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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Interessanter Nachklang zu Achtung Baby,
Rezension bezieht sich auf: Zooropa (Audio CD)
Zooropa ist eine sehr interessante Platte. Es geht los mit dem Opener "Zooropa", einer sehr psychedelischen Nummer, die aber bei mehrmaligem Hinhören voll überzeugt, anschliessend folgt "Babyface", der vielleicht popigste Song, den die Iren je geschrieben haben, aber trotzdem gut. Numb ist ein sehr untypischer Song von U2, der auffällt mit einer nach Industrial-Rock tönenden Gitarrenspur mit dem Sprechgesang von "The Edge". Als Highlight und Geniestreich würde ich "Lemon" nennen, bei diesem Song kommt die Gitarre praktisch nirgends vor oder wurde sehr zu technomässigen psychedelischen Klängen verarbeitet, beim Refrain, der schnell ins Ohr geht kommt eine wunderschöne Klaviermelodie vor. Weiter gehts mit Stay, der einzigen Nummer da drauf, die auch auf "The Joshua Tree" hätte sein können. Aber trotzdem passt sie auf Zooropa, vielleicht schon gar einer ihrer besten Songs der 90-er. "Dady's gonna pay for your crashed car" ist ziemlich öde, jedoch als Experiment interessant. Track 7 "Some days are better than others" zeigt wieder das Können von "The Edge's" Gitarrentechnik, mal tönt es psychedelisch verträumt, dann wider stark elektronisch verzerrt. "The first time" ist nicht so anspruchsvoll, da durch das ganze Lied immer die gleiche Melodie ertönt. "Dirty day" mit guten Gitarrenriffs und die experimentell angelegte Elektro-Hymne "The Wanderer" (gesungen von Johny Cash) bilden das perfekte Schlusslicht dieser Platte. Alles in allem ist Zooropa eine wohlklingende Platte, kommt aber schon nicht an Achtung Baby oder The Joshua Tree heran. Respekt!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Der richtige Sound für die Autobahn,
Rezension bezieht sich auf: Zooropa (Audio CD)
Zooropa ist die unentdeckte Perle unter den U2-Alben. Denn U2 brachen bei der Veröffentlichung ziemlich alle PR-Regeln, die es gibt. Zooropa stand irgendwann nach der Veröffentlichung von "Achtung Baby" und der laufenden Tour in den Regalen, ohne dass die Gruppe die üblichen Werbetermine dafür gemacht haben.Vom Sound her knüpft Zooropa an die Experimentierfreudigkeit von "Achtung Baby" an. Nur gehen die Iren noch einen Schritt weiter. Songs wie "The Wanderer" oder "Daddy gonna pay for your crashed car" würden kaum auf ein Mainstreamalbum passen. Auch singt erstmals The Edge auf Zooropa, was diese Platte automatisch zu einem Sonderling in der U2-Sammlung macht. Der Sound von "Zooropa" ist hypnotisch. Schon der Opener versetzt einen in eine merkwürdige Stimmung irgendwo zwischen Melancholie und Aufbruchssstimmung. "Lemon" oder "Stay" sind echte Ohrwürmer. Am besten eignet sich der zwischen Breitwand- und Akkustik angelegte Sound dieser CD für lange Autofahrten.Ob man dann zu Stay träumt oder zu "Daddy gonna pay..." so richtig Gas gibt, sei jedem selbst überlassen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Einem Meisterwerk auf der Spur,
Von
Rezension bezieht sich auf: Zooropa (Audio CD)
" Zooropa " hat ein Janusgesicht. Es ist definitiv nicht das beste Album der Band. Gleichzeitig jedoch erscheint es mir als das mit Abstand Interessanteste.Dies hat mehrere Gründe. Zunächst einmal ist es eine Platte ohne Hitpotential. U2-typische Chartsgaranten wie " one", " With or without you" oder "pride" finden sich einfach nicht auf dem sechsten Studioalbum der Band. Diese Tatsache war es wohl, die seinerzeit 1993 die meisten U2-fans ( und Kritiker ) ein etwas voreiliges Urteil über diese CD fällen ließ. Übersehen wurde damals wie heute, dass der Verzicht auf Hits diesem Album einen ganz erstaunlichen Tiefgang verleiht. U2 klingen hier zum ersten Mal wirklich schwermütig. Bedenkt man, dass die Band in ihren Texten dies im Großen und Ganzen eigentlich schon immer war und sie oft genug damit in Konflikt zu ihrer musikalischen Darbeitung gerieten ( man denke nur an " sunday bloody sunday"- eine Stadionhymne mit einem im wahrsten Sinne des Wortes todernsten Thema...), so muß man feststellen, dass U2 über ein gesamtes Album hinweg niemals so ehrlich zu sich selbst waren, wie auf "Zooropa". Ich bin mir nicht sicher ob U2 das überhaupt realisiert haben. Wie sonst kann man sich erklären, dass diesem Album von der Band selbst so wenig Zeit eingeräumt wurde, um sich kompositorisch zu entwickeln. Gerade "Zooropa" hätte kein Schnellschuß werden dürfen. Beinahe jeder Song des Albums deutet es an: Hier waren U2 ihrem Meisterwerk auf der Spur. Hätte man bei "Zooropa" im Songwriting ein wenig mehr Sorgfalt an den Tag gelegt, es wäre ihre künstlerisch und musikalisch wichtigste Veröffentlichung geworden. Einen bestimmten Song hervorheben zu wollen erscheint sinnlos, erstrahlt "Zooropa" doch nur in seiner Gesamtheit. Trotzdem kann ich es nicht lassen. Hört euch einfach einmal " the first time " an. Wenn euch die Grundstimmung dieses Tracks zusagt, dann zögert nicht und legt euch diesen düsteren, nicht eben unumstrittenen Zwilling des Vorgängeralbums zu. Wenn " Achtung Baby ! " die Party war, so ist " zooropa " der unruhige Schlaf, der dem Kater voraus geht. 4 Sterne für ein Album, das so viel mehr hätte sein können.... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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