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Zilgrei gegen Rückenschmerzen
 
 
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Zilgrei gegen Rückenschmerzen [Gebundene Ausgabe]

Hans Greissing , Adriana Zillo
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Orbis (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3572014263
  • ISBN-13: 978-3572014262
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 365.940 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Hans Greissing
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Zilgrei ist eine verblüffend wirksame, natürliche, leicht erlernbare Selbstbehandlung, die mit Hilfe einer kombinierten Haltungs- und Atemtechnik Verkrampfungen bzw. Blockaden löst und Haltungsfehler korrigiert. Sie beseitigt oder verringert Beschwerden, die dem rheumatischen Formenkreis sowie dem Alltagsstress zugeschrieben werden und erzielt vor allem bei Problemen im Bereich der Wirbelsäule durchschlagende Erfolge.

Auszug aus Zilgrei gegen Rückenschmerzen von Hans Greissing, Adriana Zillo. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

VORWORT ZUR NEUEN TASCHENBUCHAUSGABE

Die vorliegende überarbeitete Ausgabe ist das Ergebnis weiterer zehn Jahre Erfahrungen und Einsichten bei der Entwicklung und dem Lehren der Zilgrei-Methode ...
Um die Ursachen von Rückenbeschwerden, darum wie man die Schmerzen erst einmal beseitigen und dann ihr erneutes Auftreten verhindern kann, geht es in diesem Buch. Es soll Ihnen das praktische Werkzeug an die Hand geben, mit dem Sie Ihre Beschwerden selbst »in den Griff« bekommen können. Nicht mit Turnen oder Gymnastik, nicht mit Schwitzen und schmerzenden Übungen, sondern mit sanfter Selbstbehandlung und mit ein paar guten neuen Gewohnheiten, die Sie sich zulegen dürfen. Deshalb ist dieses Buch eigentlich in drei Teile gegliedert: Die Einleitung, die Ihnen die Zilgrei-Ansätze erklärt und die Sie brauchen, um zu Teil 2, der die eigentlichen Selbstbehandlungen enthält, übergehen zu können, und der dritte Teil, der Ihnen die Therapie im Alltag, d. h. neue Gewohnheiten vermittelt, damit Ihre Beschwerden nicht wieder auftreten.
Kurz, alles was den Menschen in seinem täglichen Ablauf beeinflusst und prägt, denn die Auswirkungen davon finden wir im Zustand seiner Muskeln, Bänder, Sehnen, Gelenke und in seiner Atmung wieder. Danach befassen wir uns mit ihrem Ist-Zustand, d. h. was können sie jetzt, in diesem Moment tun und was nicht, wann sind ihre Beschwerden am stärksten, morgens, nach dem Aufstehen, oder abends nach einem arbeitsamen Tag und welche Bewegungen können sie ohne weiteres ausführen und welche bereiten Schmerzen oder Unbehagen ...
Die zehn Schritte, die der Patient von der Türe seines Praxisraumes bis zum Schreibtisch zurücklegen musste, reichten Dr. Greissing oft aus, um nicht nur den gesamten Menschen, sondern auch dessen Beschwerdeursachen erfassen zu können. »Ihr müsst den ganzen Menschen sehen, müsst ihn genau anschauen, von unten bis oben, von oben bis unten, links und rechts, vorn und hinten, ihr müsst beobachten, wie er sich bewegt, ohne fixiert zu sein auf den Punkt, wo seine Schmerzen auftreten. Nur dann könnt ihr erfahren, was er hat und was er braucht«, belehrte er uns, seine Schüler, immer wieder mit Nachdruck ...
Atmung in Verbindung mit dem Prinzip der Gegenrichtung. »Wenn ich den Kopf in die schmerzfreie Richtung drehe, nimmt mein Schmerz ab«, bemerkte sie, »und wenn ich dazu die Bauchatmung mache, verschwindet er«, teilte sie Dr. Greissing mit. Diese wertvollen Beobachtungen, verbunden mit Beruf, den man in jedem Alter, unabhängig von einer Vorbildung in einem Heilberuf, erlernen kann ...
Es geht bei Zilgrei nämlich nicht darum, Schmerzen »wegzumachen«, sondern Schmerzursachen nachhaltig aufzulösen ... Zilgrei ist so einfach wie das Gehen, aber so vielschichtig wie die physiologischen Mechanismen, die das Gehen ermöglichen. Die Zilgrei-Methode hat fast unbegrenzte Anwendungsmöglichkeiten, die jeder, der ihre Grundlagen in ihrer Tragweite erlernt und erfasst hat, selbst erarbeiten kann ... die Verbreitung der Zilgrei-Methode als aktive, wirksame Hilfe zur Selbsthilfe.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg und baldige Genesung mit Zilgrei!
Charlotte Rogers
März 2005
ZILGREI WIRKT

