Kurzbeschreibung
Philippe führt das perfekte Leben. Er ist reich, adlig, gebildet und hat eine Heerschar von Hausangestellten - aber ohne Hilfe geht nichts! Philippe ist vom Hals an abwärts gelähmt. Eines Tages taucht Driss, ein junger Mann, der gerade aus dem Gefängnis entlassen wurde, in Philippes geordnetem Leben auf. Driss will eigentlich nur einen Bewerbungsstempel für seine Arbeitslosenunterstützung und auf den ersten Blick eignet sich das charmante Großmaul aus der Vorstadt auch überhaupt nicht für den Job als Pfleger. Doch seine unbekümmerte, freche Art macht Philippe neugierig. Spontan engagiert er Driss und gibt ihm zwei Wochen Zeit, sich zu bewähren. Aber passen Mozart und Earth, Wind & Fire, Poesie und derbe Sprüche, feiner Zwirn und Kapuzenshirts wirklich zusammen? Und warum benutzt Philippe eigentlich nie den großartigen Maserati, der abgedeckt auf dem Innenhof steht? Es ist der Beginn einer verrückten und wunderbaren Freundschaft, die Philippe und Driss für immer verändern wird...
Pressestimmen „Hinreißend gespielt“
STERN „Eine der ungewöhnlichsten und berührendsten Geschichten“
COSMOPOLITAN „Nicht nur temporeich und originell, sondern geht auch zu Herzen“
CINEMA „Ein großer Film, lustig und bewegend“
TV Movie „Eine wunderbar unverschämte Lust am Leben“
DER TAGESSPIEGEL„Emotional, witzig, rührend – was will Kino mehr“
MDR „Ein ganz großartiger Film“
SAT 1 Frühstücksfernsehen „Die konsequente Vermeidung von Rührseligkeit, der flapsige Ton wirken ansteckend.“
DER SPIEGEL
Movieman.de
Die Regisseure Olivier Nakache und Eric Toledano haben eine umwerfende Komödie geschaffen, die auf der wahren Geschichte des ehemaligen Geschäftsführers der Champagnerfirma "Pommery§ Philippe Pozzo di Borgo und dessen Pfleger, dem Ex-Sträfling Yasmin Sellou, basiert. Humorvoll und einfühlsam wird die Freundschaft zweier Männer geschildert, die einst durch ein Angestelltenverhältnis zueinanderfanden. Die herzergreifende Tragikomödie greift die sozialen Unterschiede der zwei Männer auf, ohne sie zu bewerten oder zu kritisieren. Vielmehr dienen sie hier als Indikatoren, um unter Beweis zu stellen, dass sich die Männer unter normalen Umständen nie getroffen hätten. Aber die Unterschiede sind nun einmal nicht normal. Denn der von François Cluzet („Kein Sterbenswort“) brillant gespielte Philippe ist nach einem schweren Unfall querschnittgelähmt und braucht rund um die Uhr Betreuung. Und nur der schwarzafrikanische Driss, sehr authentisch verkörpert von Omar Sy („Micmacs – Uns gehört Pais“), aus einem Pariser Armenviertel bringt die nötige Sympathie mit, um diesem Job gerecht zu werden. Sehr effektvoll verarbeitet der Film Themen wie Freundschaft und Vertrauen und verbindet diese mit den Tatsachen des Kontrollverlusts des eigenen Körpers und die damit verbundene Abhängigkeit von Mitmenschen. Trotz der dramatischen Hintergründe wirkt der Film zu keiner Zeit belehrend oder ernüchternd. Ganz im Gegenteil, denn das Regieduo legt seinen Fokus ganz bewusst auf den starken Willen der Hauptfigur, die gewillt ist, ihr Leben anzunehmen, wie es nun einmal ist. Und dies wird mit einer großen Portion Humor sowie einer lockeren Art und Weise immer wieder wirkungsvoll unter Beweis gestellt. Fazit: Diese Buddy-Komödie muss man einfach mögen, da es den guten Darstellern gelingt, einen unübertrefflichen Charme, Humor und eine echte Herzlichkeit zu entwickeln, der sich der Zuschauer nicht entziehen kann.
Moviemans Kommentar: Die charmante Buddy-Komödie bietet für eine DVD sehr klare Bilder. Die anfängliche Verfolgungsjagd weist einen bräunlichen Grundton auf, der sich durch die Beleuchtung der nächtlichen Straßen erklären lässt. Anschließend nimmt der Film sehr natürliche Farbebenen an. Die guten Kontraste fallen in den sehr hellen Szenen auf, wie beispielsweise bei Driss' Bewertung als Pfleger (0:10:43). Hier wird das Gespräch deutlich durch das einfallende Sonnenlicht erhellt. Allerdings lassen sich hier leichte Rauschelemente erkennen, die sich aufgrund der hellen Ausleuchtung erklären lassen (0:11:11). Aber auch in den dunklen Sequenzen kann die Qualität überzeugen. Selbst bei der Vernehmung bei Nacht (0:03:31) sind alle Details zu erkennen. Omar Sy hebt sich trotz seiner dunklen Hautfarbe sehr deutlich vor der nächtlichen Dunkelheit ab. Lediglich bei einem nächtlichen Spaziergang verschmilzt Philippes Kleidung mit der Dunkelheit, da es keine künstlichen Lichtquellen in der unmittelbaren Umgebung gibt (0:56:21). Die gute Bildschärfe lässt die Details in den Gesichtern der Protagonisten erkennen. Die Schweissperlen auf Philippes Stirn (0:39:19) verdeutlichen seine Angst während eines Anfalls. Der Raumeindruck im Haus sehr ruhig. Hier liegt das Augenmerk auf der Tragkraft der Dialoge. Auf der Straße hingegen nehmen die Hintergrundgeräusche zu und die Dialoge vermischen sich mit dem Verkehrslärm. Die Sprache der Figuren ist gut zu verstehen. Die Originalversion bietet im Gegensatz zur deutschen Synchronisation etwas mehr Authentizität. Sehr effektvoll wird der Autolärm bei der Verfolgungsjagd eingesetzt, sodass man als Zuschauer das Gefühl hat, einem Autorennen beizuwohnen (0:01:50). Auch der nächtliche Flug sorgt für visuelle sowie auditive Effekte (1:16:58). Die auf der 2. Disc enthaltenen Extras sind recht ausgewogen. Anhand der Audiokommentare des Regisseurs und der Hauptdarsteller erhält man Einblicke in die Produktion. Die Dokumentation „Ziemlich beste Freunde - Ein Portrait“ ist sehr interessant und klärt in 47 Minuten über die wahren Hintergründe des Films auf. Dabei kommen der 1994 bei einem Gleitschirmunfall verunglückte Philippe Pozzo di Borgo und sein Pfleger Abdel Sellou zu Wort. Das Making-of enthält zudem amüsante Extraszenen sowie entfernte Szenen. --movieman.de