Zimt und Koriander 2003

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35 Jahre nachdem seine griechisch-stämmige Familie aus der Türkei fliehen musste, reist der Grieche Fanis ans Sterbebett seines türkischen Opas ins Nachbarland. Dort Überkommen ihn Erinnerungen an glücklichere Tage, die kulinarischen Freuden der Kindheit und die kleine Saime, mit der er wunderbare Nachmittage auf dem großväterlichen Dachboden verbrachte.

Darsteller:
Georges Corraface,Ieroklis Mihailidis
Laufzeit:
1 Stunde, 43 Minuten

Verfügbar auf unterstützten Geräten

Zimt und Koriander

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Details zu diesem Titel

Genre Drama, International
Regisseur Tassos Boulmetis
Darsteller Georges Corraface, Ieroklis Mihailidis
Nebendarsteller Renia Louizidou, Stelios Mainas, Tamer Karadagli
Studio Universum Film
Altersfreigabe Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Rechte nach dem Kauf Sofort streamen und auf zwei Geräte herunterladen Details
Format Amazon Instant Video (Streaming und digitaler Download)

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

64 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENTTOP 50 REZENSENT am 3. August 2009
Format: DVD Verifizierter Kauf
Lieblingsfilme und -bücher verdanken wir oft dem Zufall. Und diese wunderschön inszenierte Geschichte des griechischen Regisseurs Tassos Boulmetis wäre vielleicht nie in meine Sammlung gekommen, wenn ich einen Freund nicht nach Beispielen für computergenerierte Filme gefragt hätte. Denn ohne zu zögern meinte er, dieses Exempel müsse ich mir zuerst anschauen, auf mich wirken lassen und danach die Extras anklicken. Vor allem "Special Effects Featurette". Aber bevor ich darauf eingehe, doch noch einige Worte zum Inhalt.

Die Geschichte spielt in der Türkei und in Griechenland der 60er-Jahre, als viele Griechen dazu gezwungen wurden, Istanbul zu verlassen. Fanis, ein griechischer Astrophysiker will 30 Jahre später seinem schwer erkrankten Großvater, der für sein Leben so prägend war, nochmals einen Besuch abstatten. Damit beginnt eine Reise in seine eigene Kindheit, in eine verlorene Zeit. Und selbst Zuschauer, die mit der Problematik des griechisch-türkischen Konflikts nichts zu tun haben, können sich nicht dagegen wehren, Fanis zu begleiten. Das liegt natürlich daran, dass die Darstellung von Kindheitserlebnissen immer auch eigene Erinnerungen abrufen und wohl jeder gerne einen Großvater gehabt hätte, wie er uns in diesem Film begegnet. Aber Tassos Boulmetis ist auch ein großer Meister im Inszenieren von Gefühlen, indem er mit starken Zeichen, Archetypen und überzeitlichen Metaphern arbeitet. Und wie er die Sinnlichkeit des Lebens an Gewürzen festmacht, ist schlicht und einfach großartig.

Großartig finde ich aber auch, wie der Regisseur und seine Truppe die Möglichkeiten des Computers nutzen.
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71 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Lothar Hitzges am 1. September 2006
Format: DVD
Der Grieche Fanis lebte mit seinen Eltern und seinem türkischen Großvater Ende der fünfziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts in Istanbul. Sein Großvater hatte einen wunderbaren Gewürzladen. Er erzählte und erklärte dem jungen Fanis viel über Gewürze und ihre Wirkung beim Kochen und auf Menschen.

Als die Spannungen zwischen Griechen und Türken wegen Zypern wieder einmal zunehmen, muss seine Familie nach Griechenland ausreisen. Nicht nur sein Großvater bleibt zurück, auch seine liebgewonnene Freundin. In Griechenland sind sie die Fremden. Was ihm geblieben ist, ist seine Freude am Kochen. Aber er wird von Beruf Professor in Astronomie.

Die Jahre vergehen. Immer wieder soll der Opa zu Besuch kommen. Doch dies scheitert meist an seiner Gesundheit bzw. an den politischen Umständen. Alsdann die Nachricht eintrifft, das sein Großvater im Sterben liegt, reist er nach Istanbul und hat noch Gelegenheit ihn lebend anzutreffen. Auch seine Freundin von damals trifft er wieder und für einen Augenblick scheint die Uhr wie fünfunddreißig Jahre zurückgedreht.

Der feinfühlige Film zeigt ein friedliches Miteinader von Griechen und Türken in Istanbul. Das Würzen der Speisen, das gemeinsame Kochen und Essen zeigt viele feine Unterschiede, die aber nicht trennen, sondern bereichern. So könnte dies für eine Art Metapher stehen, dass eine Priese fremder Menschen, das Miteinander bereichern, würzen und anregen kann.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Paula Rebecca Huchting am 27. September 2009
Format: DVD
Wer gutes Essen und gute Geschichten mag, der kommt bei diesem Film voll auf seine Kosten. Gewürze erklären die Welt und den Kosmos und und und.
Nebenbei werden die Konflikte zwischen Griechenland und der Türkei erklärt und welche Folgen das, für in der Türkei lebende Griechen hatte. Ein wirklich toller Film!
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54 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ranunkel am 19. März 2008
Format: DVD
... lautet der griechische Titel und jeder Kenner der griechischen Geschichte weiß, welche Stadt damit gemeint ist.
Hauptsächlich handelt der Film von einer verlorenen Heimat (Byzanz) und schmerzhaften Trennungen, aus der Erinnerung eines nunmehr erwachsenen Mannes. Eher im Hintergrund spielen Vertreibung/ Zwangsumsiedlung und das Zerbrechen sozialer Strukturen eine Rolle.
Das Drehbuch: Der in Athen lebende griechische Astrophysiker Fannis, wartet zum wiederholten Mal vergeblich auf den angekündigten Besuch seines Großvaters. Er hat ihn zuletzt als Kind gesehen, kurz bevor die griechische Familie gezwungen wurde ihre Heimat Konstantinopel zu verlassen, weil sie nicht bereit waren, nach der türkischen Zwangseinbürgerung auch ihren christlichen Glauben aufzugeben.
Er erfährt, dass der Großvater schwer erkrankt ist und macht sich selbst auf die Reise in die alte Heimatstadt, die er seit der Vertreibung nie wieder gesehen hat.
In Rückblenden wird gezeigt, wie Fannis Großvater, ein Gewürzhändler, ihn in die Geheimnisse der Gewürze und des Lebens einweihte sowie die letzten Tage der Familie in ihrer Heimat.
Kurz darauf wird Fannis Familie - wie viele andere- zur Umsiedlung gezwungen. Sie verlassen, lediglich mit einem Koffer ihres Habes, für immer Konstantinopel und müssen neben den gesamten restlichen Besitz auch den griechischen Großvater zurücklassen. Erst später erfährt man, dass der Großvater seinen Glauben und damit einen wichtigen Teil seiner Identität als Konstantinopolit verleugnen und auf seine Familie verzichten musste, um in der Heimat bleiben zu können.
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