Man will seine Ansprüche ja nicht zu hoch schrauben. Eine junge Autorin, gerade das erste Buch vollendet, das ist schon eine hohe Leistung! Den Mut zu finden, es im Selbstverlag zu veröffentlichen - auch davor verneige ich mich voll Respekt. Das ein solches Buch natürlich seine Fehler und Schwächen hat, ist völlig in Ordnung.
Was uns G.Rose in ihrem "Roman" anbietet, ist leider - hoffnungslos.
Da wird eine Frau, unter tragischen Umständen verwitwet, von einem Lichtblitz entführt und landet irgendwo im Universum. Sofort ist die Prinzessin des Planeten bei ihr, weiß aus obskurer Quelle, wen sie da vor sich hat und ist fortan Janes Beschützerin. Schutz ist bitter nötig, denn obwohl Cell's Mutter die Allmacht auf diesem Planeten hat, droht jedem weiblichen Wesen Versklavung. Bei der Flucht (natürlich lässt die Prinzessin all ihre Pflichten und Verbindungen hinter sich, um irgendeine Fremde durch's Universum zu schiffen) wird das Schiff gekapert, angeblich soll es zu den "Spielen" gehen. Die Autorin vergisst diesen Faden aber weiterzuspinnen! Nach der ersten Etappe dieses angeblich weltraumerschütternden Spektakels entscheidet sie sich ruckartig für einen anderen Plot. Welcher, konnte sich mir nicht erschließen. Chaos, Unlogik, Planlosigkeit. Haarsträubender Sprachstil. Flache Charaktere, die mir herzlich egal bleiben, unzählige Welten und Details, die nicht erklärt oder beschrieben werden. Bis zur letzten Seite erfahre ich nicht, wie die Personen überhaupt aussehen. Außer "schön", eben.
Das Ende ist wie mit der Axt. Es hört einfach auf. Ziemlich erlösend, so alles in allem. Ich hoffe, für den 2. Teil nimmt sich die Autorin mehr Zeit, ihren Plot zu durchdenken, ihren Charakteren Leben einzuhauchen und auf Beschreibung, sinnvolle Dialoge und muntere Action statt beständiges Strohfeuer zu setzen!