Nichts überzeugt mehr als die eigene Erfahrung. Darüber berichten einige der folgenden Auszüge aus Briefen, die uns erreicht haben, und aus Informationen, die in das Gesprächsforum der Zilgrei Internetseite eingegeben wurden. Über die Wirksamkeit von Zilgrei in der Behandlung von Rückenschmerzen wurden aber auch zwei Studien an der international renommierten Orthopädischen Klinik Rizzoli der Universität Bologna durchgeführt, die eine Erfolgsquote von über 70% auswiesen. Eine weitere Studie an der Terme di Porretta/Toscana über den Einsatz von Zilgrei bei obstruktiven Lungenerkrankungen hat bessere Heilerfolge gegenüber herkömmlicher Atemgymnastik gebracht. Aber lassen wir einige Zilgrei-Anwender zu Worte kommen:
»Als Therapievoraussetzung bringe ich außer den »saumäßigen« Schmerzen noch die in mir schon immer existente (allerdings bisher unformulierte) Vorstellung mit, sanfte, natürliche »äußere« Einflussnahme zur Reorganisierung der biokybernetischen Funktionen müsse möglich sein. Also Ihre Therapiegrundlage schlechthin ... UND JETZT?
Ich habe seit 1 Woche Ihr Buch. Habe den einleitenden Teil aufgesogen. Mache täglich drei »Sitzungen« (allerdings muss ich meinem normalen Berufsalltag nebenher nachkommen. Das heißt, ich habe einen gewerblichen Hausmeisterdienst, bei dem jetzt u. a. in den Gärten Hochsaison herrscht mit viel Bücken und z. T. schwerem Arbeitsgerät).
ABER ich bin seit den Übungen ein völlig neuer Mensch!
Morgens nach dem Aufstehen erlebt mein Gefühl wieder den Fußkontakt auf dem Boden und nicht wie zuvor so eine Art Klumpfußgefühl. Ich bin ganz allgemein relaxt trotz des gleich gebliebenen Stresses. Das Schlafen tut nicht mehr in jeder Lage weh, sondern es gibt erkennbare Erleichterung beim Liegen usw., usw. Das Hinken beim Gehen bzw. die nicht mehr ganz aufrechte Körperhaltung beim Gehen wird sich so Gott will vielleicht auch verbessern lassen.
Und das nach einer Woche Anwendung! ...
Ein bisschen fachliche Unterweisung oder Betreuung allerdings würde mir sicher nicht schaden. Daher meine Bitte um Ihre Zuschrift (mit der Liste der Zilgrei-Lehrer/innen).
Entschuldigen Sie, dass ich Sie jetzt doch mit so viel Literatur behelligt habe. Es ist die Freude über den Erfolg. Ich wollte, mehr Leute brächten die (evtl. intellektuelle) Bereitschaft auf, zu kapieren, was ein Organismus ist und wie man damit umgehen sollte.
Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Mühe und weiß jetzt schon, dass ich versuchen werde, bei anderen Geplagten die Bereitschaft zu wecken, sich für Ihre Methode und vor allem deren Grundlagen zu öffnen.

