Die Songs erzählen vom Aufstieg und Fall des Rockmusikers Ziggy Stardust wenige Jahre, bevor die Menschheit durch eine Katastrophe vernichtet wird. Kann man solch ein Konzept, das einst in der Hochphase des Glam-Rocks enstanden ist und nach zu dick aufgetragenem Spacerock klingt, heute noch empfehlen? Mann kann! Es gibt viele gute und sehr gute Rock-Alben, und es gibt einige wenige, die das Prädikat "Für die Ewigkeit" erfüllen. "The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars" gehört dazu. Okay, man darf die schrille Maskerade Bowies peinlich finden, die Songs für zu simpel gestrickt halten oder Bowies Stimme und Grund und Boden schimpfen. Ja ja, zu recht. Aber dennoch: niemals später hat Bowie wieder so ein homogenes Werk abgeliefert, niemals wieder war die Ohrwurm-Quote eines Bowie-Albums so hoch. "Starman", "Rock 'N' Roll Suicide", "Ziggy Stardust" oder "Five Years" sind einfach überragend, aber auch links und rechts gibt es keinen einzigen Ausfall. "Ziggy Stardust" wird nicht umsonst von den Musikkritikern dieser Welt immer wieder als eines der wichtigsten und prägendsten Alben der Musikhistorie gezählt. Müsste ich mir Gedanken zur berüchtigen "Welche Alben für die einsame Insel"-Liste machen, wäre dieses Werk ganz vorn dabei. Auf ewig.