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Produktinformation
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Es sind merkwürdige und unheimliche Erfahrungen, die jene machen, die sich in die Zone Null wagen. Nach einer globalen Katastrophe haben die zwei überlebenden Supermächte jahrhundertelang in die völliger Isolation existiert. Doch eines Tages bricht eine Expedition ins dazwischenliegende Niemandsland, die Zone Null, auf. Die Teilnehmer sind sorgfältig ausgesucht und ausgebildet worden. Sie sind auf alle Eventualitäten vorbereitet.
Doch kann man auf alle Eventualitäten vorbereitet sein? Sie treffen auf eine hochtechnisierte Zivilisation, die seit der Katastrophe ganz andere Wege gegangen ist. Die Bewohner leben aller materiellen Sorgen enthoben für ihr Spiel, für ihre Forschung, für die Kunst. Sie leben in einem technischen Paradies, doch ist es ein menschliches? Daniel wagt als Erster die Kontaktaufnahme ...
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Franke spielt hier mit mehreren Ebenen: kurze, stichwortartige Abrisse über die Expedition, das "aktuelle" Geschehen und Interviewfragmente nach der Rückkehr der Expedition.
Der "Komplex" erinnert sehr stark an Lems "Memoiren, gefunden in der Badewanne" (oder auch Kafkas "Schloß"), an die Geschichte des Einzelnen, der hilflos einer riesigen Institution gegenübersteht, deren Regeln er nicht kennt.
So ist auch hier die Hauptperson den unbekannten Vorschriften und psychologischen Test ausgeliefert (wobei er niemals weiß, welche Situation ein Test ist und welche nicht), woraufhin er in einem Spiel seine Existenzberechtigung verliert und sich (viel später) in einer sehr metaphysisch-philosophischen Phase des Buchs "entkörpern" läßt, trotzdem aber später wieder zurückkehrt.
Bisher das abgefahrenste Buch von Franke, was ich gelesen habe, ob das beste, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Von der Idee her ist die Story auf jeden Fall ziemlich weit vorne, auch die Aufarbeitung am Schluß, die Umdeutung der "perfekten Gesellschaft" in ein Scheitern des Materialismus, ist gut gemacht.
Ein wenig fehlte mir allerdings eine Art "Lösung" - oder ich habe einfach die Abfahrt des körper- und grenzenlosen Geistes nicht richtig verstanden.
Wie auch immer: ein recht guter, ideenreicher SF-Roman.
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