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Kundenrezensionen

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3,0 von 5 Sternen
Format: TaschenbuchÄndern
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am 10. November 1998
Die Menschen in den Büchern von Leon de Winter sind stets hungrig - körperlich nach Essen, Sex, Alkohol oder geistig nach religiöser Erkenntnis. In seinem Roman "Zionoco" zeigt sich der 42jährige Niederländer sexbesessener, aber auch religiöser denn je. Er erzählt die Geschichte Sol Mayers, eines aus Amsterdam nach New York emigrierten Rabbiners, den eine Frau und ein liberaler Zeitungsartikel aus dem Gleichgewicht und um seine Position bringen. Wie schon in seinen früheren Romanen "Hoffmans Hunger" (1994), "SuperTex" (1994) und "Serenade" (1996) gelingt es de Winter mit meisterlicher Leichtigkeit und untrüglichem Gespür für Dramaturgie, fesselnd, amüsant und farbenfroh zu erzählen. Dennoch hält das Buch dem Vergleich mit "Hoffmans Hunger" und "Serenade" nicht stand. Es beginnt damit, daß Sol Mayer sich in eine Sängerin verliebt, deren erotischer Ausstrahlung er sich nicht entziehen kann. In seiner eigenen Ehe findet seit über einem Jahr kein Sex mehr statt, und so gerne sich Mayer das Lechzen nach dem fremden Körper verböte, es gelingt ihm nicht. Zugleich wird sein Schwager dabei ertappt, wie er es mit der Tochter seines Hausmädchens hemmungslos auf dem Küchentisch treibt. Beide Männer sind in ihrem materiellen Wohlstand von ihren Frauen abhängig, da sie reich geheiratet haben. An seinem Schwager sieht Sol also, welcher Abstieg ihm droht - und kann sich doch nicht bezähmen. Sein Penis führt ein Eigenleben, da helfen auch die beharrlich zitierten Talmudverse nichts. Und so erledigt Sol Mayer sich selbst, ganz wie sein Vater es tat. Er treibt es mit einer anderen und wird erwischt. Sein liberaler, anti-chassidischer Artikel in einer jüdischen Zeitung hatte dazu geführt, daß seine Gegner ihn von Detektiven beschatten ließen. Videobänder seiner Sextreffen mit der Sängerin gingen an alle wichtigen Leute. Den Rest der Geschichte erfährt der Leser erst aus der Rückschau. Wie sein Vater flüchtet der Sohn in die ehemalige niederländische Kolonie Surinam. Dort, am Fuße des Berges "Zionoco", findet er seinen sterbenden Vater und einen von diesem zum Judentum bekehrten Indianerstamm vor, dessen Rabbiner er wird - gewiß ein etwas abwegiges Ende.
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am 29. Mai 2003
Der Roman "Zionoco" führt den Leser durch das ganze Spektrum menschlicher Emotionen.
Sol Mayer, Rabbiner der größten Synagoge in New York besitzt ungefähr acht goldene Kreditkarten. Dieser Reichtum schenkt ihm aber keine Zufriedenheit. Anstatt sich seines privilegierten Lebens zu erfreuen, gerät der Rabbi von einer Schwierigkeit in die andere.
So versucht Sol die Ehe seines Schwagers zu retten, was gründlich daneben geht. Diese Episode gehört zu den komischen Passagen des Romans.
Wirklich traurig ist die Geschichte des kleinen Joel, der mit elf Jahren an Krebs stirbt. Anrührend ist auch teilweise die Vergangenheit des Rabbis, der fünfzehn war als seine Mutter starb. Seit diesem Zeitpunkt hatte Sol zu seinem Vater ein gestörtes Verhältnis. Er leidet darunter, daß sein Vater in Surinam in einem Fluß ertrank, bevor die beiden ihre Beziehung verbessern konnten.
Dazu kommt, daß Rabbi Sol Ärger mit der chassidischen Gemeinde hat und daß seine Ehe ebenfalls unglücklich ist. Er sucht Trost bei einer Aushilfssängerin, die ihren Lebensunterhalt als Kellnerin verdient, obwohl sie Astrophysikerin ist. Die Episode in der sich die beiden über Gott und das Weltall unterhalten hat mich ausgesprochen gelangweilt. Allen, denen es ebenso geht, sei gesagt, daß der Roman danach wieder unterhaltsamer wird. Pech für Rabbi Mayer, daß es zwischen ihm und der Kellnerin nicht bei weltanschaulichen Gesprächen bleibt. Diese Affäre ist der Auslöser dafür, daß sich der New Yorker Star-Rabbiner -wie einst sein Vater- in Surinam wiederfindet.
Mir gefällt das Buch, weil es eine unterhaltsame Mischung aus absurden, komischen, traurigen und ernsten Momenten bietet und es eine mit einem Augenzwinkern geschriebene Hommage an das Leben ist.
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am 24. August 2000
Ich habe dieses Buch geliebt. Ich habe dieses Buch verschlungen (obwohl ich eher ein langsamer Leser bin). Ich habe mir beim Lesen schon überlegt, welches Buch von de Winter ich als nächstes lesen werde. Und ich habe de Winter als meine persönliche, neue literarische Entdeckung gefeiert. Denn Leon de Winters Roman "Zionoco" ist ein unheimlich mitreißendes, temporeiches, gut komponiertes, sprachlich ansprechendes und kluges Buch. Und ein Buch, das eine wirkliche, erzählte Geschichte beinhaltet - so detailreich geschildert, dass "Zionoco" ohne Probleme als Drehbuch herhalten könnte.
