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Das rote Zimmer. Schilderungen aus dem Leben der Schriftsteller und Künstler.
 
 
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Das rote Zimmer. Schilderungen aus dem Leben der Schriftsteller und Künstler. [Broschiert]

August Strindberg
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Produktinformation

  • Broschiert: 328 Seiten
  • Verlag: Aufbau Tb (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746660327
  • ISBN-13: 978-3746660325
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 692.617 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Das rote Zimmer
OT Röda rummet. Skildringar ur artist– och författarlivetOA 1879 DE 1889 Form Roman Epoche Naturalismus
Die Schilderungen aus dem Leben der Künstler und Schriftsteller (Untertitel) von August Strindberg markieren in vielerlei Hinsicht den Beginn einer neuen Epoche in der schwedischen Literaturgeschichte. Mit seinen gesellschaftskritischen Milieuschilderungen entfaltet der Roman erstmals ein breit angelegtes Panorama des großstädtischen Stockholm. Wegweisend für die Herausbildung einer neuen Prosa war vor allem die Darstellungsform, die sich durch einen naturalistisch ausgerichteten Detailreichtum sowie durch satirische Überspitzungen auszeichnet und zudem alltagssprachliche Formulierungen einbezieht.
Inhalt: Der Roman setzt sich mit Wandlungsprozessen in verschiedenen Bereichen des öffentlichen Bewusstseins auseinander, die sich um etwa 1870 vollziehen und sich vor allem im Journalismus, aber auch in Parlamentssitzungen, in Aktienspekulationen, im Theatermilieu oder im geselligen Leben der Salons und Restaurants manifestieren. Im Zentrum des Geschehens steht der junge und etwas naive Assessor Arvid Falk, der aus idealistischen Motiven seine Beamtenlaufbahn abgebrochen hat, um sich als Journalist und Schriftsteller in den Dienst der Wahrheit und des Fortschritts zu stellen. Damit steht er in scharfem Gegensatz zu seinem weitaus älteren Bruder und ehemaligen Vormund Carl Nicolaus Falk, der als ebenso intriganter wie einflussreicher Großhändler zu den repräsentativen Trägern einer korrumpierten Gesellschaft gehört. Arvid erfährt bald, in welcher Weise Erfolge und Misserfolge literarischer Texte durch Kritiker gemacht werden, die wiederum im Interesse von Verlegern und anderen einflussreichen Personen handeln. In dieses Netz von geschäftlichen Beziehungen sind letztlich auch Vertreter der Kirche und karitative Vereine eingebunden. Neue Anregungen bekommt Arvid in einem Bohemekreis von Literaten, Künstlern, Journalisten und Schauspielern, der sich regelmäßig im »Roten Zimmer« eines bekannten Stockholmer Restaurants trifft. Dieser Gruppe gehört auch der autodidaktische Philosoph Olle Montanus an, der sich wie Arvid Falk einer Eingliederung in die bestehende Gesellschaft widersetzt. In beruflicher Hinsicht bleibt Falk als Journalist, Redakteur und Literat nicht ohne Erfolg, allerdings muss er erkennen, dass selbst die von ihm unterstützte liberale Presse und die Arbeiterbewegung von unterschiedlichen Machtinteressen, nicht aber vom Streben nach Wahrheit geleitet werden. Folgenreich für Falk ist eine Begegnung mit dem zynischen Arzt Borg, der ihn von seinem Idealismus kuriert. Während Olle Montanus, der in vielerlei Hinsicht einen Kontrast zum Protagonisten bildet, Selbstmord begeht, nimmt Falk schließlich eine bürgerliche Lebensweise an.
Aufbau: Der Roman besteht aus 29 Kapiteln, die in Form von Episoden ein Gesamtbild der verschiedenen Stockholmer Milieus entwerfen und eher durch eine Vielzahl thematischer Bezüge als durch eine handlungsbestimmte Aufeinanderfolge verbunden sind. In der Art und Weise, wie Arvid Falk der Gesellschaft als Individuum gegenübergestellt wird, gibt es deutliche Anklänge an den Bildungs- und Entwicklungsroman, die aber durch die karikierenden Typisierungen der Figuren oft unterlaufen werden.
Wirkung: Mit Das rote Zimmer gelang Strindberg ein außerordentlicher Erfolg. Der gesellschaftskritische Impetus und die Schreibweise übten einen großen Einfluss auf die moderne schwedische Literatur aus, insbesondere auf die Literatur des Naturalismus. D. G.

