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5.0 von 5 Sternen
toll, 5. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Zeugungsstreik: Warum die Kinderfrage Männersache ist (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch, das auf den ersten Blick so unscheinbar daherkommt und in der Presse wenig Aufmerksamkeit bekam, ist ein toll gelungener Abriss der Unsicherheit mancher Männer in unserer Gesellschaft. Es sind ja doch immer die Frauen, die sich weigern, wenn es ums Kinderkriegen bzw. Nichtkinderkriegen geht in der öffentlichen Wahrnehmung. Doch Meike Dinklage hat sich mit Männern über ihre Kinderlosigkeit unterhalten - und auch mit einigen Frauen, beispielsweise auch Claudia Roth. Männer entscheiden sich entweder bewusst gegen Kinder mit sämtlichen Konsequenzen wie Partnerschaftsabbrüche, Samenleiterdurchtrennung etc. oder unbewusst, indem sie einfach nicht zeugungsfähig sind von Natur aus. Dabei wissen Männer, die vehement ihre Kinderlosigkeit verteidigen und propagieren oftmals gar nicht, warum sie sich eigentlich so entschieden haben oder können ihre eigene Argumentation nicht (mehr) nachvollziehen. Ferner geht es um Frauen, die unter der Ablehnung, Unentschlossenheit oder Hinhaltetaktik ihrer Partner leiden und sich überlegen, auf welchem Weg sie doch noch zum Wunschkind kommen können. Interessant ist auch die Aufarbeitung der Tatsache, dass - auch wenn klar ist, dass der Mann nicht zeugungsfähig oder eingeschränkt zeugungsfähig ist - die Frau die Patientin in der Kinderwunschklinik ist. Sie steht im Mittelpunkt der ärztlichen Aufmerksamkeit und fühlt sich dadurch oftmals sogar "krank". Versuchen Sie, dieses Buch noch irgendwo her zu bekommen, wenn es nicht mehr auf dem Buchmarkt erhältlich ist!
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5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mit der Taschenlampe im Dunkeln herumfunzeln, 21. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Der Zeugungsstreik: Warum die Kinderfrage Männersache ist (Gebundene Ausgabe)
Der Mensch ist ein biologisches Wesen bei dem nur die Frauen Kinder gebären. Der Anteil des Mannes an den Vorbereitungen dazu ist minimal, aber Bedingung. Frauen gebären sie nicht nur, sondern ziehen die Kinder auch auf. Während der Evolution der menschlichen Art hat es sich als nützlich erwiesen, wenn es Frauen gelungen ist, Männer, als Helfer für ihre reproduktiven Geschäfte zu erwärmen. Die Leistungen der Männer gab es nicht kostenlos, sondern sie mussten nach dem, in der Evolutionbiologie bekannten "tit-for-tat"-Prinzip (salopp gesagt: Eine Hand wäscht die andere), entlohnt werden. Vielleicht leicht zugänglicher Sex oder auch eine "scheinbar" dominante Pascharolle, um nur zwei Bespiele zu nennen. Dafür mussten sicher Kompromisse für beide Parteien gefunden werden. Mit der Emanzipation der Frauen "und" Männer vom gut bürgerlichen Ehe- und Gesellschaftssystem, ist eines der bisher vorhandenen, stabilen Gleichgewichtszustände zwischen Frauen und Männern aufgelöst worden. Das Warum, ist evolutionsbiologisch bisher ungeklärt. Ressourcenüberschuss, Übervölkerung, ... Ich weiß es nicht. Die Soziobiologie erklärt, dass die Frauen durch ihre reproduktive Macht grundsätzlich, überall in der Welt die Gesellschaftsform bestimmen. z.Zt. leben wir in einer sich auflösenden Beziehungsgestaltungsform und eine neue ist noch nicht in Sicht. Das ist das Problem für die Männer. Sie möchten wissen, wo es lang geht" und worin ihr Nutzen liegt, wenn sie eine Frau bei ihren Kindern unterstützen, zu einem gewissen Prozentsatz sogar dann, wenn es nicht ihre eigenen sind. Dieses Männerproblem zu klären, ist es der Verfasserin nicht gelungen, sondern eher das Gegenteil. Trotzdem ist das Buch lesenswert, wenn es dazu anregt weiter zu "googlen" z.B. in den Gebieten Biologie, Evolutionsbiologie, Soziobiologie, Hirnforschung, Verhaltensforschung, Medizin usw. usw. Wenn die Batterie lange genug vorhält, kann man sich auch dort noch etwas erhellen. Lösungen müssen aber leider die Frauen finden. Männer trotten immer hinterdrein. Sie sind biologisch machtlos. Sie können gar nicht bewusst streiken.
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DIN-Klage gegen die Männer ..., 27. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Zeugungsstreik: Warum die Kinderfrage Männersache ist (Gebundene Ausgabe)
ist es ein zufall, dass sich der name der autorin dinklage fast liest wie DIN-Klage: eine von cleveren frauen beim bundesverfassungsgericht eingereichte norm-klage, betreff: die abirrung des männerverhaltens vom vorgeschriebenen. vorgeschrieben: a) die berufstätigkeit der frau. vorgeschrieben auch b): die fortpflanzung der deutschen. synthese aus a+b=c / nämlich: die arbeit am kinde ist 50/50 aufzuteilen. da fängt es an zu hapern. die männer beginnen einen subversiven widerstand unterhalb der offiziell zur schau getragenen kooperationswilligkeit: die emanzipations-wünsche der frau müssen eins aufs haupt kriegen. sie sind als dominanz-wünsche einzustufen und verlangen bestrafung. wenn aus gründen der political correctness und der lauernden frauenbeauftragten schon nichts öffentlich mehr gesagt werden darf gegen berufliche karrieren von frauen, selbstbestimmtes boutiquen-stöbern, ungefragtes autofahren und urlaub-planen: dann muss, wenn MANN schon nicht kontern kann mit kopftuch- oder burka-befehl plus stubenarrest - dann muss eben subtil höhnisch der frauliche wunsch nach kindern nicht direkt abgelehnt werden - wohl aber verschoben werden auf den sankt nimmerleinstag nach dem 60. geburtstag. die brigitte-autorin meike d. hat mit dieser DIN-Klage einen der aktuellsten dispute unserer gesellschaft eröffnet. es ist ihr zu wünschen, dass möglichst viele menschen sich mit ihrem buch beschäftigen ...
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