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Echter Horror ohne Blutbäder - unmöglich? Da muss erst ein schwedischer Regisseur kommen und mit für Hollywood-Verhältnisse winzigem Budget sowie einem Hauptdarsteller, der beinahe die gesamte Laufzeit in einem Hotelzimmer bestreitet, den Gegenbeweis antreten. Das Resultat: bravourös gelungen.
Zugegeben liest sich die Inhaltsangabe, zudem noch nach einer Kurzgeschichte von Stephen King, recht unspektakulär: Mike Enslin, Autor von Haunted Hotel-Führern, checkt im Dolphin-Hotel ins ominöse titelgebende Zimmer ein und erlebt die furchteinflößendste Stunde seines Lebens. Statt Gruselschloss oder -hotel (siehe SHINING) zur Abwechslung mal ein verfluchter Raum. Ein Schriftsteller in Nöten - bereits in MISERY kongenial abgehakt. Was spricht also dafür, sich nach überwiegend durchwachsenen King-Verfilmungen eine weitere anzutun?

1. John Cusack: als langjähriger Fan des sympathischen Mimen, der sich von Teeniekomödien (DER VOLLTREFFER) über bessere Statistenrollen (CON AIR) zum Leading Man (bisheriger Höhepunkt: GROSSE POINTE BLANK) gesteigert hat, gehört die mit ZIMMER 1408 abgelieferte Überdosis Cusack für mich zu seinen eindrucksvollsten Arbeiten. Wo weniger talentierte Akteure angesichts unsichtbaren Schreckens leicht ins Grimassieren kommen und überagieren würden, durchlebt Cusack eine mimische Tour de force. Allein diese Performance ist das Eintrittsgeld wert.
2. Samuel L. Jackson: trotz der gefühlten Screentime von vielleicht 15 Minuten liefert Mr. Cool in der würdevollen und wichtigen Rolle des Hotelmanagers ein weiteres seiner mittlerweile unzähligen Kabinettstückchen ab, als er Enslin alias Cusack mit allen Mitteln vom Check-in abzuhalten versucht.
3. Kamera (Benoit Delhomme): selten wurde das eingeschränkte und vor allem beengte Setting eines Zimmers einfallsreicher und effektiver bebildert. Hinzu kommt, dass der Zuschauer mehr als einmal durch Einstellungen, die man aus ähnlichen Genrevertretern zu kennen glaubt, in die Irre geführt und dann aus völlig unerwarteter Richtung bis ins Mark erschreckt wird.
4. Sound: im Medium der bewegten Bilder eine selbstverständliche Größe, angesichts des akustisch eher unaufgeregt vermuteten Ambientes Hotelzimmer hier jedoch unbedingt eine Erwähnung wert. Die hervorragend zur Geltung kommende Soundkulisse, die für diesen Film kreiert wurde, ist atemberaubend. Neben Standards wie unterschwelliges Herzpochen und tieffrequentes, undefinierbares Brummen lässt das Publikum besonders eine Szene am eigenen Hörvermögen zweifeln, und zwar wenn Cusack einen gut zweiminütigen Hörsturz erleidet. Intensiver kann man nicht ins Geschehen einbezogen werden!

