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Zoophile, denkt der Laie, sind bestimmt Menschen, die gerne in den Zoo gehen. Doch so ganz stimmt das nicht. Zoophile nennen sich Leute, die auf Sex mit Tieren stehen. Leute wie Kenneth Pinyan, ein Boeing-Ingenieur aus Seattle. Mit anderen Gleichgesinnten traf er sich auf einer Farm im Staate Washington (wo sogenannte Sodomie nicht unter Strafe steht), um mit Pferden intim zu werden. Pinyan überlebte den GV mit einem Hengst nicht, und Amerika ward um einen bizarren Sittenskandal reicher.
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Was sich in der Inhaltsangabe möglicherweise ausnimmt wie die Steilvorlage für eine ultraschmutzige Horrorkomödie, gerät unter den Händen der hochdekorierten Dokumentarfilmmacher Robinson Devor und Charles Mudede ("Police Beat") zu einem ebenso sensiblen wie aufschlussreichen Portrait über eine weithin übel beleumundete, gleichwohl größtenteils unbekannte sexuelle Subkultur. In Spielszenen mit berufenen Kommentaren aus dem Off erfährt man, wie Beteiligte und Betroffene die Dinge sehen, und so manches Vorurteil wird korrigiert.
Blickpunkt: Film
Tierfreunde der denkbar praktischen Art begegnen dem staunenden Dokumentarfilmfreund in dieser einfühlsamen Dokumentation über eine umfassend verrufene Subkultur.
Kurzbeschreibung
Enumclaw ist ein verschlagenes Nest im Staate Washington. Das idyllische Fleckchen wurde 2005 einer breiteren Öffentlichkeit bekannt, als ein bizarrer Todesfall durch die Medien geisterte: Kenneth Pinyan, ein 45-jähriger Ingenieur, starb an inneren Blutungen im Darmbereich, nachdem er Sex mit einem Hengst hatte. Filmemacher Robinson Devor rollt die Geschichte um Mr. Hands, wie sich der Mann im Internet nannte, nochmals auf, indem er mit vielen Beteiligten spricht: Pferdeknechte, Tierärzte, Polizisten und Menschen, die in den einschlägig orientierten Chatrooms als Experten gelten.
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