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Trotz des reißerischen Titels ist das Ziel dieses Buch nicht, Panik zu verbreiten. Es zeigt aber, dass die Gefahr aus dem All durchaus real ist: Die Planeten und Monde unseres Sonnensystems (einschließlich der Erde) zeigen deutliche Spuren zahlreicher Einschläge -- auch das Aussterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren wird mittlerweile von den meisten auf den Einschlag eines Kometen zurückgeführt.
Dieses Buch führt uns durch die Geschichte der Kometen- und Planetenerforschung, nimmt uns mit auf eine Reise durchs Sonnensystem, informiert uns über die wissenschaftliche Entwicklung der Katastrophenforschung und bietet sogar eine kurze wissenschaftliche Analyse der einschlägigen Hollywoodfilme, von Armageddon bis Deep Impact. Es lässt uns auch nachvollziehen, welche Konsequenzen der Einschlag eines großen Kometen oder Asteroiden hätte. Mehrere Kapitel sind natürlich der Spaceguard Foundation gewidmet (Schirmherr: Arthur C. Clarke, der Autor von 2001 -- Odyssee im Weltraum): Wie ist sie entstanden? Welche Aufgaben hat sie? Welche Methoden setzt sie ein?
Wer sich über Kometen, Asteroiden, unser Sonnensystem, die Geschichte seiner Erforschung und die neuesten wissenschaftlichen Methoden auf diesem Gebiet informieren möchte, ist mit diesem Buch gut bedient. Die Lektüre ist außerdem ein optischer Genuss, da der Text durch hunderte Zeichnungen und spektakuläre Fotos (zum Beispiel vom Hubble-Weltraumteleskop) illustriert wird. --Gabi Neumayer
Irgendwo da draußen kreisen rund 700 000 Asteroiden mit einem Durchmesser von mehr als einen Kilometer um die Sonne, und jeder davon könnte die Menschheit mit einem Schlag zu vernichten. Die Wahrscheinlichkeit, infolge eines Kometen- oder Asteorideneinschlags ums Leben zu kommen, ist immerhin dreimal so hoch wie bei einem Flugzeugabsturz - was allerdings an der ungeheuer großen Zahl der zu erwartenden Opfer liegt. Trotz des lautstarken Titels konzentriert sich Duncan Steel, Leiter des Weltraumforschungsprogramms an der Salford University wohltuend auf die Fakten und den Stand der Forschung. In seinem umfassenden Abriss beschreibt er die Geschichte der Asteroiden- und Kometenforschung - von der Kollision, aus der einst der Mond hervorging, bis hin zum Satelliten bedrohenden Staubkorn. Steel berichtet über die systematische Erfassung so genannter Near Earth Objects, erläutert die Risikoeinschätzung und gibt Einblicke in die Arbeit moderner Asteroidenjäger. Das Buch schildert die Situation wie sie ist, und aufgrund der fundierten Hintergrundinformationen, kommt niemals der Eindruck von Panikmache auf. Es ist wohl allein die Tatsache, dass es die Menschheit noch nicht wirklich getroffen hat, die einen wirksamen und in der Tat an die Grenzen der technischen Machbarkeit gehenden Schutz verhinderte, denn käme wirklich ein Kilometer großer Brocken auf die Erde zu, würde es vermutlich niemand merken. So wie 1989, als ein mehrere Hundert Meter großer Asteroid in gerade einmal 650 000 Kilometern die Erdbahn kreuzte und die Forscher an den Bildschirmen erst eine Woche später erschreckte. Rezensent: Dr. Joachim Schüring
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