Spezialeffekte spielen bis auf den ersten (sic!) Showdown eine untergeordnete Rolle. Blut fließt gerade soviel wie nötig. Dennoch wird auch der abgebrühteste Horrorgourmet ein ums andere Mal heftig zusammenfahren. Und die Schlusseinstellung, garniert mit einem vielsagenden Blick John Cusacks, entlässt einen mit garantierter Gänsehaut aus der Düsternis des Dolphin-Hotel und sorgt bei manchem für kurzfristige Umdisponierung des anstehenden Hotelaufenthalts in einen vermeintlich ungefährlicheren Campingurlaub...
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am 26. März 2008
Nach dem Tod seiner Tochter stürzt der Autor Mike Enslin (John Cusack) in eine schwere Lebenskrise, die er mit Arbeit zu überwinden versucht. So reist er herum, auf der Suche nach Hotels in denen es spuken soll. Deren Geschichten und Erlebnisse dort er in einem Roman zusammenfassen will. Eines Tages erhält Mike eine Postkarte des Dolphin Hotels in New York. Auf der Rückseite der Karte steht nur ein Satz: "Betreten Sie nicht Zimmer 1408". Natürlich macht Mike Enslin genau das, was er nicht machen sollte und will im Dolphin das besagte Zimmer mieten. Auch der Hotelmanager des Dolphins (Samuel L. Jackson), der ihn von 56 Gästen berichtet, die in diesem Hotelzimmer unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen, kann ihn nicht davon abhalten, eine Nacht in diesem Zimmer zu verbringen...

Alle paar Jahre ist es soweit, irgendein Regisseur greift sich eine (Kurz-)Geschichte des Bestseller-Autors Stephen King und setzt diese filmisch um. Waren die frühen Verfilmungen der King-Romane meistens enttäuschend (Ausnahmen sind dabei natürlich, bspw. "Shining" oder "Misery") oder sehr billig gemacht. So hat sich doch in den letzten Jahren eine kleine Wandlung bei den Verfilmungen der Romane von Stephen King vollzogen. Die Qualität der Filme ist definitiv in allen Belangen gestiegen. Die Storys sind für den Film ausgereift und spannend umgesetzt. Die Atmosphäre ist dabei meist bedrückend und super inszeniert (wie bspw. in "Der Nebel" oder auch "Zimmer 1408") und zudem auch mit grandiosen Darstellern besetzt ("The Green Mile" oder "Die Verurteilten". Somit kann man inzwischen eine gewisse Erwartungshaltung haben, wenn mal wieder eine King-Verfilmung, denn Weg in die Kinos findet. So auch bei "Zimmer 1408", dass auf einer Kurzgeschichte des Horror-Autors basiert.

"Zimmer 1408" entpuppt sich schnell als ein amtosphärisch dichter Horror-Thriller, der mit John Cusack in der Hauptrolle mit einem sehr guten Schauspieler aufwartet. Erfreulich ist dabei, dass dieser Film von seiner subtilen Spannung und den gezielt eingesetzten Effekten lebt. So entwickelt sich schnell eine sehr angenehme Gänsehaut. Dieser überwiegende psychologische Grusel ist dabei das nonplusultra für einen gelungenen Film, denn nichts ist packender, als wenn sich der Horror im Kopf des Zuschauers abspielt.

