oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
 
Alle Angebote
58 Angebote ab EUR 6,10

Möchten Sie verkaufen?
Hier verkaufen
 
   
Zirkuszone. Roman
 
Größeres Bild
 

Zirkuszone. Roman (Gebundene Ausgabe)

von Jachym Topol (Autor), Milena Oda (Autor), Andreas Tretner (Autor)
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
Preis: EUR 24,80 Kostenlose Lieferung. Siehe Details.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Gewöhnlich versandfertig in 6 bis 8 Tagen.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.

48 neu ab EUR 24,80 10 gebraucht ab EUR 6,10
Suhrkamp-Insel-Shop bei Amazon.de
Hier finden Sie Neuheiten des Verlags, Taschenbuch-Highlights, Bücher im Großdruck, Schullektüren und mehr. Hier klicken

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch

Anarchy in the UKR

Anarchy in the UKR

von Serhij Zhadan
EUR 10,00
Der Scherz: Roman

Der Scherz: Roman

von Milan Kundera
4.3 von 5 Sternen (13)  EUR 10,00
Moscoviada

Moscoviada

von Juri Andruchowytsch
5.0 von 5 Sternen (1)  EUR 22,80
Depeche Mode

Depeche Mode

von Serhij Zhadan
4.0 von 5 Sternen (4)  EUR 10,00
Tränenfabrik

Tränenfabrik

von Valzhyna Mort
5.0 von 5 Sternen (1)  EUR 10,00
Weitere Artikel entdecken

Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 316 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 1 (14. März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518418874
  • ISBN-13: 978-3518418871
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,2 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 602.852 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im ehemaligen Adelssitz von Si?em, einem Städtchen östlich von Prag, kümmern sich Nonnen um verlassene Kinder, die es aus verschiedenen Ländern hierher verschlagen hat. Unter ihnen ist auch der zwölfjährige Russe Ilja. Die flüchtenden Eltern haben ihn und seinen behinderten kleinen Bruder zurückgelassen. Der Alltag der Kinder ändert sich jäh, als Soldaten das »Heimdaheim« stürmen und die katholischen Schwestern deportieren. Unter der Leitung des Kommandanten dominiert ein militärischer Drill. Bücher werden verbrannt, die Vergangenheit umgeschrieben und Ilja zum Saboteur ausgebildet. Als Gerüchte über eine bevorstehende Invasion der Armeen der Warschauer-Pakt-Staaten Si?em erreichen, bricht im Heim Chaos aus. Viele Jungen schließen sich den Rebellen in der »Si?emer Autonomen Zone« an. Ilja entdeckt auf einem einrückenden sowjetischen Panzer seinen Vater, Hauptmann Jegorow. Als Dolmetscher und Kartenleser lotst Ilja die Okkupanten durch die verwüstete Landschaft, in der Zwerge, tote Giraffen und Kamele auftauchen: versprengte Teile eines sozialistischen Musterzirkus aus der DDR. Die Geschichte, wie schließlich tschechische Einheiten nach Bayern eindringen und einen Dritten Weltkrieg heraufbeschwören, der die »Zirkuszone« auslöschen wird, ist weit mehr als Karneval und Satire.


Über den Autor

Andreas Tretner, geb. 1959 in Gera ist Übersetzer u.a. von Boris Akunin und Vladimir Sorokin.

Tags

 (Was ist das?)
Bei einem Tag handelt es sich um ein Schlagwort, das zum Produkt passt.
Tags erleichtern allen Kunden die Suche und die Sortierung ihrer Lieblingsprodukte.
 

 

Kundenrezensionen

1 Rezension
5 Sterne:    (0)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
4.0 von 5 Sternen (1 Kundenrezension)
 
 
 
 
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
Die hilfreichsten Kundenrezensionen

 
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Topologie einer Fuchsjagd, 16. Juli 2007
Von Alois Hartl (Prag) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Jáchym Topol, geboren 1962, gilt in Tschechien gemeinhin als der bedeutendste Vertreter seiner Schriftstellergeneration. Der Sohn des Dramatikers Josef Topol hatte sich bereits in jungen Jahren im sog. Underground einen Namen gemacht, wo er, einer der jüngsten Unterzeichner der Charta 77 und folglich mit den üblichen Repressalien belegt, sich etwa durch die Herausgabe der alternativen Zeitschrift Revolver Revue oder das Verfassen von Protestsongs hervortat. Nach der Wende begann er sich als Erzähler zu profilieren, was in seinen wüsten Debutromanen Engel EXIT (1997) und Die Schwester (1998) nachhaltigen Niederschlag fand und ihn in der tschechischen literarischen Szene zum Kultautor und bald auch international zum Aushängeschild junger tschechischer Literatur avancieren ließ. Der Suhrkamp Verlag hat nun mit dem Roman Zirkuszone nach Nachtarbeit (2003) die 4. auf Deutsch erschienene Arbeit Jáchym Topols vorgelegt.

