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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
56 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
John Cusacks im wahrsten Sinne einsame Meisterleistung in einem routinierten Stephen King Schocker,
Von J. Schlachter "Schlachti" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Zimmer 1408 - Limited Collector's Edition inkl. Director's Cut (3 DVDs) [Special Edition] (DVD)
Echter Horror ohne Blutbäder - unmöglich? Da muss erst ein schwedischer Regisseur kommen und mit für Hollywood-Verhältnisse winzigem Budget sowie einem Hauptdarsteller, der beinahe die gesamte Laufzeit in einem Hotelzimmer bestreitet, den Gegenbeweis antreten. Das Resultat: bravourös gelungen.Zugegeben liest sich die Inhaltsangabe, zudem noch nach einer Kurzgeschichte von Stephen King, recht unspektakulär: Mike Enslin, Autor von Haunted Hotel-Führern, checkt im Dolphin-Hotel ins ominöse titelgebende Zimmer ein und erlebt die furchteinflößendste Stunde seines Lebens. Statt Gruselschloss oder -hotel (siehe SHINING) zur Abwechslung mal ein verfluchter Raum. Ein Schriftsteller in Nöten - bereits in MISERY kongenial abgehakt. Was spricht also dafür, sich nach überwiegend durchwachsenen King-Verfilmungen eine weitere anzutun? 1. John Cusack: als langjähriger Fan des sympathischen Mimen, der sich von Teeniekomödien (DER VOLLTREFFER) über bessere Statistenrollen (CON AIR) zum Leading Man (bisheriger Höhepunkt: GROSSE POINTE BLANK) gesteigert hat, gehört die mit ZIMMER 1408 abgelieferte Überdosis Cusack für mich zu seinen eindrucksvollsten Arbeiten. Wo weniger talentierte Akteure angesichts unsichtbaren Schreckens leicht ins Grimassieren kommen und überagieren würden, durchlebt Cusack eine mimische Tour de force. Allein diese Performance ist das Eintrittsgeld wert. 2. Samuel L. Jackson: trotz der gefühlten Screentime von vielleicht 15 Minuten liefert Mr. Cool in der würdevollen und wichtigen Rolle des Hotelmanagers ein weiteres seiner mittlerweile unzähligen Kabinettstückchen ab, als er Enslin alias Cusack mit allen Mitteln vom Check-in abzuhalten versucht. 3. Kamera (Benoit Delhomme): selten wurde das eingeschränkte und vor allem beengte Setting eines Zimmers einfallsreicher und effektiver bebildert. Hinzu kommt, dass der Zuschauer mehr als einmal durch Einstellungen, die man aus ähnlichen Genrevertretern zu kennen glaubt, in die Irre geführt und dann aus völlig unerwarteter Richtung bis ins Mark erschreckt wird. 4. Sound: im Medium der bewegten Bilder eine selbstverständliche Größe, angesichts des akustisch eher unaufgeregt vermuteten Ambientes Hotelzimmer hier jedoch unbedingt eine Erwähnung wert. Die hervorragend zur Geltung kommende Soundkulisse, die für diesen Film kreiert wurde, ist atemberaubend. Neben Standards wie unterschwelliges Herzpochen und tieffrequentes, undefinierbares Brummen lässt das Publikum besonders eine Szene am eigenen Hörvermögen zweifeln, und zwar wenn Cusack einen gut zweiminütigen Hörsturz erleidet. Intensiver kann man nicht ins Geschehen einbezogen werden! Spezialeffekte spielen bis auf den ersten (sic!) Showdown eine untergeordnete Rolle. Blut fließt gerade soviel wie nötig. Dennoch wird auch der abgebrühteste Horrorgourmet ein ums andere Mal heftig zusammenfahren. Und die Schlusseinstellung, garniert mit einem vielsagenden Blick John Cusacks, entlässt einen mit garantierter Gänsehaut aus der Düsternis des Dolphin-Hotel und sorgt bei manchem für kurzfristige Umdisponierung des anstehenden Hotelaufenthalts in einen vermeintlich ungefährlicheren Campingurlaub... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wieder einmal die wilde 13,
Von
Rezension bezieht sich auf: Zimmer 1408 (DVD)