Der Regisseur Mikael Häfström setzt dabei auf die Elemente, die schon andere King-Verfilmungen haben erfolgreich abschneiden lassen. Ebenso, wie in "Shining" oder "Misery", wird auch hier auf einen räumlich begrenzten Schauplatz gesetzt und einen Protagonisten der in einer solch klausotopischen Umgebung rasant an seine psychologischen Grenzen stößt. Ergänzt durch den Einsatz simpler Mittel, wie zum Beispiel einen Telefonanruf, der die Ausweglosigkeit aus diesem Zimmer noch einmal gekonnt suggeriert. So mag sich schnell die Frage auftun: Ist Zimmer 1408 wirklich so böse, oder wird Mike Enslin nur wahnsinnig? Dank der starken Leistung von John Cusack, eine Frage die bis zum Schluss offen bleibt. Der Schlussakkord liefert anschließend noch einmal Gänsehaut pur. Stark!
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am 27. August 2013
Es gibt Hororfilme die erschrecken mit Strömen von Blut, mit grausigen Monstern der Unterwelt, andere wollen so nachhaltig unangenehm schocken, daß sie tagelang im Gedächtnis bleiben und es gibt Horror-und Gruselfime, die wollen einfach nur überragend gut unterhalten. Bestes, intelligentes Entertainment liefern, bei dem sich der Zuschauer wohlig im Sessel zurücklehnen kann und angenehmes Grauen in einer dunklen Herbstnacht verspürt.
Zu dieser letzten Sorte gehört "Zimmer 1408", basierend auf einer Kurzgeschichte des Mainstream- Horrormeister Stephen King.
"Zimmer 1408" möchte einfach nur knapp zwei Stunden schöne gruselige Spannung und Unterhaltung bieten und das macht der Film ganz hervorragend.
Gleich zu Anfang sei darauf hingewiesen, daß das vollkommen unblutige Schauerstück in der hier angebotenen Kinofassung herbe in entscheidenden Schockszenen geschnitten ist und zudem einen vollkommen verwässerten Happy End Schluß bietet, der so nicht geplant war. Wahrscheinlich dachten die Verantwortlichen man dürfte die lieben Sechzehnjährigen mit einem deutlich finstereren und nachdenklichen Schluß nicht allzu sehr verschrecken.
Tja die Amerikaner einmal wieder..!
Nur wirklich zu empfehlen ist also der "Directors Cut" mit dem Original Ende und sage und schreibe 12 Minuten mehr Laufzeit.
Sie können ihn bei Amazon in einer schönen Drei-Disc Edition ebenfalls bestellen.
Dieser Film steht und fällt mit der einsamen,einer One-Man Show gleichenden Leistung des Schauspielers John Cusack.
Von Anfang an ist uns sein etwas schnodderiger, abgehalfterter nicht gerade erfolgsverwöhnter Charakter sehr sympathisch. Schriftsteller Mike Enslin hat es sich zur Aufgabe gemacht Spukorte in ganz Amerika ausfindig zu machen.
Strassen, Schlösser, Hotels- mehrere Reiseführer zu Orten des mehr oder minder eingebildeten Grauens hat er schon geschrieben.
Doch seine Leserschaft ist doch arg übersichtlich.
Er selbst hat ebenfalls mit einer schweren Vergangenheit, einem dunklen Schicksal zu kämpfen, welches hier natürlich nicht verraten wird.
Eines Tages bekommt er eine mysteriöse Postkarte: "Übernachten Sie auf keinen Fall in Zimmer 1408", auf der Vorderseite das Bild eines riesigen, mondänen Hotels in New York.
Als "Ghostbuster" in spe und in der Hoffnung hier vielleicht einmal den "Mount Everest" der Spukorte gefunden zu haben schlägt er diese Warnung natürlich in den Wind und checkt in dieses Hotel ein.
Extrem schwer wird ihm dieses Vorhaben gemacht.
Zimmer 1408 steht seit Jahren leer, niemand der länger als eine Stunde dort überlebte.
Stets fand man die Gäste erhängt, oder mit durchschnittener Kehle, mit ausgestochenen Augen, erdrosselt oder was sonst an kreativen Todesarten noch erdenkbar ist.
"Es geht mir nicht um Sie", sagt der Portier" es geht mir darum nicht wieder hinterher menschliche Überbleibsel wegwischen zu müssen."
Doch Mike setzt sich durch. Hochspannend wie er langsam den einsamen, scharlachroten Flur mit dämpfenden Teppichen entlangeht, wie wir mit ihm zusammen angespannt zum ersten Mal den Schlüssel von 1408 umdrehen und....in ein normal wirkendes schön möbliertes Hotelzimmer eintreten.
Die gesamte Laufzeit des Films verbleiben wir mit John Cusack in diesem Hotelzimmer und erleben eine sich langsam steigernde Höllenachterbahn des Schreckens.
Eine unbekannte monströse Kraft scheint hier zu lauern. Gemälde die lebendig scheinen, Gegenstände die sich verändern, ein Radiowecker der plötzlich einen tödlichen Countdown von verbleibenden 60 Minuten herunterzählt; die Zeit, die dem entsetzten Gast noch zum Leben bleibt.
Türen, die sich zu anderen Zeit-Dimensionen öffnen. Schemenhafte Doppelgänger in den gegenüberliegenden Fenstern.
Sehr schnell wird dieses Zimmer für Cusack zur tödlichen Gefahr. Kein Entkommen aus den teuflischen Visionen oder den Räumlichkeiten. Nichts ist am Ende mehr wie es scheint.
Wir sind mit gefangen in einer Zeitschleife, in der Aufhebung von Raum und Wirklichkeit.
Dabei bleibt der Film äusserst phantasievoll, raffiniert, auch mit einem galligen, schwarzen Humor abgeschmeckt und bietet perfektes Schauerkino.
Natürlich, wie leider meistens bei amerikanischen Filmen wird letzendlich etwas zuviel Getöse, zuviel an Effekten geboten.
Das subtile, langsame Grauen der ersten Minuten in dem geisterhaften Zimmer hätte man durchaus noch länger aufrecht erhalten können.
Letztendlich jedoch ist das eine gelungene, runde Geisterbahnfahrt, einfach schöne spannende Unterhaltung für einen stürmischen, verregneten Sonntagabend.
Zimmer 1408 und seine dunklen Geheimnisse erwartet Sie.
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am 27. September 2013
Zum Film selbst möchte ich nur schreiben, dass er mir sehr gut gefallen hat.

