Kashmir, eine dänische Band, die sich vielleicht ein bisschen wir Radiohead oder Travis anhören, ist mit "Zitilites" (phonetische Schreibweise für "Citylights") nach ihrem 99er Album "The Good Life" erneut ein großartiges Album gelungen. Dabei handelt das Album nach Informationen der Band über ihre Gedanken und das Großstadtleben in Kopenhagen. Die Öffnungsnummer "Rocket Brothers", gleichzeitig die erste veröffentlichte Single des Albums (zumindest in Dänemark) beginnt mit einem leisen Gitarrenriff, um dann kurze Zeit später Platz für die grandiose Stimme von Kasper Eistrup zu machen. Dann geht es über "Surfing The Warm Industry", der zweiten Singleauskoppelung, das eher etwas rhytmusorientiert ist zu "The Aftermath", einem meiner Lieblingslieder der Platte. Spätestens, wenn Kasper in "Ramparts" "Nothings in your way and no one's out to save you, when your world is coming down and your ramparts hit the ground" singt, versteht man, wieso man diese Musik einfach nur lieben muss. "Ramparts" ist mein persönliches Lieblingslied der Platte.
Bleibt nur zu hoffen, dass Kashmir nicht das gleiche Schicksal wie die ebenfalls dänischen "Junio Senior" ereilt, die in den letzten Wochen und/oder Monaten auf RTL II pausenlos rauf und runter gespielt wurden. Dann ist es doch besser, dass sie, auch wenn sie in Dänemark eine der bekanntesten, wenn nicht die bekannteste dänische Band sind, in Deutschland im hintersten Regal eines Importplattenladens stehen.