Mit freundlichen Grüßen
Marianne Z.«

Aus dem Gesprächsforum der Zilgrei-Homepage:

Guten Tag,
ich habe von Kind an eine nach links verdrehte Wirbelsäule und ein um 2 cm verkürztes linkes Bein. Ich habe sehr häufig Blockaden in den Bereichen Halswirbel-, Brustwirbel- und Lendenwirbelsäule, die mit starken krampfartigen Schmerzen einhergehen. Ein Kernspin meiner Halswirbelsäule hat gezeigt, dass im Bereich des 3. Wirbels der Kanal für den Nerv extrem eng ist, das trifft auch auf den Brustwirbelbereich zu, aber nicht so extrem. Ich bin es eigentlich Leid, immer wieder Spritzen zu bekommen. Reine Krankengymnastik hat bis jetzt nicht sehr geholfen. Das Problem, Übungen zu Hause zu machen, ist, dass man nicht weiß, ob man nicht Muskeln zu sehr trainiert, während man andere vernachlässigt. Durch Zufall bin ich auf Zilgrei gestoßen, da unsere Familienbildungsstätte einen solchen Kurs anbietet. Sind die Übungen wirklich so hilfreich? Wird dabei Muskulatur aufgebaut oder was ist der Erfolg der Übungen.
Können alle drei Bereiche gezielt angegangen werden? Gibt es zur Information spezielle Bücher? In unserer Familienbildungsstätte ist im September ein Informationsabend. Gibt es Fragen, die man stellen sollte, bevor man sich in einen Kurs einschreibt?

Vielen Dank im Voraus
Barbara H.

Guten Tag Frau H.,
auch ich habe ein ähnliches Krankheitsbild. Eben das Übliche - Verkrümmung der LWS, Skoliose, zu kurzes Bein. Mit diversen Einlagen bzw. Absatzerhöhungen hat die Schulmedizin meine Schmerzen etwas lindern können. Eine gute Physiotherapeutin hilft mir ebenfalls.
Vor ca. 3 Jahren hat mir eine gute Bekannte, die meinen Gesundheitszustand kennt, ZILGREI empfohlen. So richtig konnte sie mich aber nicht überzeugen. Ich habe mich nicht weiter drum gekümmert.
Vor 4 Wochen habe ich in meinem Urlaub in unserer Ferienstätte einen kurzen Vortrag über Rückenschmerzen gehört. Der Masseur führte aus, dass es eine einfache Behandlung gibt. Darauf haben wir bei ihm ZILGREI gelernt. Ergebnis: sämtliche Absatzerhöhungen und Einlagen sind überflüssig, mein rechtes Bein ist gar nicht zu kurz. Und die Rückenschmerzen sind weg. Ohne Krankengymnastik, nur mit täglicher Anwendung von ZILGREI. Ich bin sehr zufrieden.
Probieren Sie es aus. Es wird auch Ihnen helfen.

Schöne Grüße
Bettina M.

Hallo! Mein Sohn Lukas, 8 Jahre alt, ist an Morbus Perthes
(Hüftgelenkserkrankung im Kindesalter) im Anfangsstadium an der linken Hüfte vor einem dreiviertel Jahr erkrankt. Seit November 2003 hat er eine Mainzer Hüftentlastungsschiene an, die er ständig tragen muss! Wir interessieren uns für Zilgrei und hätten gerne gewusst ob es Anwendungsmöglichkeiten gibt, um die Schmerzen weiter zu lindern! Gibt es vielleicht im Raum Wesel solche Möglichkeiten? Für Infos wäre ich sehr dankbar!

Mit freundlichen Grüßen,
Johannes A.