Dennoch: Als ich das Buch am Ende zuklappte, war ich nur noch enttäuscht und sogar wütend. Jedenfalls so durch den Wind, dass ich de Winter erstmal von meiner künftigen Leseliste streichen werde. Der Grund: das Buch hat einen zweiten Teil. Und dieser weicht - weniger in seiner Qualität, so aber von seiner Geschichte und der Personenentwicklung her - so unheimlich deutlich vom ersten Teil ab, dass selbst geübte, aufgeschlossene Leser sich nur wenig bis gar nicht damit identifizieren oder gar anfreunden können. "Zionoco" hätte dieses Ende nicht verdient.
Es gibt eine wunderbare Passage in diesem Roman, in dem der Protagonist - der New Yorker Rabbi Sol Mayer - endlich mit der jungen Frau zusammenkommt, die er zu Beginn des Romans kennenlernt und in die er sich leidenschaftlich, obschon etwas schuljungenhaft verliebt hat. Diese Passage markiert gleichsam ein Omega - um in der in diesem Buch oftmals bemühten religiösen Terminologie zu sprechen - des Romans, der auf der ersten Seite in der ersten Begegnung Sols mit dieser Frau sein Alpha hatte. Jemand sagte in diesem Forum, man solle den Roman nach dem ersten Teil weglegen. Jene Passage beendet das vorletzte Kapitel des ersten Teils, ziemlich genau nach drei Vierteln des Buches. Man sollte den Roman danach wirklich zur Seite legen, um sich den Zauber von "Zionoco" zu bewahren.
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am 2. Dezember 1999
Anfangs ist Zionoco sicherlich ein lesbares Werk. Ein einsamer Rabbiner, einsam auch in seiner Ehe, der auf der Suche ist. Ziemlich verzweifelt sucht er einen Weg, aus dieser Tristesse seienr angeheirateten Familie und dem Tod seines Vaters auszubrechen. Als er zufällig eine Sängerin trifft, scheint sich ihm ein Weg zu öffnen.
Im zweiten Teil dann wird das Buch aber zu unglaubwürdig. Ein Indianerstamm, der jiddisch spricht, seinen totgeglaubten Vater verehrt, und ihn als neuen Rabbiner aufnimmt, ist doch zu weit hergeholt. zumal es einen klaren Bruch mit der realistischen, gut nachvollziehbaren Geschichte des ersten Teiles darstellt. Jedem Leser ist zu empfehlen, daß er das Werk nach dem ersten Teil zur Seite legt. Dann könnte Zionoco der Lesegenuß bleiben, der er anfangs zu sein scheint. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 13. Februar 2010
Mein erstes Buch von Leon de Winter war "Sokolows Universum". Das war ein Fehler. Ich hatte danach erwartet, alle seine Bücher seien so gut. Himmel über Hollywood und Supertex sind ganz nett, Unterhaltungsliteratur eben, aber schon Leo Kaplan hat mich wütend gemacht, weil de Winter kleine Ideen, die vielleicht gut für eine Kurzgeschichte wären, zu ellenlangen Romanen auswalzt.
Und jetzt dies: Zionoco ist langweilig, uninteressant und literarisch flach.
Schade ums Papier.
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am 6. Januar 2007
Wieder geht es in de Winters Roman rund zu. Der Protagonist versucht sich selber, beziehungsweise seinen Vater zu finden in einer überaus komplexen Geschichte die ganz leicht geschrieben ist. Es ist immer wieder wie ein Wunder, dass de Winter es schafft seine beschriebene Welt dem Leser in dieser Leichtigkeit vor Augen zu führen. Dieses Werk hat sehr viel Tiefgang und ist wirklich zu empfehlen.
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am 9. August 1999
Das Buch Zionoco führt den Leser in die Welt eines sexbessesenen Rabieners Sol Meyer, der Opfer seiner Selbst wird. Ein Konflikt zwischen chassidischen und liberalen Juden löst er mittels eines Zeitungsartikels aus. Dieser Konflikt ist der Auslöser, der sein Schicksal besiegelt. Die Lawine ist nicht mehr aufzuhalten. Seine Ehe zerbricht, er verliert seine Rabinereinstellung, seine Geliebte verläßt ihn und er verfällt dem Alkohol. Erst im Jungle findet er wieder zu sich und wird Rabiner von einem konvertierten Indianerstamms.
Genauso verwirrend, wie die Zusammenfassung ist dieses Buch. Ereignisse überschlagen sich und nur die häufig auftretenden Sexszenen, die sehr detailiert beschrieben sind, scheinen einen roten Faden für den Inhalt darzustellen. Die eigentliche Geschichte ist eher flach und übertreibt in jeglicher Hinsicht. Reiche sind gleich Rockefeller, gläubige Juden sind gleich Fanatiker. Ebenfalls stört das dauernde Einfliessenlassen von jüdischen Sprüchen, Gebeten und jiddischer Sprache, die zum Teil nicht einmal in den Zusammenhang passen oder/und falsch übersetzt sind.
Zusammenfassend läßt sich sagen, nur wer offen ist für das Ungewöhnliche und gerne in dunkle Fantasien taucht, sollte dieses Buch lesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 14. Januar 2014
Wie bei Leon de Winter üblich viele Erläuterungen und Schilderungen jüdischer Sitten, Sprech- und Denkweisen, in diesem Werk aber nicht so dick aufgetragen wie in seinen früheren, sondern nur gelegentlich eingestreut in eine ansonsten recht flott und spannend geschriebene Geschichte
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