Zimmer 1408 - die Quersumme ergibt, wie auch die so mancher anderer in diesem Film genannten Zahl, 13. Und 13 ist gar nicht gut ...Schriftsteller Mike Enslin (John Cusack) ist nach dem Tod seiner kleinen Tochter Katie ein verbitterter Mann geworden, der sich von seiner Frau getrennt hat und nun darauf spezialisiert ist, 08/15-Reiseführer über Orte zu schreiben, an denen es angeblich spukt. Er selbst allerdings glaubt kein bißchen an das Übernatürliche, zumal er mit dem Tode seiner Tochter auch den Glauben an Gott und den Sinn des Lebens verloren hat. Bei der Recherche zu einem neuen Buch checkt sich Enslin im New Yorker Dolphin-Hotel ein, in dessen Zimmer 1408 es seit Bestehen des Etablissements zu mehr als fünfzig mysteriösen Todesfällen gekommen ist. Trotz aller Bemühungen des Hotelmanagers (Samuel L. Jackson) besteht der Schriftsteller hartnäckig darauf, eine Nacht in dem Zimmer zu verbringen, in dem kein Gast länger als eine Stunde überlebt hat. Anfangs noch ganz in seinem zynischen Skeptizismus geborgen, muß Enslin jedoch schon nach wenigen Minuten in dem Hotelzimmer feststellen, daß dieser Raum wirklich von Mächten des Bösen heimgesucht wird - und daß er ihn nicht mehr einfach so verlassen kann. Der 2007 erschienene Gruselfilm des schwedischen Regisseurs Mikael Hafström basiert auf einer Kurzgeschichte Stephen Kings, der ja schon einmal ein Hotel zum Schauplatz eines Alptraums werden ließ. An Kubricks "The Shining" reicht dieser Film zwar in keiner Weise heran, doch insgesamt kann ich sagen, daß ich "Zimmer 1408" durchaus beklemmend fand. Es sind die vielen Kleinigkeiten, die - ganz im alten Stile handwerklich solider Gruselklassiker dargestellt - sich nach und nach zu einer Atmosphäre des Schreckens verdichten, wie z.B. Visionen von früheren Gästen, das Auftauchen von Geistern aus Enslins Vergangenheit oder das Zufallen einer Tür und merkwürdige, sich verändernde Bilder an der Wand. Besonders die Verschmelzung verschiedener Realitäten, die zur Unmöglichkeit, den Raum zu verlassen, führt, erschafft ein Gefühl der alptraumhaften Hilflosigkeit im Zuschauer. Allerdings - und damit möchte ich den abgezogenen Stern rechtfertigen - passiert nach den ersten Andeutungen zu rasch zu viel, so daß eher sich ein Gefühl des Stresses denn des wahren Grusels beim Zuschauer einstellt. Grusel aus der Stille, der Bewegungslosigkeit heraus, wie er etwa in den besten Geschichten Maupassants spürbar wird, gibt es in diesem Film nicht, bzw. nur ganz kurz zu Anfang. Oder, um im Filmressort zu bleiben: Das Hotel in "Barton Fink" mit den engen, dunklen Gängen, dem unterirdisch lebenden Pagen und den abblätternden Tapeten fand ich wesentlich gruseliger. Die bizarre Achterbahnfahrt, auf die uns Hafström schickt, ist indes auch nicht zu verachten, zumal er ohne billige Splattereffekte auskommt, die wir aus "The Hills Have Eyes" kennen und die eher Ekel als Grusel hervorrufen. Auch finde ich es gut, daß wir eigentlich an keiner Stelle des Films erfahren, warum das Zimmer so mies ist, d.h. das Unheimliche wird nicht durch Pseudo-Erklärungen in den Alltag zurückgeholt, sondern bleibt unaufgelöst und damit potentiell nicht verhinderbar im Raum stehen. Zusammengefaßt: "Zimmer 1408" versucht, die gute alte Tradition des atmosphärischen Gruselfilms wiederaufleben zu lassen, kann aber nicht ganz an die Vorbilder des Genres (siehe etwa meinen Senf zu "Burnt Offerings") heranreichen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
We've Only Just Begun...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Zimmer 1408 (DVD)
Zimmer 1408 - nach einer Horror-Geschichte von Stephen King. Als ich das gelesen habe, war klar, dass ich mir diesen Film zulegen würde. Als absoluter Stephen-King-Fan und Kenner der Kurzgeschichte "1408" war ich gespannt darauf, wie die Geschichte umgesetzt werden würde.Ich war vollkommen begeistert. Der Film hat mich in seinen Bann gezogen, wie es nur sehr wenige schaffen. Er kommt fast ohne jegliches Blutvergießen aus und verströmt trotzdem eine gruselige Athmosphäre, die John Cusack wunderbar in Szene setzt. Das Ende des Films ist zwar etwas verwirrend, nach dem zweiten Ansehen allerdings verständlicher. Zimmer 1408 ist meiner Meinung nach sogar besser als die Kurzgeschichte von Stephen King und das will schon etwas heißen. Ich habe den Film sicher schon 15 Mal gesehen und trotzdem wird er niemals langweilig. Auch die vielen versteckten Anspielungen auf die Zahl 13 und das Vorkommen der Zahl 1408 haben mir sehr gut gefallen. Außerdem bekomme ich nun immer eine Gänsehaut, wenn ich den Song aus dem Radio in Zimmer 1408 "We've Only Just Begun" von den Carpenters höre, da dieses Lied absolut in den Film passt und für mich nun immer mit ihm in Verbindung gebracht wird. Mein Fazit: Die beste King-Verfilmung, die ich je gesehen habe und sicherlich noch sehr oft sehen werde. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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