Aufmachung:
Die Collector's Edition Blu Ray besitzt eine nicht ablösbare FSK 16 Kennzeichnung. Auf der Innenseite des Covers ist ein sehr stimmiges Bild zu sehen (kein Wendecover). So hat man auch beim Öffnen der Blu Ray etwas zu sehen und nicht wie üblich, den standardweißen Hintergrund. Es sind keine weiteren Materialien beigelegt.

Inhalt:
Die Collector's Edition kommt mit zwei Filmversionen daher, welche sich vor allem durch ihre unterschiedlichen Enden auszeichnen. So lohnt es sich wirklich einmal beide Versionen einer Blu Ray anzuschauen. Toll!
Die Extras gehen nicht über den Standard hinaus. Audiokommentare zu Film und entfallenen Szenen, Eindrücke der Premierevorführung, Trailer, usw. Unter dem Extra "Die Geheimnisse von 1408" hatte ich mir schon ein bisschen mehr erwartet. Insgesamt aber ok.

Der Griff zur Collector's Edition ist bei einem Preis von 9-12€ durchaus zu empfehlen. Mehr sollte man aber nicht bezahlen. Die Bildqualität ist spitze. Der Film ist mehr als der Trailer verspricht. 4 Sterne
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am 4. Juli 2013
Ein typischer John Cusack Film. Er fährt durch den Regen mit einem Auto. Sein Beruf: Schriftsteller. Zimmer 1408 ist wohl neben dem Film "Identity" einer seiner Glanzrollen. Samuel L. Jackson in seiner kleinen Nebenrolle, wertet den Film qualitätiv nocheinmal auf. Ein sehr hochkarätige filmische Umsetzung mit Starbesetzung. Für alle Geisterfilmfans mit dem gewissen mystischen Touch und einer durchschnittlichen Spannungskurve sicher ein Griff in die Vollen. Gänsehautfaktor am Ende des Films inklusive.

