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»Das Buch hält die Balance zwischen wissenschaftlicher Darstellung und einer erzählerischen Entfaltung des Geschehens. [...] Es gehört zu den besonderen Verdiensten dieses Buches, dass es mit einigen Mythen aufräumt, die den Diskurs über Auschwitz heute bestimmen. Auschwitz war keine klinische Todesfabrik, sondern ein Ort, an dem mit dem Töten experimentiert und Zerstörung organisiert wurde, jeden Tag aufs Neue. Nebenbei erfährt man etwas von der Selbstverständlichkeit, mit der das Wissen um die Massenvernichtung in weitaus größeren Teilen der deutschen Bevölkerung präsent war, als es für gewöhnlich zu hören ist.«
Süddeutsche Zeitung
Hunderttausende wurden in den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau ermordet. In Gang halten mussten diese Todesfabrik hilflose Arbeitssklaven die jüdischen Häftlinge des Sonderkommandos. Die SS zwang sie, die Opfer in den Auskleideräumen zu erwarten, ihnen zu helfen, damit es schnell ging. Sie mussten nach der Vergasung die Leichen verbrennen, ihnen zuvor die Haare abschneiden und die Goldplomben ausbrechen.
Nur sehr wenige dieser Augenzeugen überlebten; manche konnten in die »Normalität« zurückfinden, viele leiden bis heute unter diesem schweren Trauma.
Den Autoren ist es gelungen, einige von ihnen zu bewegen, über ihre grauenvollen Erlebnisse zu sprechen. Diese Interviews sind Grundlage des Buches, das zudem viele weitere Zeugnisse und die neuesten Forschungsergebnisse einbezieht und so erstmals die Abwicklung des Massenmords genau darstellt.
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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
excellent,
Von
Rezension bezieht sich auf: Zeugen aus der Todeszone: Das jüdische Sonderkommando in Auschwitz (Taschenbuch)
Wer genaueres über die die Sonderkommandos wissen möchte, der lese zuerst "Gideon Greif - wir weinten tränenlos". Wenn Sie das Thema nicht loslässt (so wie mich) - dann ist es geradezu ein Muss - das ganz excellente Werk, die umfassende Studie und Schilderung über die Vernichtungsmaschinerie und die zur Arbeit gezwungenen Sonderkommandos "Zeugen aus der Todeszone" zu lesen!Nach dem ersten Buch (und vorgängig zahlreicher anderer Bücher zum Thema KZ bzw. KL) war ich auf einer Studienreise in Auschwitz. Im Anschluss habe ich die genauesten Schilderungen und Zahlen (alles sehr gut lesbar) gelesen. Es ist schlichtweg das Werk - das einem die letzten Informationen gibt. Für mich persönlich ist es "ein Gesamtwerk" (über dieses Thema) - nachdem eigentlich nichts mehr kommen kann. Für Interessierte meine unbedingte Empfehlung. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
absolut lesenwert,
Rezension bezieht sich auf: Zeugen aus der Todeszone: Das jüdische Sonderkommando in Auschwitz (Taschenbuch)
unfassbar; aufwühlend; als zeitdokument unverzichtbar; ein buch, bei dem ich nach jedem gelesenen kapitel zu einer anderen lektüre greifen musste, um all meine "sinne wieder einigermaßenin ordnung zu bringen". tipp: der film "die grauzone". Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Standardwerk zur Sonderkommando-Historie,
Von
Rezension bezieht sich auf: Zeugen aus der Todeszone: Das jüdische Sonderkommando in Auschwitz (Gebundene Ausgabe)
Das Standardwerk zur Geschichte des Auschwitzer Sonderkommandos liest sich nicht nur vorzüglich, es besticht geradezu durch seine Informationsdichte, vor allem durch die mit der Monografie vorgelegten neuesten Forschungsergebnisse der Auschwitz-Literatur. Als außergewöhnliches Sachbuch ist es somit selbst für Fachkreise anerkennenswert, das Studium lohnt sich. Bei der lesenswerten Monografie handelt es sich nicht nur um die erste Gesamtdarstellung zur Thematik, sondern auch um eine bemerkenswerte Arbeit, die bisherige Darstellungen zum Sonderkommando in den wesentlichsten Punkten erheblich revidiert. Verdienstvoll ist auch die gelungene Verknüpfung von Zeugenaussagen und historischer Darstellung. Das Buch macht die Lebensbedingungen und sozialen Strukturen in diesem Häftlingskommando sowie den Vernichtungsablauf in der Mordfabrik nachvollziehbar, es macht den Aufbau der Widerstandsbewegung im Sonderkommando und die Aufstands-Organisation transparent und zeigt zudem erstmals auch die psychologischen Auswirkungen und die innerfamiliäre Problematik nach der Befreiung auf. Eine sehr eindrucksvolle Leistung stellen auch im Anhang die äußerst detaillierten Listen mit ihren akribisch zusammengetragenen Daten zu ehemaligen Häftlingen und SS-Angehörigen im Sonderkommando (mit über 300 personenbezogenen Einträgen!) sowie der bisher korrekteste Plan der Auschwitz-Literatur zum Lager Birkenau dar. Das hohe Niveau der Arbeit ist schlicht und ergreifend an vielen Stellen ersichtlich. Um einen überzeugenden Einblick in die Grauzone der Todesfabrik Auschwitz zu erhalten, wird der Leser sich diesem Werk stellen müssen und mit einem neuen Verständnis und wertvollen Erkenntnissen belohnt werden.
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