Ähnlich wie in Nachtarbeit bilden auch für Zirkuszone die Ereignisse um das Jahr 1968 in der damaligen Tschechoslowakei den zeitgeschichtlich  historischen Hintergrund. Dass die Erzählung deshalb aber im Stile Vieweghscher Hundejahre in allzu flaches Fahrwasser geraten könnte, scheint bei Topol von vorne herein ausgeschlossen, wie überhaupt jegliches Epigonale, geschweige denn Triviale, dem jungen Wilden, Formanarchisten und stilistischen Revolutionär abhold sein sollte.

Doch gerade in dieser Hinsicht löst die Erzählung zunächst Iritationen aus. Die Waisenhausatmosphäre, in der der Ich-Erzähler seine tristen Kindheitsjahre fristet, erinnert stark an Agota Kristofs Neo-Naturalismus, wenngleich Topol die Schilderung der emotionalen und sozialen Verwahrlosung der Zöglinge fraglos überzeugend gelingt. Der Teufelskreis gesellschaftlichen Elends und menschlicher Verrohungsmechanismen wurde in der Literatur nun aber doch schon hinlänglich thematisiert, angefangen bei Emile Zola bis hin zu erwähnter Agota Kristof.

So nimmt man dankbar zur Kenntnis, dass Topols Eöffnungskapitel offensichtlich nur als Zitat oder literarische Reminiszenz verstanden werden will, der noch anderes folgen soll. Die bigotten Klosterschwestern samt ihren rabiaten Erziehungsmethoden (Teerwasser gurgeln!) werden schon bald, der Leser wähnt sich im Jahre 1948, ihrer Erziehungsaufgaben enthoben und durch nicht minder fragwürdiges Personal ersetzt, kommunistische Veteranen aus dem 1. Weltkrieg, die dem Waisenhaus jeglichen religiösen Muff austreiben und dafür frischen ideologischen Wind machen, in Form paramilitärischer Ausbildungseinheiten, denen sich die Schutzbefohlenen mit wachsendem Enthusiasmus unterziehen. Ödön von Horvaths Jugend ohne Gott lässt hier grüßen und ein weiteres Déjà-lu scheint dem vermeintlich so wilden und originären Topol nachgewiesen.

Erst nachdem diese nicht ganz unerhebliche Lesestrecke bereits absolviert ist, und man sich unversehens im Jahre 1968 wiederfindet, wird klar, dass der Titel des Romans nicht nur "Teerwasser gurgeln" (tschechisches Original) oder "Zirkuszone" sondern auch "Fuchsjagd" heißen könnte. Topols Spiel mit falschen Fährten ist nämlich nahezu programmatisch, genau wie seine hinterlistige Art getarnte Klischees aufzugreifen um sie irgendwann später klammheimlich im Sande verlaufen zu lassen: Aha, ein moderner Simplizissimus  freilich, das tschechische Trauma vom nie geführten Krieg  was wäre eigentlich aus dem Prager Frühling geworden, wenn...

Alles schillernde Seifenblasen, illusionistisches Geplänkel, das Topol nur als Staffage für seine literarische Zirkuswelt dient. Eine Welt, die bevölkert ist von Dresseuren und Dressierten, Raubtieren und Dompteuren, aberwitzigen Kaskadeuren und lächerlichen Clowns, Tänzerinnen und Gnomen. Zirkuszone ist für Topol nicht nur die vordergründige  wenngleich brillante  Groteske einer verzweifelten russischen Suche nach einem ostdeutschen Wanderzirkus, wie der Leser auf der zweiten Lesestrecke erfährt, sie ist vielmehr der wahre Rahmen, der die zunehmend abstruseren Handlungselemente fasst. Sie fungiert als Manege für eine Welt, in der der Schein über das Sein und Vordergründiges über Hintergründigem steht. Sie mutiert zum Sinnbild einer menschlichen Sphäre, der jeglicher Sinn abhanden gekommen ist, in der Kreisbewegungen dominieren, Stereotypen, Abgeschmacktheiten. Aber sie erweist sich auch als Zone des Spiels, Topols literarischen Spiels mit den Versatzstücken einer absurden Realität, die den Schriftsteller längst nicht mehr in Erklärungsnot als vielmehr in Spiel- und Erzähllaune bringt.

Topols Zirkuszone ist deshalb ein im besten Sinne moderner Text, eine durchaus originelle Spielart absurder Erzählformen. Der Roman sei fortgeschrittenen Lesern empfohlen und solchen, die auf der Suche nach moderner tschechischer Literatur jenseits Vieweghscher Bestsellerromane sind.
Kommentar Kommentar | Kommentar als Link | War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein (Rezension unzumutbar?)


Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
 
 
 
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen



Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen. Meinungen austauschen. Neues erfahren.
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
   
Ähnliche Foren
  • romane  (1023 Diskussionen)


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:









Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar


Für Sie dokumentiert

 (Was ist das?)

Sobald Sie sich Produktseiten oder Suchergebnisse angesehen haben, finden Sie diese Seiten zu Ihrer Information hier aufgeführt.