Arriba! Arriba!
In Mexiko dreht ein lustiges Eseltrio, das Hafertaler über alles liebt, seine Runden. Auf ihrem Weg rund um die Mühle tun die putzigen Tierchen nichts anderes als nach Herzenslust Hafertaler zu fressen. Doch weil alles, was vorn herein kommt, auch hinten wieder raus muss, heben die Esel alsbald den Schwanz, um sich ihrer Ballaststoffe auch wieder zu entledigen. Nun heißt es aufgepasst: Welcher Esel hat welche Hafertaler gefressen? Wenn die Esel erst einmal ein paar Runden gedreht und Dutzende von Talern jeglicher Couleur verspeist haben, ist es alles andere als leicht, gedanklich noch mit den niedlichen - und äußerst verfressenen - Vierbeinern Schritt zu halten. Bis der Sieger bei Los Mampfos, dem witzigen Merkspiel für die ganze Familie, fest steht, werden die Spieler noch so mancher Eselei aufsitzen.
Ausstattung
Völlig zu Recht findet sich das Spiel auf der Nominierungsliste für das Kinderspiel des Jahres 2006 wieder. Die originielle Idee der etwas anderen Memory-Variante und das schön aufgemachte Spielmaterial überzeugen auf der ganzen Linie. Das Spiel enthält 12 Trampelpfadplättchen aus haltbarer Hartpappe, 100 Hafertaler aus Holz in den Farben orange, rot, blau, grün und gelb, 40 witzig illustrierte Aktionskarten, drei niedliche Holzesel in den Farben weiß, grau und braun, fünf als Mühlrad gestaltete Drehscheiben, die mit einem Zeigepfeil versehen werden müssen, sowie die liebevoll aufgemachte und mit vielen Beispielen versehene, leicht verständliche Spielanleitung. Zoch empfiehlt das Spiel für zwei bis fünf Kinder ab sechs Jahren. Ein Spiel dauert je nach Anzahl der Mitspieler zwischen 20 und 30 Minuten, so dass die Aufmerksamkeitspanne jüngerer Spieler nicht überschritten wird. Die Zeit reicht bestimmt noch für eine Revanche!
Spielvorbereitung und -verlauf
Zunächst wird aus den 12 Trampelpfadplättchen ein kreisförmiger Rundgang ausgelegt, auf dem die drei Holzesel mit je drei Feldern Abstand platziert werden. In die Mitte des Parcours werden die Hafertaler gelegt. Jeder Mitspieler bekommt ein Mühlrad, an dem ein Zeigepfeil befestigt wird. Die 40 Aktionskarten werden alphabetisch absteigend sortiert neben dem Trampelpfad abgelegt. Der Spieler, der am besten einen Esel nachmachen kann, darf die oberste Aktionskarte aufdecken. Wenn ihm dabei der mampfende Esel begegnet, gilt es einen der Esel zu füttern. Die
Farbe der Karte gibt Aufschluß darüber, welcher Esel an der Reihe ist bzw. ob man sich einen der drei aussuchen darf. Die Karte verrät außerdem, wie viele Hafertaler der Esel zu fressen bekommt. Die Farben der Hafertaler darf sich jeder Spieler dabei selbst aussuchen. Er muss diese aber laut und deutlich für seine Mitspieler ansagen. Aufgrund ihrer Fressgewohnheiten ist die Mundform der Esel bereits bestens auf die Haftertaler abgestimmt, so dass diese vollständig im Bauch der gefrässigen Vierbeiner verschwinden. Hat der Esel gefressen, wird er noch die auf der Karte angegebene Anzahl an Feldern vorgezogen. Landet er dabei auf einem besetzten Feld, wird er einfach auf das nächste freie weiter gezogen.
Eine weitere Variante im Spiel ist die Karte des Esels, der ein Häufchen fallen lässt. Wiederum zeigt die Farbe der Karte an, welcher Esel betroffen ist bzw. ob der Spieler selbst einen Esel auswählen darf. Bevor der Spieler allerdings den Schwanz des betreffenden Esels hoch heben darf, stellen alle Spieler im Geheimen die Farbe der Hafertaler auf ihrem Mühlrad ein, von denen der Esel ihrer Meinung nach am meisten gefressen hat. Erst dann wird der Bauch des Esels vollständig geleert und die Hafertaler an die Mitspieler verteilt, deren Mühlräder in der Farbe mit den Talern übereinstimmen. Wenn mehrere Spieler dieselbe Farbe eingestellt haben, müssen sie sich die Taler teilen. Dabei kann es auch passieren, dass ein Spieler leer ausgeht, weil seine gewählte Farbe nicht vertreten war. Bleibt ein Rest übrig, wurde eine Farbe gar nicht erst getippt oder konnten die Taler einer Farbe nicht auf alle betroffenen Spieler aufgeteilt werden, werden diese übrig gebliebenen Hafertaler sofort wieder an den Esel verfüttert.
Das Spiel geht so lange weiter, bis ein Mitspieler die Karte mit dem Stopp-Schild aufdeckt. Jeder Esel darf noch ein letztes Häufchen machen, so dass die Spieler eine letzte Chance haben, an die heiß begehrten Hafertaler zu kommen. Gewonnen hat der Spieler, der die meisten Hafertaler sein eigen nennen kann. Wenn mehrere Spieler die gleiche Anzahl an Talern erlangt haben, haben sie gemeinsam gewonnen
Wichtig ist, was hinten rauskommt
Bei Los Mampfos sind gutes Konzentrationsvermögen und Merkfähigkeit gefragt. Die Esel sind ständig in Bewegung und wechseln immerzu ihre Position. Da ist es gar nicht so leicht, den Überblick zu behalten, welcher Esel mit welchen Hafertalern gefüttert wurde. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die Esel auch mit vielen verschiedenfarbigen Talern gleichzeitig gefüttert werden können. Wer beim Häufchen machen der Esel die Nase vorn haben will, muss erstens ein gutes Gedächtnis haben und zweitens über ein ausgewiesenes Maß an Taktik verfügen. So kann es beispielsweise sinnvoll sein, sich nicht die häufigste Farbe, sondern die zweit- oder gar dritthäufigste Talerfarbe in einem Eselsbauch zu merken. Die Chancen, dass man damit bei der Wertung allein da steht und mehr Hafertaler erhält als die Spieler, die sich die häufigste Farbe teilen müssen, stehen gar nicht so schlecht. So manch einer, der fest zu wissen glaubt, welche Taler in welchem Esel stecken, wird noch große Augen machen, wenn ganz andere zum Vorschein kommen als erwartet. Insbesondere die Kinder haben ihren Spaß daran, wenn sich die Erwachsenen schwer tun, bei den ganzen Eseleien am Ball zu bleiben. Ein intelligentes Merkspiel für die ganze Familie, bei dem der Spielspaß garantiert nicht zu kurz kommt.