Hintergrundgesang
Ruth Underwood: Keyboard und wie immer Top an der Marimba
Achtung die Besetzung lässt Musik wie auf Roxy & Elsewhere, Bongo Fury, vermuten, diese wird hier aber nur in einem Song geboten "Friendly Little Finger"
Soviel zu der Erklärung warum es nur 4 Sterne gibt. Nun zu den einzelnen Songs.
1. "Wind up Workin in a Gas Station" Erzählt vom Text her davon wie nervig es ist wenn man ein Studium absolviert hat und nur einen Job an der Tankstelle bekommen hat. Geboten wird hier 70´s Hardrock mit hohem kreischendem (aber passenden Gesang)ja er lädt sogar zum Kopfschütteln ein.
2. "Black Napkins" ist für mich der erste Höhepunkt auf dem Album. Es ist quasi ein 4 minütiges Gitarrensolo. Eines der besten die Zappa meiner Meinung nach je gespielt hat. Es wird Heute noch oft und gern von seinem Sohn gespielt.
3. "The Torture never Stops" beschreibt den "Alltag" ein einem Mittelalterlichen Verließ sehr detailliert, Zappa miemt hier den Erzähler das ganze klingt sehr atmosphärisch, psychedlisch. Zappa schafft mit seiner Gitarre hier Klängcollagen und Soundteppiche, achja das ganze ist garniert mit leihenhaftem gestöhne und geächse der Kerkerinsassen. Eine bessere Version dieses Liedes gibt auf "Zappa Live in New York"
4. Ms. P. I. N. K. Y: Hier beschreibt Zappa die Vorteile die "Spielzeuge für einsame Menschen" gegenüber Ehefrauen haben. Es ist sehr witzig, welche Umschreibungen Zappa für den Zeitvertreib dieser Art hier findet Ansonsten wird hier Hardrock geboten und ein Refrain der hängen bleibt.
5. "Find Her Finer": Zappa gibt hier Flirt-Tips für Intellektuelle, Freaks, Nerds. Der Text ist genial, Die Musik ist unter dem gewohnten Zappa Durchschnitt.
6. "Friendly Little Finger": zweiter Grund die CD zu kaufen. Dieser ist der musikalisch anspruchsvollste Song des Albums, Hier lässt. Zappa seine Vorliebe für orientalische Musik hören, außerdem bedient er hier überdurchschnittlich gut die Bassgitarre (ja richtig gelesen), Ruth Underwood spielt wieder Sachen auf der Marimba die warscheinlich nur von einer Handvoll Menschen nachgespielt werden können. Gegen Ende des Songs gibts Gitarrenriffs vom Meister auf die Ohren. Schade das er nicht mehr Lieder dieser Machart auf das Album gepackt hat.
7. "Wonderful Wino" Zappa erzählt uns hier von einer Odysee die er 1969 des Nachts gemacht hat nachdem er eine Flasche Wein allein ausgetrunken hat. Was er davon wirklich gemacht hat und was nicht, bleibt der Fantasie des Hörers überlassen. Der Song bietet den besten Hardrock auf dem Album rockige Riffs und experimentelle Töne entlockt Zappa hier seinem Instrument.
8. "Zoot Allures" Hier wird eigentlich das gleiche geboten wie in "Black Napkins" nur das es zusätzlich als zweite Gitarre noch eine Akkustikgitarre gibt.
9. "Disco Boy" Ist quasi eine Momentaufnahme Zappa´s der sich hier über die Disco-Tanz-Machos lustich macht. Irgendwie muss ich bei dem Lied immer an Saturday Night Fever denken wie kommt das? Der Text ist hier wieder hervorzuheben.
Zum Abschluss bleibt mir noch zu sagen das man dieses Album zusammen mit dem "Zappa Live in New York Album kaufen sollte oder dieses zumindest zuerst kaufen sollte weil es Zappa ein Jahr später 1977 zu hören gibt und da ist er und seine Band in noch besserer Form.
Wenn Man Zappa-Fan, Zappa-Sammler, ist sollte man dieses Album gegen Ende seiner Sammlung kaufen.