Schauspielerisch sowie Specialeffekts sind grade zu perfekt inszeniert! Eine brilliante Location eines alten, renomierten Hotels in Mitten der Großstadt New York. John Cusack in der Rolle Mike Enslin arbeitet, über seinen Beruf als Geisterjäger / Gruselromanautor mit seiner Begegnung des Zimmers 1408, seine düstere Vergangenheit auf. Dabei erfährt der Zuschauer mehr und mehr über den Protagonisten und lernt ihn so indirekt kennen. Ein Spiel mit dem eigenen Verstand von Realität und Halluzinaition. Oder doch die wahre Existenz von dem Unerklärbaren?! Dies sind Fragen, die sich Mike stellen muss, um dem Wahnsinn nicht zu erliegen. Durch Samuel L. Jacksons düstere und angsteinflössende Beschreibung des "Miesen Zimmers" 1408, erfährt der Zuschauer schon zu Beginn einen Gruselfaktor, bevor überhaupt etwas grundlegendes passiert ist. Gruseln statt Schocken, dass erwartet Sie in Zimmer 1408. Ein wunderbarer Film mit einem "Identity" ähnlichen Ende, indem man selbst an seinem Verstand zweifeln muss.
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am 31. März 2010
Nach dem Tod seiner Tochter stürzt der Autor Mike Enslin (John Cusack) in eine schwere Lebenskrise, die er mit Arbeit zu überwinden versucht. So reist er herum, auf der Suche nach Hotels in denen es spuken soll. Deren Geschichten und Erlebnisse dort er in einem Roman zusammenfassen will. Eines Tages erhält Mike eine Postkarte des Dolphin Hotels in New York. Auf der Rückseite der Karte steht nur ein Satz: "Betreten Sie nicht Zimmer 1408". Natürlich macht Mike Enslin genau das, was er nicht machen sollte und will im Dolphin das besagte Zimmer mieten. Auch der Hotelmanager des Dolphins (Samuel L. Jackson), der ihn von 56 Gästen berichtet, die in diesem Hotelzimmer unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen, kann ihn nicht davon abhalten, eine Nacht in diesem Zimmer zu verbringen...

Alle paar Jahre ist es soweit, irgendein Regisseur greift sich eine (Kurz-)Geschichte des Bestseller-Autors Stephen King und setzt diese filmisch um. Waren die frühen Verfilmungen der King-Romane meistens enttäuschend (Ausnahmen sind dabei natürlich, bspw. Shining oder Misery) oder sehr billig gemacht. So hat sich doch in den letzten Jahren eine kleine Wandlung bei den Verfilmungen der Romane von Stephen King vollzogen. Die Qualität der Filme ist definitiv in allen Belangen gestiegen. Die Storys sind für den Film ausgereift und spannend umgesetzt. Die Atmosphäre ist dabei meist bedrückend und super inszeniert (wie bspw. in Der Nebel oder auch "Zimmer 1408") und zudem auch mit grandiosen Darstellern besetzt (The Green Mile oder Die Verurteilten. Somit kann man inzwischen eine gewisse Erwartungshaltung haben, wenn mal wieder eine King-Verfilmung, denn Weg in die Kinos findet. So auch bei "Zimmer 1408", dass auf einer Kurzgeschichte des Horror-Autors basiert.

"Zimmer 1408" entpuppt sich schnell als ein amtosphärisch dichter Horror-Thriller, der mit John Cusack in der Hauptrolle mit einem sehr guten Schauspieler aufwartet. Erfreulich ist dabei, dass dieser Film von seiner subtilen Spannung und den gezielt eingesetzten Effekten lebt. So entwickelt sich schnell eine sehr angenehme Gänsehaut. Dieser überwiegende psychologische Grusel ist dabei das nonplusultra für einen gelungenen Film, denn nichts ist packender, als wenn sich der Horror im Kopf des Zuschauers abspielt.

