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Pressenotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 22.03.2000
Eine Art Weltgeschichte des Verhältnisses der Menschen zu exotischen Tieren scheint hier vorzuliegen. Harald Eggebrecht zeigt sich beeindruckt von der Stofffülle des Bandes, auch wenn die beiden Autoren sie ein wenig trocken präsentierten. Eggebrecht weist darauf hin, dass es sich hier um eine traurige Geschichte von "Mord und Totschlag" und Unterdrückung der Tiernaturen handelt, und er schildert, dass die Haltung exotischer Tiere durch die Fürsten immer auch als ein Ausweis der Macht galt. Heute habe sich die Funktion der Zoos verändert: Es gehe nicht mehr darum, Tiere einzufangen, sondern eher darum, sie auszusetzen.
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Kurzbeschreibung
Zoologische Gärten sind auf der ganzen Welt ein Publikumsmagnet. Keine Frage - das wilde Tier fasziniert: Es eröffnet dem Menschen ein unbekanntes Universum an Lebensformen, es konfrontiert uns mit uns selbst und unserer Umwelt, befragt die Identität, erschüttert oder festigt Gewissheiten.
Den Autoren kommt es in diesem Buch darauf an, den Blick des Menschen auf das wilde Tier anhand des zoologischen Gartens - als eines gewissermaßen perfekten Untersuchungslabors - zu erfassen, indem sie seine heutige Wahrnehmung und Funktionsweise zeigen, die Wechselwirkungen zwischen Denken und Örtlichkeit. Sie gehen dabei bis ins 16. und 17. Jahrhundert zurück ...