Kurzbeschreibung

Zum Künstlertreff im berühmten Stockholmer Restaurant Berns gesellt sich auch der junge Arvid Falk, der seines grotesken Beamtendaseins überdrüssig ist. Nach einer desillusionierenden Odysee durch Verlag, Zeitung, Kirche, Reichstag nimmt er seine Beamtentätigkeit wieder auf und heiratet. Dieser Klassiker der schwedischen Literatur, eine satirische Totalkritik der Gesellschaft, erscheint anläßlich des 150. Geburtstages Strindbergs am 22. Januar 1999.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Bei dem "Roten Zimmer" handelt es sich um Strindbergs ersten nennenswerten literarischen Erfolg. Der junge Autor lebte zu dieser Zeit (1879) noch in seinem Heimatland Schweden und hatte selbst unter der engstirnigen und dekadenten, im künstlerischen wie geschäftlichen rücksichtslosen Gesellschaft zu leiden. So verwundert es nicht, daß er ihren Vertretern mit aller Bitterkeit den satirischen Zerrspiegel vorhält. Dabei entfaltet sich bereits sein bis zur Grausamkeit eindringliches Talent in der Darstellung von menschlichen Charakteren, daß ihn später zu einem der größten Dramatiker des Naturalismus avancieren lassen wird. Seine glänzende Satire wirkt ebenso erheiternd wie erschreckend. Inhaltlich erzählt das Buch die Geschichte des jungen Assessors Arvid Falck, der voller Idealismus seine sinnlose Beamtenlaufbahn aufgibt, um sein Glück als Journalist und Schriftsteller zu versuchen. In der Folge erlebt er einen Rundgang durch diverse gesellschaftliche und künstlerische Kreise, die ihn Schritt für Schritt desillusionieren, bis er schließlich resigniert. In der gängigen Sekundärliteratur wird das "Rote Zimmer" gerne als "Totalkritik" bezeichnet, was meiner Meinung nach nur bedingt zutrifft. Richtig ist in der Tat, daß in diesem Buch keine positiven Heldenfiguren auftauchen, denen der kritische Erzähler volles Wohlwollen entgegenbringen würde. Trotzdem gibt es für den gründlichen Leser auch Lichtblicke in dem deprimierenden Grau aus Korruption, Heuchelei und gegenseitigem Betrug, das die Kulisse der Handlung bildet.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Das rote Zimmer habe ich als Vorbereitung auf ein Symposium gelesen, das an der Uni, an der ich arbeite, abgehalten worden ist. Bereits nach wenigen Zeilen konnte ich das Buch nicht mehr weglegen, weil es folgende Faktoren beinhaltet: Erstens ist es in kurze Kapitel unterteilt, deren Themen unterschiedlich und an keiner Stelle langweilig sind. Oberflächlich behandelt werden die Biografien einer Handvoll Künstler um den ambitionierten Schriftsteller Arvid Falk. Die Höhen und Tiefen auf dem Weg zum erfolgreichen Künstler stehen dabei im Vordergrund und sind alles andere als immer von Erfolg gekrönt. Zweitens vergisst Strindberg nicht, humorvoll die Macken der Stockholmer Bürger und der diversen Berufsgruppen(faule Beamte, affektierte Schauspieler,...) zu persiflieren. Drittens spricht auch schon hier der Schriftsteller das im modernen Durchbruch beliebte Thema des Geschlechterverhältnisses an. Und zu guter letzt entwirft er ein lebhaftes und buntes Bild der Großstadt Stockholm in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Fazit: Ein guter Einstieg für Strindberg-Interessierte und für Schweden-Fans alle Mal, denn die Schweden lieben August Strindberg.
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