Der Regisseur Mikael Häfström setzt dabei auf die Elemente, die schon andere King-Verfilmungen haben erfolgreich abschneiden lassen. Ebenso, wie in Shining oder Misery, wird auch hier auf einen räumlich begrenzten Schauplatz gesetzt und einen Protagonisten der in einer solch klausotopischen Umgebung rasant an seine psychologischen Grenzen stößt. Ergänzt durch den Einsatz simpler Mittel, wie zum Beispiel einen Telefonanruf, der die Ausweglosigkeit aus diesem Zimmer noch einmal gekonnt suggeriert. So mag sich schnell die Frage auftun: Ist Zimmer 1408 wirklich so böse, oder wird Mike Enslin nur wahnsinnig? Dank der starken Leistung von John Cusack, eine Frage die bis zum Schluss offen bleibt. Der Schlussakkord liefert anschließend noch einmal Gänsehaut pur. Stark!
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am 11. Juni 2012
Unterschiede Buch/Film
Während das Buch direkt im Dolphin Hotel beginnt, hat der Film noch eine kleine Vorgeschichte, bei der Mike ein anderes Hotel besucht, auf einer Lesung mehr über seinen Job und Sichtweisen erzählt und wie er sich die jeweiligen Hotels, Häuser und Friedhöfe aussucht. Zwar ist dies sehr gut dargestellt und ich hatte einen guten Einblick in seine Arbeit, allerdings hab ich diese Szenen im Film nicht sonderlich vermisst. Dennoch ist man bei beiden Varianten schnell mitten im Geschehen.
Die Enden sind grundsätzlich verschieden, was ich ebenfalls nicht als schlecht empfunden habe, da ich mit beiden Varianten sehr gut leben kann. Allerdings gibt es beim Film gleich zwei Enden, denn im Director's Cut findet man noch ein alternatives Ende, was es ebenfalls in sich hat, jedoch gefällt mir das Ende der "normalen" DVD besser, da es dramatischer ist.
Was mir sehr gut gefallen hat: Die Dialoge zwischen Mr. Olin und Mike sind zum Großteil wortwörtlich aus dem Buch übernommen worden. Sowas finde ich persönlich immer sehr gut, vor allem, weil die Dialoge im Buch unglaublich gelungen sind und ich immer wieder eine Gänsehaut bekam.
Das Hotelzimmer, bzw. das Hotel allgemein wurde im Film genau so umgesetzt, wie es im Buch beschrieben wurde: Altmodisch, spärlich möbliert, aber immer mit einem gewissen Charme. Die spätere Veränderung in Zimmer 1408 wird ebenfalls gut umgesetzt. Zwar waren einige Spezialeffekte nicht nötig, aber dennoch durchaus sehenswert. Die Gruselmomente sind gut umgesetzt worden und die Spannung war nahezu unerträglich.

Schauspielerische Leistung
Eine Meisterleistung!
John Cusack spielt die Rolle von Mike Enslin geradezu perfekt. Er schafft es, die Furchtlosigkeit, Entschlossenheit und Sprachlosigkeit, die seine Rolle ausstrahlt, perfekt auf die Leinwand zu übertragen. Mimik und Gestik sind ebenfalls der jeweiligen Situation angepasst und man muss einfach mit ihm mitfiebern und ihm die Rolle abkaufen. Ebenfalls perfekt sind die Dialoge zwischen John Cusack und Samuel L. Jackson. Die Mischung aus triefendem Sarkasmus, Respekt und Entschlossenheit wird von beiden Akteuren sehr gut dargestellt und es war eine wahre Freude, diesen beiden großartigen Schauspielern bei ihrer Arbeit zuzuschauen. Für beide Rollen hätte ich mir keine besseren Schauspieler wünschen können.
Oftmals fällt mir in Horrorfilmen auf, dass viel zu wenig auf die Mimik geachtet wird und man beim Schrei z.B. viel mehr auf die Kraft setzt als darauf, wie es letztendlich auf der Leinwand aussieht. Bei "Zimmer 1408" muss man jedoch sagen, dass die Mimik bei keiner einzigen Szene zu kritisieren ist. John Cusack ist allein für die Darstellung der Angst und der Verwirrung anbetungswürdig.

Soundtrack
Da gibt es nur einen instrumentalen Soundtrack, der von Gabriel Yared komponiert wurde. Gabriel Yared und "Zimmer 1408" passt zusammen wie die Faust aufs Auge. Jede Szene und jeder Schauplatz haben den perfekten Song erhalten, in der man die Dramatik und die Angst quasi spüren kann. Den Komponisten kennt man bereits durch seine Songs aus Filmen wie "Stadt der Engel", "Der talentierte Mr. Ripley" und "Der englische Patient".

