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Das Zimmer meines Sohnes
 
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Das Zimmer meines Sohnes

Nanni Moretti , Laura Morante    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Darsteller: Nanni Moretti, Laura Morante, Jasmine Trinca
  • Komponist: Nicola Piovani
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Italienisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.78:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Universal/DVD
  • Erscheinungstermin: 6. März 2003
  • Produktionsjahr: 2001
  • Spieldauer: 95 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B0000798XG
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 42.999 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Nach den stark autobiografisch eingefärbten, fast schon essayistischen Filmen Liebes Tagebuch und Aprile hat Nanni Moretti nun mit Das Zimmer meines Sohnes seinem von ihm selbst verkörperten Alter Ego Michele Apicella erst einmal den Rücken zugekehrt. Er tritt zwar auch hier wieder selbst in einer der Hauptrollen auf, doch anders als zuvor dreht sich nicht mehr alles nur um ihn. Die radikale Subjektivität der früheren Filme ist dem Bemühen gewichen, ein möglichst differenziertes Bild einer in eine tiefe Krise geratenen Familie zu zeichnen. Und wo Moretti zuvor erst einmal polarisierte und provozierte, zeigt er sich nun als sensibler und zurückhaltender Beobachter menschlicher Stärken wie Schwächen.

In den ersten Minuten von Das Zimmer meines Sohnes beschwört Moretti ein familiäres Idyll herauf, wie es harmonischer kaum sein könnte. Zwischen dem Psychoanalytiker Giovanni (Nanni Moretti) und seiner Frau Paola (Laura Morante) scheint es nicht die geringsten Dissonanzen zu geben; und auch zu ihren beiden fast schon erwachsenen Kindern, Irene (Jasmine Trinca) und Andrea (Giuseppe Sanfelice), haben sie ein ausgezeichnetes Verhältnis, das von Verständnis und Anteilnahme genauso wie von gegenseitigem Respekt geprägt ist. Doch dann kommt Andrea bei einem Tauchunfall ums Leben -- und alles bricht von einem Moment auf den anderen zusammen.

Meist ist der Tod im Kino nur ein dramatischer Moment im actionreichen Geschehen oder eben der letzte tragische Schlusspunkt, auf den alles zusteuert. In Das Zimmer meines Sohnes ist er wie auch in dem fast zur gleichen Zeit in Amerika entstandenen In the Bedroom der Kern der Erzählung. Mit äußerster Behutsamkeit zeichnet Nanni Moretti die Verheerungen auf, die er bei den Zurückbleibenden hinterlässt. Dabei wahrt er die ganze Zeit eine von Pietät erfüllte Distanz, die das Leid seiner Figuren für den Zuschauer transparent werden lässt ohne es auszubeuten. Moretti fängt einfach nur die Trauer, das Unverständnis, die Wut und die Verzweiflung der Hinterbliebenen unkommentiert ein, weshalb man sie ganz unvermittelt erlebt und nach und nach seine eigene Haltung zum Tod findet. --Sascha Westphal

Video Jakob Kurzinhalt

Ein perfektes Mittelstandsleben führt Giovanni, mit seiner Frau und seinen zwei Kindern. Als sein Sohn ums Leben kommt, gerät Giovannis Leben aus den Fugen. Doch nachdem Trauer und Verlust den Familienkern zu sprengen drohen, wagt er einen neuen Schritt in die Normalität.

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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
sehenswertes Familiendrama 25. Oktober 2004
Von beatnoir
Format:DVD
Giovanni (Nanni Moretti) ist als Psychoanalytiker zwar daran gewöhnt, mit Krisen anderer Menschen umzugehen, wird jedoch völlig aus der Bahn geworfen als es ihn selbst trifft - sein Sohn Andrea verunglückt bei einem Tauchunfall und stürzt die bis dato so harmonische Familie in tiefe Trauer. Wie paralysiert versucht jedes Familienmitglied auf eigene Weise mit dem schrecklichen Verlust umzugehen, und die Familie droht dabei zwischenzeitlich völlig den Halt zu verlieren: Der Vater fühlt sich unfähig weiter seiner Arbeit als Therapeut nachzukommen, da ihm die Probleme anderer Leute nichtig vorkommen, die Mutter flüchtet sich in die Vergangenheit, und die Schwester versucht ihre Trauer zu verdrängen. Der Lauf der Zeit beginnt jedoch die Wunden zu heilen und am Ende zeichnet sich ein vorsichtiger und hoffnungsvoller Neubeginn ab.

Der Film arbeitet das ernste Thema um Schmerz und Verlust in der Familie mit größtmöglichem Respekt und taktvoller Distanz auf. Nanni Moretti seziert eine italienische Durschnittsfamilie und lässt uns an deren Dynamik teilhaben. Die Kamera fängt die Gefühle der Protagonisten direkt und sehr intim ein, bleibt aber nie länger als notwendig - die Schnittführung vermeidet bewußt übertriebene Dramatik oder Mitleid. Wir begegnen unterschiedlichen Formen der Trauer - von Schuldgefühlen über unerträglichen Schmerz bis hin zur Wut. Die Leistungen aller Darsteller sind hierbei besonders hervorzuheben, es muss ungemein schwierig sein diese Gefühle vor der Kamera so authentisch zu spielen.

