Ich habe dieses Buch zur Vorbereitung aufs 2. Staatsexamen als ersten Einstieg ins ZPR genutzt. Ich vergebe drei Sterne. Zwar zeigt Gehrlein den gesamten klassischen Stoff und spricht dabei sogar eher exotische Dinge wie die Gegenvorstellung an. Allerdings geht dies oft zu Lasten der Tiefe. Dies scheint dem Autor auch klar zu sein, nutzt er doch vom übrigen Text durch die kleine Schrift abgehobene "Beispiele", die oft nicht den vorangegangenen Text verdeutlichen oder vertiefen, sondern sich stattdessen mit neuen, anderen Problemen befassen. Mit anderen Worten: Statt "Beispiel" drüber zu schreiben, sollte man eher den normalen Text weiter untergliedern. Manchmal sind die angeführten Beispiele aber auch wieder so speziell, daß der Leser sich fragt, a) kann ich mir das merken?, b) muß ich mir das merken?
Soweit ich weiß, ist das Buch aus einem Vorlesungsskript hervorgegangen. Das merkt man auch. Zwar werden alle Punkte mal angesprochen, und auch beispielhaft ein oder zwei Urteile angeführt. Mehr als eine Einführung in das ZPR wird damit aber nicht geboten. Fürs 1. Staatsexamen reicht das sicherlich. Die im Vorwort ebenfalls als Zielgruppe angesprochenen Referendare brauchen aber mehr.