Fazit
"Zimmer 1408" ist eine grandiose Literaturverfilmung, die mich schockieren und begeistern konnte. John Cusack bringt als Mime alles mit, was man sich bei einem Horrorfilm wünschen kann und hat mir 100 gruselige Minuten beschert. Dieser Film beweist, dass die Verfilmung manchmal tatsächlich besser als das Buch sein kann. Eine absolute Empfehlung für alle, die sich mal wieder schocken und gruseln wollen.
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am 10. November 2012
Wurde wie immer schnell geliefert und auch gut verpckt.

Zimmer 1408 ist ein guter Film das auch an dem Hauptdarsteller John Cusack liegt, er schafft es , was in Horrorfilmen eher selten ist, dem Film seinen eigenen Stempel aufzudrücken. So ist schon der erste Teil des Films, noch fern von jeglichem Grusel, eine wahre Freude. Cusack spielt den stets sarkastischen Skeptiker so souverän, dass die One Man Show voll aufgeht. Samuel L. Jackson hat als Hotelmanager zwar keine allzu große Rolle, kann diese aber voll und ganz ausfüllen. So ist das Gespräch der beiden am Anfang, bevor die Handlung in das Zimmer verlagert wird, fast das spannenste und die beste Szene des Films. Doch auch was sich im Zimmer abspielt ist sehr gute und spannende Horrorkost. Die Mischung aus Psychoterror und physischen Unannehmlichkeiten ist weitgehend gelungen und der Umschwung von Belustigung zu blanker Angst des Hauptdarstellers glaubhaft. Allerdings geht hier einiges doch sehr schnell und dem Protagonist und auch dem Zuschauer werden keinerlei Pausen gegönnt, wenn das Zimmer sich immer wieder neue Grausamkeiten ausdenkt. So sind Feuer, Wasser, Eis und Hitze vielleicht etwas zu viel des Guten. Trotzdem gehört "Zimmer 1408" zu den wenigen wirklich guten Horrorfilmen der jüngsten Vergangenheit und ist absolut empfehlenswert, was auch an dem gelungenen Ende liegt. Wer von den zahllosen blutigen Horrorfilmen genug hat, hier liegt hier mit Sicherheit richtig!
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am 18. Februar 2013
Dass Stephen King ein wahnsinnig grosses Talent für das Schreiben von spannenden Geschichten hat, ist bekannt. Die Geschichten von The Green Mile, Die Verurteilten, Katzenauge, Sie, In einer kleinen Stadt und Friedhof der Kuscheltiere sind unverwechselbar und so gut, dass jeder Fan von Filmen und Romanen sie kennt. Zimmer 1408 zeigt nur einmal mehr, was wir an Stephen King haben. Der kingsche Trip in ein Hotelzimmer, in dem angeblich über 50 Menschen auf tragische Weise gestorben sind, ist so faszinierend, so nervenaufreiben und so, ich weiss nicht genau, so unverwechselbar King, dass ich laut Applaus spenden könnte. Bereits in seinem Buch Shining 1977 wurde kurz von einem Zimmer in einem Hotel berichtet von dem man sich besser fern halten sollte. Was in Shining nur angerissen wurde, wird in Zimmer 1408, in diesem Film hier, nach allen Regeln der kingschen Horrorkunst voll ausgebaut.

Aber so wie ich King für den Buchstoff loben muss, so muss ich eigentlich auch die Umsetzung in einen Film gleichermaßen loben. Inszenierung, schauspielerische Leistung, adaptieres Drehbuch usw. sehr gut!

