Spielidee:
Burgherr Gregor Gonzola (der Name erinnert nicht ganz zufällig an eine berühmte Käsespezialität) hat sein Anwessen verlassen. Hinterlassen hat der begnadete Feinschmecker eine sagenhafte Sammlung köstlichster Käsespezialitäten, die überall in der Burg verteilt sind. Der köstliche Ruf der Burg hat sich schnell unter den käseliebenden Nagern herumgesprochen, die nun in Scharen zur Burg pilgern, um ihren nicht enden wollenden Käsehunger zu stillen. Doch der Traum vom Festschmaus kann für die kleinen Geschöpfe schnell zum Alptraum werden. Der Käse hat die Bausubstanz des Gemäuers nämlich empfindlich geschädigt. Daher sind Einbrüche keine Seltenheit und so manche Maus landet wenn sie nicht sehr vorsichtig ist direkt in einer Mausefalle. Hat ein Spieler alle Mäuse verloren, endet das Spiel. Wer bis dahin den meisten Käse zusammengesammelt hat gewinnt.
Ausstattung:
Aus der Schachtel baut man zunächst die dreidimensionale Burg Appenzell mit ihren 4 Ebenen. Sie besteht aus Kellern, Gängen, Dächern und Türmen. Der Käse ist natürlich im Burginneren zu finden. Die Dächer machen es zunächst unmöglich, einen direkten Blick auf die Köstlichkeiten zu werfen. Weil der Spielplan beidseitig bedruckt ist, kann man zwei unterschiedliche Szenarien spielen. Die Mäuse entern die Burg über das Dach und gelangen so nach und nach ins Innere der Burg. Hier wird's gefährlich. Durch Verschieben und Öffnen des Bodens tun sich dunkle Löcher auf. Das Material ist toll gestaltet und weckt Neugier und Spielfreude. Die Burg lässt sich trotz vieler Teile schnell aufbauen und bespielen. Besonders niedlich sind die Mäuse, die richtig frech und unternehmungslustig aussehen.
Regelwerk:
Das Spiel beginnt, wer zuletzt eine Burg besichtigt hat. Schon damit heißt es, das Gedächtnis aktivieren und nachdenken. Damit sollte man bis zum Schluss nicht aufhören, denn nur der Spieler, der weiß wo die Löcher sind, kann ihnen durch geschicktes Taktieren ausweichen und den meisten Käse sammeln. Hier glänzen meist die Kinder mit ihrem guten räumlichen Gedächtnis und schulen zudem ihr planerisches Denken. Auch für Erwachsene ist es spannend zu verfolgen, was sich auf den unterschiedlichen Ebenen des Spieles bewegt. Nicht ganz einfach ist es, die unterschiedlichen Spielzüge am Anfang zu verstehen und umzusetzen. Manches erschließt sich erst beim Spiel. Ein schönes und komplexes Familienspiel.
Zielgruppe:
Familienspiel für 2-4 Spieler von 6 Jahren an. Durch die gute Merkfähigkeit der Kinder kommt es durch Kombination mit strategischem Denken (wo wir Erwachsenen oft glänzen können) zu einem echten Nachteilsausgleich. Da das Spiel immer wieder unterschiedliche Verläufe nimmt, bleibt es spannend und wird nicht langweilig. Ein schönes Familienspiel!