Bei meiner Tochter Pia wurde vor knapp 2 Jahren MP, rechts, diagnostiziert (Nach verschiedenen »Diagnoseversuchen«)! Wir bekamen dann auch gesagt, dass man nichts machen kann, evtl. belastungsfrei bewegen; evtl. ein bisschen Physiotherapie und Kontrolle alle 3-6 Monate ...! Dann bin ich auf Zilgrei gestoßen und es hat sofort gewirkt - wir konnten Schmerzmittel absetzen und die Beweglichkeit nahm sofort wieder zu - nach einmaligem Besuch einer ZILGREI-Lehrerin!!! Das hat mich so begeistert, dass ich die Ausbildung als ZILGREI-Lehrer absolviert habe und als solcher tätig bin! ZILGREI ist hervorragend geeignet bei MP! Ich gebe gern Infos und Erfahrungen weiter.

Herzliche Grüße
Sven H.

Sehr geehrte Zilgrei-Experten,
in den letzten 5 Jahren hatte ich immer wieder mal Ischiasschmerzen, so wie jetzt auch. Stets wurde eine Blockade des ISGs diagnostiziert. Nach Aufhebung derselben waren die Schmerzen weg. Ich besitze bereits das Zilgrei-Buch »Zilgrei gegen Rückenschmerzen«, dennoch meine Frage nach der besten Übung:
Schmerzen treten im linken Bein/Hüfte im bewegungslosen Stehen/Sitzen auf. Höchstens das Runterbeugen nach vorn (auf der Sagittalebene) tut etwas weh (Schmerz strahlt dann ins Knie). Außerdem schmerzt die Muskulatur im Bereich der linken Hüfte, wahrnehmbar durch seitliches Stretchen (Abknicken des Oberkörpers nach rechts) Welche Übung wäre angezeigt?
Danke für ihre Auskunft.

Mit freundlichen Grüßen
Martin K.

Hallo, Herr K.,
blockierte ISGs und Beckenverlagerungen (dadurch ein scheinbar kürzeres Bein) ist in der heutigen Zeit bei fast allen Rechtshändern anzutreffen. Deshalb gehören die Selbstbehandlungen für den Beckenausgleich zum Basis-Programm. Bitte lesen Sie also nach unter SBH KRANICH - PERLHUHN - ORTOLAN. Versuchen Sie es ein oder zwei Tage lang jeweils nur mit einer dieser und wählen Sie dann zur ständigen Anwendung (ein bis höchstens zweimal pro Tag) jene, die Ihnen die besten Resultate bringt.
Zum Problem beim Sitzen/Stehen:
Sind Sie Rechtshänder? Dann stellen Sie im Sitzen das linke Bein auf einen kleinen Schemel (nicht höher als 15 - 20 cm) oder auf ein paar übereinander gelegte Bücher. Stabil sollte diese Unterlage sein, sonst verkrampfen Sie sich. Das sollte Ihnen Erleichterung bringen. Achten Sie darauf, dass Sie stets gerade sitzen, auf den Sitzbeinhöckern und möglichst auf einer horizontalen Sitzfläche. Es kann Ihnen auch helfen, während dem Sitzen zeitweilig das rechte Bein fallen zu lassen (das Knie ist dabei abgeknickt und der Fuß steht hinten). Wenn Sie Linkshänder/in sind, probieren Sie es umgekehrt.
Vergessen Sie die Basis-SBH SCHWAN und EISVOGEL nicht und aus persönlicher Erfahrung kann ich Ihnen den ADLER wärmstens empfehlen. Aber das oberste Gebot ist immer: TESTEN und herauszufinden, welche Stellung bzw. Bewegungsrichtung angenehm ist und nur in dieser Richtung arbeiten.
Viel Erfolg und geben Sie mir Bescheid, wie es Ihnen geht.

