Gebraucht kaufen
Gebraucht - Gut Informationen anzeigen
Preis: EUR 5,19

oder
 
   
Jetzt eintauschen
und EUR 0,10 Gutschein erhalten
Eintausch
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Artikel ist in folgender Variante leider nicht verfügbar
Keine Abbildung vorhanden für
Farbe:
Keine Abbildung vorhanden

 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Zone: Roman [Gebundene Ausgabe]

Mathias Énard , Holger Fock , Sabine Müller
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

2. Oktober 2010
Francis Mirkovic, alias Yves Deroy, sitzt im Pendolino von Mailand nach Rom, inkognito und erster Klasse reisend, und über ihm, mit einer Handschelle an der Gepäckstange gesichert, ein Metallkoffer voller Dokumente und Fotos - der „Koffer voller Toten". Er enthält die Listen von Kriegsverbrechern, Waffenhändlern und Terroristen, die Francis als Agent des französischen Geheimdienstes in den Konfliktzonen des Mittelmeerraums zusammengestellt hat und an den Vatikan verkaufen will, um ein neues Leben zu beginnen. Erschöpft von Alkohol und Amphetaminen lässt er seinen Erinnerungen freien Lauf - an die Entsetzlichkeiten des Balkankrieges, in die er zwei Jahre als Söldner verwickelt war, an die Freunde, die neben ihm starben, an die Menschen von Algier bis Jerusalem, die er ausspionierte, an die Frauen, die er liebte: Stéphanie, die kein Kind „mit einem Barbaren wie ihm" wollte, oder Sashka, die vielleicht noch in Rom auf ihn wartet. In einem einzigen Satz des symphonisch gestalteten inneren Monologs, im Stakkato des Nachtzugs, mäandernd, sich wiederholend, springt der Erzähler von Ereignis zu Ereignis - vom Blutbad der christlichen Phalange in Beirut 1982 zu Mussolinis Nordafrikakrieg, vom Den Haager Kriegsverbrecherprozess zu seinem Vater, der auf französischer Seite im Algerienkrieg folterte -, benennt die Gräuel aus der Geschichte und Gegenwart des Mittelmeers, die sich zu einem homerischen Fresko der Gewalt formen. Mit seinem Roman Zone erweist der junge Autor Énard einem Epos über den Krieg Reverenz, das zur Gründungsakte der europäischen Literatur wurde: Homers Ilias.

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 608 Seiten
  • Verlag: Berlin Verlag (2. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3827008867
  • ISBN-13: 978-3827008862
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 397.859 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Mathias Énard, geboren 1972 in Niort (Westfrankreich), Studium der Kunstgeschichte und orientalischen Sprachen, lebt, nach längeren Aufenthalten im Nahen Osten, heute in Barcelona, wo er Arabisch lehrt. Für »Zone« erhielt er in Frankreiche 2008 den »Prix Décembre« und 2009 den »Prix du Livre Inter«, in Deutschland den deutsch-französischen »Candide Preis 2008«.

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


In diesem Buch (Mehr dazu)
Ausgewählte Seiten ansehen
Buchdeckel | Copyright | Auszug
Hier reinlesen und suchen:

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

4 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Sterne
0
4.6 von 5 Sternen
4.6 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin mit Superlativen gemeinhin sparsam, hier ist aber einer angebracht: Mathias Énards "Zone" ist ein Jahrhundertroman. Dabei bedarf es gar nicht etwaiger Vergleiche mit Homers Ilias, die der Berlin-Verlag mittels einer Banderole dem potentiellen Käufer augenscheinlich nahebringen möchte. "Zone" wirkt ohne dass der Leser altphilologisch sattelfest zu sein hat, die gelegentlichen Querverweise Énards auf griechische Gottheiten oder mythologische Figuren lassen sich mittels einer schnellen Wikipedia- Recherche entschlüsseln und die Tatsache, dass Énards Werk gleichviele Kapitel wie das altertümliche Vorbild aufzuweisen hat, ist mehr detailverliebte Nebensächlichkeit denn relevantes Qualitätsmerkmal.

Énards Erzählstil ist durchaus komplex und dennoch gut lesbar. Das Buch ist konstruiert als stilisierter Monolog des mütterlicherseits kroatisch stämmigen Franzosen Francis Mirkovic. Mirkovics Weg führte aus einer recht behüteten Jugend nicht in die akademische Karriere, sondern - nicht zuletzt aus dem Wunsch dem Alltagstrott zu entkommen - zum französischen Militär. Der Mutters Faible für die kroatische nationale Vergangenheit geht an Sohn Francis nicht spurlos vorbei. Als die junge kroatische Unabhängigkeit von der jugoslawischen Armee bedroht wird, folgt Francis dem Hilferuf des Landes seiner Vorfahren. Nach zwei Jahren als Freiwilliger im jugoslawischen Bürgerkrieg flüchtet Francis sich in den täglichen Suff und landet auch im wörtlichen Sinne im Bodensatz der Adriaküste.

