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Das Zimmer meines Sohnes
 
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Das Zimmer meines Sohnes

Nanni Moretti , Laura Morante    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nach den stark autobiografisch eingefärbten, fast schon essayistischen Filmen Liebes Tagebuch und Aprile hat Nanni Moretti nun mit Das Zimmer meines Sohnes seinem von ihm selbst verkörperten Alter Ego Michele Apicella erst einmal den Rücken zugekehrt. Er tritt zwar auch hier wieder selbst in einer der Hauptrollen auf, doch anders als zuvor dreht sich nicht mehr alles nur um ihn. Die radikale Subjektivität der früheren Filme ist dem Bemühen gewichen, ein möglichst differenziertes Bild einer in eine tiefe Krise geratenen Familie zu zeichnen. Und wo Moretti zuvor erst einmal polarisierte und provozierte, zeigt er sich nun als sensibler und zurückhaltender Beobachter menschlicher Stärken wie Schwächen.

In den ersten Minuten von Das Zimmer meines Sohnes beschwört Moretti ein familiäres Idyll herauf, wie es harmonischer kaum sein könnte. Zwischen dem Psychoanalytiker Giovanni (Nanni Moretti) und seiner Frau Paola (Laura Morante) scheint es nicht die geringsten Dissonanzen zu geben; und auch zu ihren beiden fast schon erwachsenen Kindern, Irene (Jasmine Trinca) und Andrea (Giuseppe Sanfelice), haben sie ein ausgezeichnetes Verhältnis, das von Verständnis und Anteilnahme genauso wie von gegenseitigem Respekt geprägt ist. Doch dann kommt Andrea bei einem Tauchunfall ums Leben -- und alles bricht von einem Moment auf den anderen zusammen.

Meist ist der Tod im Kino nur ein dramatischer Moment im actionreichen Geschehen oder eben der letzte tragische Schlusspunkt, auf den alles zusteuert. In Das Zimmer meines Sohnes ist er wie auch in dem fast zur gleichen Zeit in Amerika entstandenen In the Bedroom der Kern der Erzählung. Mit äußerster Behutsamkeit zeichnet Nanni Moretti die Verheerungen auf, die er bei den Zurückbleibenden hinterlässt. Dabei wahrt er die ganze Zeit eine von Pietät erfüllte Distanz, die das Leid seiner Figuren für den Zuschauer transparent werden lässt ohne es auszubeuten. Moretti fängt einfach nur die Trauer, das Unverständnis, die Wut und die Verzweiflung der Hinterbliebenen unkommentiert ein, weshalb man sie ganz unvermittelt erlebt und nach und nach seine eigene Haltung zum Tod findet. --Sascha Westphal

Video Jakob Kurzinhalt

Ein perfektes Mittelstandsleben führt Giovanni, mit seiner Frau und seinen zwei Kindern. Als sein Sohn ums Leben kommt, gerät Giovannis Leben aus den Fugen. Doch nachdem Trauer und Verlust den Familienkern zu sprengen drohen, wagt er einen neuen Schritt in die Normalität.

VideoMarkt

Als der heranwachsende Sohn Andrea bei einem Tauchunfall stirbt, gerät das Leben einer italienischen Mittelstandsfamilie aus dem Ruder. Vater Giovanni macht sich Vorwürfe, für seine Psychoanalytikerpraxis den Sohn vernachlässigt zu haben, Mutter Paola versucht manisch, Andreas letzte Urlaubsbekanntschaften ausfindig zu machen, und Tochter Irene lässt ihren Aggressionen beim Basketball freien Lauf. Erst nachdem die drei ihre Trauer bis zum Äußersten ausgereizt haben, erscheint am Horizont ein Schimmer der Normalität.

Video.de

Auf den letztjährigen Filmfestspielen in Cannes wurde das bewegende Drama von Regisseur und Hauptdarsteller Nanni Moretti mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. Nicht die einzige Trophäe für Morettis ("Aprile") bislang gelungenste und unpolitischste Arbeit. Neben ihm liefert auch die brillante Laura Morante als Paola eine wahre Tour de Force der Gefühle ab. Trotzdem gleitet dieses anrührende Werk nie ins kitschige ab. Nicht zuletzt wegen der vielen messerscharf beobachteten Details ein Top-Tipp für Cineasten. Taschentücher bereithalten!

Blickpunkt: Film

Als der heranwachsende Sohn bei einem Tauchunfall stirbt, läuft das Leben einer italienischen Mittelstandsfamilie aus dem Ruder. Bewegendes Drama von Regisseur und Hauptdarsteller Nanni Moretti, das in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde.

Blickpunkt: Film Kurzinfo

Bewegendes, mit der Goldenen Palme ausgezeichnetes Melodram über eine italienische Familie, die mit dem Unfalltod des Sohnes fertigwerden muss.

Kurzbeschreibung

Ein perfektes Mittelstandsleben führt Giovanni, mit seiner Frau
und seinen zwei Kindern. Als sein Sohn ums Leben kommt, gerät Giovannis Leben aus den Fugen. Doch nachdem Trauer und Verlust den Familienkern zu sprengen drohen, wagt er einen neuen Schritt in die Normalität.

In dem Künstlerstädtchen Ancona führen Giovanni und Paola mit ihren beiden heranwachsenden Kindern ein sorgenfreies, glückliches Familienleben. Als Therapeut ist Giovanni gewohnt, mit den großen und kleinen Krisen anderer Menschen umzugehen. Doch eines Tages wird er selbst auf eine unerträglich harte Probe gestellt: Sein 17-jähriger Sohn ertrinkt bei einem Tauchunfall. In seinem Schmerz verliert Giovanni jeden Halt und jede Hoffnung, die ganze Familie droht an dem unermesslichen Verlust zu zerbrechen. Bis sich schließlich jenseits von Trauer und Verzweiflung ein vorsichtiger Neuanfang abzeichnet.
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