Freundliche Grüße
Charlotte Rogers

Hallo Frau Rogers,
ja, ich bin Rechtshänder, 39 Jahre alt (!) (muss man ja sagen, wenn man da schon Rückenprobleme hat). Das mit der Unterlage unter dem linken Fuß während dem Büro-Sitzen hatte ich bereits bei früheren sowie auch bei der gegenwärtigen Ischias Schmerzattacke als sehr angenehm weil schmerzlindernd herausgefunden. Ich nehme da so ne »olle« Teedose. Ich bin ganz erstaunt und froh, dass Sie mich in dieser Erfahrung bestätigen. Vielen Dank.
Ja, ich werde mich an Ihre Empfehlungen halten und Ihnen berichten. Drücken Sie mir die Daumen.
Ich habe mich sehr über Ihre ausführliche Hilfestellung gefreut.

Mit freundlichen Grüßen
Martin K.

Hallo,
hat jemand mit der Zilgrei Behandlung Erfahrungen mit Schwindel und Benommenheit im Kopf. Es kann mir keiner richtig helfen. Habe das Gefühl, dass mit meinem Atlaswirbel etwas nicht stimmt. Habe oft im Halswirbel Blockaden, die vom Orthopäden gelöst werden. Es ist ein Gefühl, als wäre eine Leitung zum Kopf abgeklemmt. Bin kaum beschwerdenfrei.
Über eine Antwort würde ich mich freuen.
Grüße, Carola R.

Sehr geehrte Frau R.,
ob Ihnen Zilgrei bei Ihren Beschwerden helfen kann, ist natürlich aus der Ferne schlecht zu beurteilen. Wenn Ihnen aber manualtherapeutische Behandlungen zumindest kurzzeitig helfen, sollten Sie es auf einen Versuch mit Zilgrei ankommen lassen. Für den Atlas gibt es z. B. die Selbstbehandlung »AAR«, von dessen Wirkung ich immer wieder überrascht werde - selbstverständlich im Zusammenspiel mit anderen Selbstbehandlungen für die HWS, die übrige Wirbelsäule, die Beckenregion und ggf. auch noch für die Schädelknochen.
Probieren Sie es aus!

Mit freundlichen Grüßen
Karl G.

Rückenschmerzen

Wer kennt sie nicht, vor allem die im unteren Wirbelsäulenbereich, oft auch als Kreuzschmerzen bezeichnet. Warum bekommen wir Rückenschmerzen? Zu diesem Thema gibt es viele Theorien und im Prinzip sind alle richtig - zusammengenommen. Denn ein Faktor allein - es sei denn es handelt sich um einen Unfall oder um eine schwere Erkrankung - führt selten zu Rückenschmerzen. Im Normalfall sind Rückenschmerzen die Summierung der Erbanlage, der schlechten Körperhaltung im Alltag und am Arbeitsplatz, einem Übermaß an psychischem und physischem Stress, zu wenig ausgleichender Bewegung, Unwissenheit über die Gesetzmäßigkeiten des Körpers, dummer Sitzmöbel, törichter Moden und der einseitigen Körperbelastung.