Doch die Geschehnisse in Kroatien und Bosnien sollen nicht die einzigen Berührungen von Francis mit den Gräueltaten des 20. Jahrhunderts bleiben.
Lesen Sie weiter... ›
War diese Rezension für Sie hilfreich?
14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ohne Titel 17. Januar 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Ein sehr interessantes, schönes und lesenswertes Buch. Eines der besten seit langem.
Mich faszinierten besonders die Konflikte, Kriege und die dabei teilnehmenden Personen mitsamt ihrer (Kurz-)Biografien. Énard entwirft sehr glaubwürdig teils ausgeklügelte Figuren, und vermischt diese geschickt mit Personen, die es tatsächlich gab und gibt. Besonders die detaillierten Betrachtungen von Einzelschicksalen, und deren Zusammenhänge im Großen, sind ihm sehr schön gelungen. Das Buch versetzt den Leser/die Lerserin mitten hinein in die Szenen des Geschehens an verschiedenen Orten und Zeiten und das macht das Buch auch spannend. Außerdem liebe ich Geschichten, die etwas mit Zügen/Bahnen/Schieneverkehr zu tun haben, wie zB auch Turksib von Lutz Seiler oder der Bahnwärter Thiel. Nette "Side-Handlungen" sind seine Weibergeschichten und Besäufnisse. Man erfährt auch einiges über die Geschichte und Geografie verschiedener Städte, wie etwa Venedig oder Kairo. So kann man "Zone" auch als kleinen Reiseführer betrachten.
Der Stil des Buches ist entgegen anders lautenden Gerüchten nicht wirklich schwer. "Das Buch ist nur ein Satz" ist ein Blödsinn, der Autor setzt einfach keine Punkte, verzichtet oft auf Beistriche, nichtsdestotrotz erkennt man aber sehr wohl, wann ein Satz zu Ende ist. Mit "Stream-of-Consciousness" (Gedankenstrom) hat das überhaupt nichts zu tun, also keine Angst. Nichtsdestotrotz habe ich gewisse Passagen ein zweites Mal lesen müssen; allerdings nicht, wegen fehlender Satzzeichen, sondern aufgrund der Fülle an Informationen.
Als begleitendes Hilfsmittel empfiehlt sich daher Wikipedia.
Lesen Sie weiter... ›
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mit wenigen Worten 16. Juni 2011
Von Norman S.
Format:Gebundene Ausgabe
lässt sich sagen, dass dieses Buch gelesen werden muss.

Das Buch ist spannend, es ist irgendwo furchtbar post-modern, zugleich ein wenig früh-modern, vollkommen brilliant in der Art und Weise wie es dem Autor gelingt, historische Fakten mit Zeitzeugenberichten und einer Ruskin'schen Wahrnehmung der Architektur und des kulturellen Guts zu verweben und eine ganz persönliche Geschichte des Protagonisten daraus zu weben.

Vielleicht findet man die Fülle an Personen und Erinnerungen als etwas überladen. Ja, vielleicht verkennt man auch, wie die Abwesenheit von Punkten diese magischen Konstruktionen zulässt, die wie ein seltsames Amalagam aus Proust und Joyce sich noch tiefer in unsere Seele einnisten und uns Gefangen halten, als das bislang möglich schien.

Nun, ich ich kann nicht sagen, dass ich das Buch nicht weglegen konnte. Aber ich kann sagen, wenn ich es gelesen habe, verschwand wirklich alles um mich herum. Man kann dieses Buch gar nicht nebenbei lesen. Es möchte einem absorbieren. Es ist ein Kampf auf Leben und Tod. Oder zum Tode. Es ist eine Erniedrigend und Erbauend zugleich.

Ich kann es nur jedem ans Herz legen. Vom Leseanfänger bis hin zum erfahrenen Greis.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
5.0 von 5 Sternen Von der Atemlosigkeit des Krieges 20. März 2012
Von monsieur le M VINE-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Was heißt es, dieses Buch zu lesen - ein Buch, das kein Ende kennt, das sich selbst aufs Neue immer wieder fortgibt, fort & in die nächste Atemlosigkeit, fort zum Weglegen-Müssen, weil man keine Luft mehr kriegt zwischen den Seiten & Textblöcken, den Neuverzahnungen der Sätze, all den Strukturen ohne Punkt, die sich ineinander schieben, die sich festbeißen - bis aufs Blut beißen sie sich -, & der Leser zerbeißt auch die Wörter, denn es gibt kein Entkommen vor dem Stil, & Inhalt, vor dem, wie Énard dieses Buch geschrieben hat, seinem Rausch, dem Blutrausch der Menschheit, denn ein Kriegsgemetzel hat er geschrieben - wie ein Dichter, ein Zeuge & Mörder; einen Krieg, in dem sich Wahn & Ohnmacht, Schuld & Sühne gegenseitig schlachten, in dem es keine Vergebung gibt, sondern Tod & Folter - hier folgen Leichen auf Leichen, & die Sehnsucht eines Mannes nach Erlösung, nach einem Ende der Bilder, die sich auch uns, den Lesern, in den Kopf drängen, die sich überlagern, siebentausend Geschichten in einer, Namen, Erinnerungen an Erinnerungen, an die Geister der Vergangenheit, die man rief, die durch die Straßen & Städte gehn, durch Europa, mitsamt den Nazis & Faschisten, den Serben Kroaten & Troern ein ganzes Weltvolk wetzt seine Messer in diesem Buch - mehr kann man nicht sagen, oder doch, kann man: genau so liest sich das Buch.

"Zone" ist nichts für Zwischendurch. Dank des "Stream of Consciousness"-Punktmangels schafft sich der Kopf nämlich zwangsläufig irgendwann ganz eigene Pausen. Aber es ist nicht nur der Stil, der Pausen erzwingt, es sind auch die Bilder.
Lesen Sie weiter... ›
War diese Rezension für Sie hilfreich?

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 

Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   


Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar