Pressestimmen
»Die erste detaillierte Darstellung der Geschichte des Sonderkommandos von Auschwitz ... Ausgehend von Interviews mit Überlebenden und Aufzeichnungen, die Häftlinge des Sonderkommandos vor ihrer Ermordung in Nähe der Krematorien vergraben konnten, ist ihnen eine außergewöhnlich präzise Rekonstruktion der Ereignisse gelungen. Dabei haben Friedler, Siebert und Kilian viel Sorgfalt darauf verwendet, auch die überlieferten Beispiele von Verweigerung und Widerstand ... darzustellen.« --Kölner Stadt Anzeiger, 28.Januar 2003
»Eindringlich, sensibel und dennoch sachlich und unsentimental.« --Frankfurter Rundschau, 27.November 2002
Kurzbeschreibung
Wie wurde der Massenmord in Auschwitz-Birkenau wirklich ausgeführt? Einige Überlebende des Sonderkommandos geben Antwort. Sie waren - außer den Tätern - die einzigen Augenzeugen der Vorgänge in den Vernichtungsanlagen. Die SS zwang sie, die Opfer in den Auskleideräumen zu erwarten, ihnen zu helfen, damit es schnell ging. Sie mussten nach der Vergasung die Leichen zu den Öfen schleppen und verbrennen. Wer sich weigerte, wurde ermordet.
Die Interviews mit den Männern des Sonderkommandos und mit ihren Angehö rigen zeigen, dass die ehemaligen Häftlinge die Todeszone von Birkenau bis heute in sich tragen.
Der Verlag über das Buch
»Das Buch hält die Balance zwischen wissenschaftlicher Darstellung und einer erzählerischen Entfaltung des Geschehens Es gehört zu den besonderen Verdiensten dieses Buches, dass es mit einigen Mythen aufräumt, die den Diskurs über Auschwitz heute bestimmen. Auschwitz war keine klinische Todesfabrik, sondern ein Ort, an dem mit dem Töten experimentiert und Zerstörung organisiert wurde, jeden Tag aufs Neue. Nebenbei erfährt man etwas von der Selbstverständlichkeit, mit der das Wissen um die Massenvernichtung in weitaus größeren Teilen der deutschen Bevölkerung präsent war, als es für gewöhnlich zu hören ist.« Süddeutsche Zeitung
»Die Häftlinge schmuggelten Fotos und Statistiken aus der Todeszone, um so für die Außenwelt das Geschehen zu dokumentieren. An ihr eigenes Überleben glaubten sie damals nicht. Heute obwohl mehr als ein halbes Jahrhundert vergangen ist sind diese Erinnerungen nicht weniger wichtig geworden. Im Gegenteil.« Das Parlament
»Wenige überlebten, einige von ihnen geben in diesem Buch, der ersten umfassenden Darstellung der Vorgänge, Auskunft über ihre traumatischen Erlebnisse, unter denen sie bis heute leiden.« Pforzheimer Zeitung
»Die Autoren haben mit Überlebenden gesprochen, zugleich vermitteln sie den neuesten Stand der (keineswegs abgeschlossenen) Forschung zum Vernichtungskomplex Auschwitz.« Münchner Merkur -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.