An der Erbanlage kann man nicht viel ändern, sie haben wir von unseren Eltern mitbekommen. Jedoch lässt sich jeder Zustand verbessern, durch den bewussten Umgang mit dem eigenen Körper. Erfahrungsgemäß ist die Erbanlage der am wenigsten gravierende Grund für Rückenleiden, weitaus häufiger liegt es an unseren Verhaltensmustern.
Überlegen wir kurz, wie unser Bewegungsapparat funktioniert. Es sind in erster Linie die quer gestreiften Skelettmuskeln, zusammen mit den Bändern und Sehnen, die das Knochengerüst zusammenhalten, die das mühelose aufrechte Sitzen oder Stehen im Feld der Schwerkraft und die Bewegungen ermöglichen. Je nach der Stellung, die wir einnehmen oder der Bewegung, die wir ausführen, sind bestimmte Muskelpartien angespannt, andere entspannt. Verhalten wir uns körpergerecht, das heißt unserem Körperbau und den Körperfunktionen entsprechend, arbeiten sie in einem harmonischen Wechselspiel und liefern mit einem Minimum an Energieaufwand ein Maximum an Leistung. Zum Beispiel ist das der Fall wenn wir aufrecht und entspannt stehen, mit lockeren Knien, das Gewicht auf beide Füße gleichmäßig verteilt, mit leicht aufgerichtetem Becken und gerader Wirbelsäule. Drücken wir hingegen die Knie nach hinten durch, kippt das Becken nach vorn, es bildet sich ein Hohlkreuz, die Muskulatur im Lendenbereich gerät unter Dauerspannung und muss mehr Arbeit leisten, um uns aufrechtzuhalten. Das gleiche gilt beim Sitzen: die aufrechte Sitzhaltung verlangt eine gerade Sitzfläche (die Logik einer nach hinten abfallenden Sitzfläche, wie sie bei den meisten Stühlen anzutreffen ist, ist unerklärlich und behindert das physiologische Sitzen) und eine möglichst gerade Rückenlehne. Dabei sollte das Sitzmöbel nur so hoch sein, dass die Oberschenkel parallel zum Boden bleiben. Bei zu hohen oder zu niedrigen Sitzmöbeln kippt das Becken in eine unnatürliche Lage, was sich wiederum ungünstig auf die Wirbelsäule und die Rückenmuskulatur auswirkt.
Bei ständiger Wiederholung von Fehlhaltung und unausgewogener Körperbelastung bilden sich mit der Zeit so genannte muskuläre Dysbalancen, d. h. einerseits verkrampfte, andererseits zu schlaffe Muskeln, was zunächst zu Schmerzen führen und letztendlich sich auf den gesamten Bewegungsapparat negativ auswirken kann. Übrigens, verkrampfte Muskeln schmerzen, weil die Blutzirkulation in den verkürzten, harten Muskelfaserbündeln nicht optimal und dadurch die Sauerstoffversorgung eingeschränkt ist und die angesammelten Schlackstoffe nicht gut abtransportiert werden können. Außerdem werden Nervenbahnen, die in den Muskeln verlaufen, komprimiert und können sich dadurch entzünden. Wer schon einmal einen entzündeten Ischiasnerv hatte, weiß wovon wir sprechen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .



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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Simpel und effektiv! 1. September 2002
Format:Taschenbuch
Auffallend ist die einfache, sehr schematische Struktur des Buches: Vor jeder Übung macht man zuerst einen kleinen Test, welche Bewegung (meist geht es um die Frage ob nach rechts oder nach links) einem leichterfällt. Danach wird die Übung beschrieben anhand schematisierter Zeichnungen. Und zwar für die rechtslastigen anders herum als für die linkslastigen. Auch die sog. Zilgreis-Atmung hat etwas überraschend Schematisches, Starres. Trotzdem: es ist wunderbar wirkungsvoll. Ich selbst habe keine Rückenschmerzen, aber ich fühle mich rechts immer viel kräftiger (und auch verspannter) als links. Auf dieses sehr, sehr störende Ungleichgewicht geht - meines Wissens - keine andere Bewegungstherapie ein. Hier hilft mir dieses Buch: schon nach einmal üben, schon nach nur 5 kurzen Übungen (mehr soll man am Tag nicht machen), spüre ich mich wie im Gleichgewicht, locker und entspannt.
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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Die Kombination aus einfachen Körperstellungen gepaart mit den Zilgrei Atemzyklen (im wesentlichen Bauchatmung mit Luftanhalten in Inspiration und Exspiration) führte bei mir schon nach wenigen Übungen zu einer deutliche wahrnehmbaren Besserung. Insgesamt kann ich dieses Buch vorbehaltlos weiterempfehlen
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Stephani
Format:Taschenbuch
Dieses Buch eignet sich sehr gut die Zilgrei-Techniken zu erlernen. Bilder und Text ergänzen sich ausgezeichnet. Die Übungen sind auf die Beschwerden hin genau beschrieben, sodass man sich ein persönliches Übungsprogramm zusammenstellen kann.
Für diejenigen, die von Rückenschmerzen geplagt sind und sich selbst helfen wollen, ist es ein sehr empfehlenswertes Buch.
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