Das Zimmer meines Sohnes" ist mehrfach ausgezeichnet und sicherlich ein Highlight des italienischen Kinos der letzten Jahre. Er bildet auch im Werk von Nanni Moretti eine Ausnahme, der sonst eher für absurde Komödien und bissige Politsatiren (zuletzt "Il Caimano") bekannt war. Hier zeigt er sich jedoch als feinfühliger und präziser Beobachter des italienischen Familienlebens.

Kleine Momente machen diesen Film groß, und wer anspruchsvolle Abwechslung von all dem Blockbuster-Wahnsinn sucht, wird hier nicht enttäuscht.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das leichte schwere Leben 5. August 2004
Format:DVD
Ein leiser Film, der unglaublich unter die Haut geht. Moretti ist ein Kunstwerk gelungen, das völlig ohne Effekthascherei auskommt. Leichtigkeit und Schwere, fröhliche Unbeschwertheit und tiefe Traurigkeit, Verlust und Hoffnung - das ist der italienische Streifen "Das Zimmer meines Sohnes". Schön, daß man in Europa immer noch in der Lage ist, derartige Kinofilme zu schaffen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Trügerische Sicherheiten 31. Oktober 2010
Von Dr. M.
Format:DVD
Mit Liebes Tagebuch bewies der Italiener Nanni Moretti Mitte der Neunziger bereits nachdrücklich, dass Hollywood-Ästhetik seine Sache nicht ist. Vor allem in Sachen Erzähltempo und Rhythmus weiß sich der Italiener eher dem französischen Kino eines Chabrol oder Truffaut verpflichtet. Auch "La stanza del figlio", der in Cannes 2001 als bester Film prämiert wurde, krankt ein bisschen an diesem fast schon narzisstisch zu nennenden Beharren auf Autorenfilm-Allüren. Die Exposition, in der wir die vorbildlich eingespielte Familie des Psychiaters Giovanni, seiner ebenfalls berufstätigen Frau Paola und der beiden fast erwachsenen Kinder Andrea und Irene kennen lernen, macht fast die Hälfte des Films aus. Zur Lappalie wird nachträglich der Konflikt, den Andrea in der Schule auszustehen hat, weil er mit einem Freund einen Gegenstand aus der Biologie-Sammlung entwendet und versehentlich zerstört hat. Denn wenig später ist Andrea tot - ein tragischer Tauchunfall.

Es ist beklemmend zu sehen, wie daraufhin die Sicherheiten dieses trauten Familiendaseins verloren gehen wie ein Paddelboot auf hoher See: Sein Berufsalltag kommt Giovanni plötzlich absurd vor, die Ehe kriselt, die Tochter rastet beim Basketball aus. Minuziös beobachtet Produzent, Regisseur und Hauptdarsteller Nanni Moretti, ohne angesichts der Dreifachbelastung jemals überfordert zu wirken (allerdings wirkt die kurze Nacktszene mit Laura Morante deplatziert), diesen Zerfall, ausgelöst durch die Unbarmherzigkeit und Unkalkulierbarkeit des Todes. Erst als eine von ihm zu Lebzeiten verschwiegene Urlaubsliebe Andreas sich per Brief meldet, lockern sich die wie in Stein gehauenen Verzweiflungsmienen der gequälten Eltern wieder etwas und sie raffen sich auf zum sprichwörtlichen Blick nach vorn.

Ein Film, der subtil und mit großer Eindringlichkeit vom Einbruch des Unfassbaren und doch gar nicht so Unwahrscheinlichen in eine ganz normale, gut situierte bürgerliche Familie handelt und auch deutlich macht, dass eine große Leere bleibt, wenn man sich über die Elementarfragen des Daseins nicht beizeiten die nötigen Gedanken gemacht hat. Denn der Schlag, mit dem das Schicksal diese zuvor so glückliche Familie heimsucht, kann seine gewaltige Wucht nur deshalb entfalten, weil alle auf Sicherheiten, auf Selbstverständlichkeiten gebaut und vertraut haben, die es so in keinem Menschenleben gibt. Es ist daher nur folgerichtig, dass Giovanni sich in seinem Beruf, der auf Freud'schem Determinismus und naturwissenschaftlichen Erklärungsmodellen basiert, plötzlich nicht mehr heimisch fühlt. Sie lassen das Individuum in der Zeitlichkeit der eigenen Existenz allein und spenden keinen Trost.

Für Freunde von Keine Sorge, mir geht's gut und Zeit der Trauer.
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Veröffentlicht am 7. August 2009 von lilisco
Leid und Heilung
Tod bricht in die Normalität einer Familie ein.Nicht die Alten sterben, sondern ein Junge. Verkehrung der " natürlichen" Abfolge. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Mai 2007 von Sagittarius
Gute Idee, aber leider nicht gelungen ...
Auf den Film "Das Zimmer meines Sohnes" wurde ich durch einen Radiosender aufmerksam. Angetan durch die Inhaltsangabe und durch die Rezensionen bei Amazon habe ich mich dazu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Januar 2007 von Grüner Zwerg
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Am 20. August 2003 veröffentlicht
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Veröffentlicht am 16. März 2003 von Matthias Ehrat
ein Film, den man nicht versäumen sollte..
Nanni Moretti, Regisseur und einer der Hauptdarsteller, erzählt die Tragödie einer durchschnittlichen, italienischen Familie, als plötzlich der Sohn bei einem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Februar 2003 von sangam
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