Also ich muss zugeben, als mein Freund mir dieses Spiel zeigte, war ich sehr skeptisch, da ich auf der PS1 bereits japanische "Mecha"-Spiele (Spiele mit großen Robotern) Erfahrung sammelte, und nicht besonders viel von dem Genre hielt.
Aber "ZoE: The 2nd Runner" kann man mit dem, was ich gespielt hatte, nicht vergleichen. Ich spielte es zum ersten Mal auf dem alten Wohnzimmer-Fernseher meines Freundes und ich war völlig hin und weg von dem Spiel und ich hab es mir sofort von ihm ausgeliehen, um es zuhause mehrfach durchzuspielen und später kaufte ich es mir natürlich auch selbst.
Als ich dutzende Feinde aufeinmal anvisierte und dann gleichzeitig auf alle Verfolguns-Laser abfeuerte, war dies einfach ein Augenschmaus. Die Kämpfe sind meist unglaublich beeindruckend anzusehen (!Ich empfehle nicht auf einem kleinen Fernseher zu spielen! .. macht zwar auch Spaß, aber das Gefühl ist irgendwie anders)
Ich kenne den Vorgänger nicht, dennoch bietet das Spiel einen guten Zugang für Anfänger in die Steuerung durch sehr gute Tutorials und durch einen einstellbaren Schwierigkeitsgrad. Ein guter Zugang zur Story wird durch das Intro und durch das Spielen eines neuen Charakters namens "Dingo" erzielt. Anfangs frustriert die Kameraführung und vielleicht auch die ein oder andere Niederlage, daher empfehle ich auf "Leicht" anzufangen, bis man die Techniken drauf hat. Schon nach kurzem Spielen bemerkte ich die Kamera gar nicht mehr. The 2nd Runner bietet sinnloses Tastenhämmern für Anfänger als auch gezielte Kombination für geübte Spieler. Außerdem wurde mit "Highspeed Robot Action" nicht übertrieben und ich bekomme keine Kopfschmerzen von diesem Spiel!
Sowohl die Level als auch die Bossgegner bieten tolle Abwechslungen und dadurch wird Langeweile vermieden. Im Laufe des Spiels bekommt man immer mehr Waffen verschiedenster Arten (Einige davon ziemlich mächtig). All dies ist zudem passend mit liebenswerten Charaktern geschmückt und einer tollen Story, die auch durch die ein oder andere Anime-Zwischensequenz vorangetrieben wird: Ein neuer Rohstoff, das "Metatron", erlaubte den Menschen neue Technologien zu entwickeln und den Mars zu besiedeln. Die englischen Synchronstimmen sind meiner Meinung nach sehr gut. Nur sind sie nicht immer ganz passend zu den Lippenbewegungen. Außerdem sind die deutschen Untertitel nicht immer ganz genau, aber man kann sie auch auf englisch oder eine andere europäische Sprache stellen. Die Musik ist hevorragend und trägt äußerst positiv zur Spielatmosphäre bei.
Das Spiel kann zwar an einem Tag durchgespielt werden, aber freispielbare "Orbital Frames"(Kampf-Roboter) und Level für den "VS mode" bieten einen Ansporn zum weiteren durchspielen. Im VS mode kann man gegen einen Computer oder einen Freund spielen, allerdings muss ich sagen, dass ich nicht wirklich viel mit meinem Freund gespielt hab, obwohl wir auch viel Spaß beim gegeneinander spielen hatten. "Missions" werden auch freigeschaltet und bieten viele Missionen bei der man mit der Stoppuhr festgelegte Bestzeiten unterbieten kann inklusive Überlebens-Modus.
Fazit:
Wenn man sich nicht gleich von dem anfangs scheinenden zu "Japanischen Look" des Spieles abschrecken lässt, findet man ein tolles, anspruchvolles, optisch (und musikalisch) beeindruckendes Action-Spiel mit Charakteren, die einem wirklich an Herz wachsen können. Da man es auch auf "Leicht" spielen kann, kann ich es einfach nur jedem empfehlen der über 12 Jahre alt ist (USK) und halbwegs weiß, wie man einen Controller in der Hand hält. Dieses Spiel ist locker unter meinen Lieblingsspielen aller Zeiten. Ein großartiges, aber leider auch zu kurzes Erlebnis.
***Etwaige Fehler sind zu entschuldigen. Ist außerdem schon länger her, seitdem ich zuletzt gespielt habe. Sorry.***