Noch ein kleiner Tipp: Der Film hat ein alternatives Ende, welches ich persönlich nicht so gut finde wie das originale Ende. Guckt euch bitte beide Enden an.
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am 11. Juni 2012
Unterschiede Buch/Film
Während das Buch direkt im Dolphin Hotel beginnt, hat der Film noch eine kleine Vorgeschichte, bei der Mike ein anderes Hotel besucht, auf einer Lesung mehr über seinen Job und Sichtweisen erzählt und wie er sich die jeweiligen Hotels, Häuser und Friedhöfe aussucht. Zwar ist dies sehr gut dargestellt und ich hatte einen guten Einblick in seine Arbeit, allerdings hab ich diese Szenen im Film nicht sonderlich vermisst. Dennoch ist man bei beiden Varianten schnell mitten im Geschehen.
Die Enden sind grundsätzlich verschieden, was ich ebenfalls nicht als schlecht empfunden habe, da ich mit beiden Varianten sehr gut leben kann. Allerdings gibt es beim Film gleich zwei Enden, denn im Director's Cut findet man noch ein alternatives Ende, was es ebenfalls in sich hat, jedoch gefällt mir das Ende der "normalen" DVD besser, da es dramatischer ist.
Was mir sehr gut gefallen hat: Die Dialoge zwischen Mr. Olin und Mike sind zum Großteil wortwörtlich aus dem Buch übernommen worden. Sowas finde ich persönlich immer sehr gut, vor allem, weil die Dialoge im Buch unglaublich gelungen sind und ich immer wieder eine Gänsehaut bekam.
Das Hotelzimmer, bzw. das Hotel allgemein wurde im Film genau so umgesetzt, wie es im Buch beschrieben wurde: Altmodisch, spärlich möbliert, aber immer mit einem gewissen Charme. Die spätere Veränderung in Zimmer 1408 wird ebenfalls gut umgesetzt. Zwar waren einige Spezialeffekte nicht nötig, aber dennoch durchaus sehenswert. Die Gruselmomente sind gut umgesetzt worden und die Spannung war nahezu unerträglich.

Schauspielerische Leistung
Eine Meisterleistung!
John Cusack spielt die Rolle von Mike Enslin geradezu perfekt. Er schafft es, die Furchtlosigkeit, Entschlossenheit und Sprachlosigkeit, die seine Rolle ausstrahlt, perfekt auf die Leinwand zu übertragen. Mimik und Gestik sind ebenfalls der jeweiligen Situation angepasst und man muss einfach mit ihm mitfiebern und ihm die Rolle abkaufen. Ebenfalls perfekt sind die Dialoge zwischen John Cusack und Samuel L. Jackson. Die Mischung aus triefendem Sarkasmus, Respekt und Entschlossenheit wird von beiden Akteuren sehr gut dargestellt und es war eine wahre Freude, diesen beiden großartigen Schauspielern bei ihrer Arbeit zuzuschauen. Für beide Rollen hätte ich mir keine besseren Schauspieler wünschen können.
Oftmals fällt mir in Horrorfilmen auf, dass viel zu wenig auf die Mimik geachtet wird und man beim Schrei z.B. viel mehr auf die Kraft setzt als darauf, wie es letztendlich auf der Leinwand aussieht. Bei "Zimmer 1408" muss man jedoch sagen, dass die Mimik bei keiner einzigen Szene zu kritisieren ist. John Cusack ist allein für die Darstellung der Angst und der Verwirrung anbetungswürdig.

Soundtrack
Da gibt es nur einen instrumentalen Soundtrack, der von Gabriel Yared komponiert wurde. Gabriel Yared und "Zimmer 1408" passt zusammen wie die Faust aufs Auge. Jede Szene und jeder Schauplatz haben den perfekten Song erhalten, in der man die Dramatik und die Angst quasi spüren kann. Den Komponisten kennt man bereits durch seine Songs aus Filmen wie "Stadt der Engel", "Der talentierte Mr. Ripley" und "Der englische Patient".

Fazit
"Zimmer 1408" ist eine grandiose Literaturverfilmung, die mich schockieren und begeistern konnte. John Cusack bringt als Mime alles mit, was man sich bei einem Horrorfilm wünschen kann und hat mir 100 gruselige Minuten beschert. Dieser Film beweist, dass die Verfilmung manchmal tatsächlich besser als das Buch sein kann. Eine absolute Empfehlung für alle, die sich mal wieder schocken und gruseln wollen.
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