...stellte sich bei mir ein, als ich in dem Buch die wahren Hintergründe einiger BILD-Artikel wiederfand, die ich einige Jahre zuvor mit 11 oder 12 Jahren bei meinem Großvater mitgelesen hatte. Meine Einstellung gegenüber BILD bekam schon bei der Kampagne gegen mein damaliges Sportidol Sepp Maier Risse, aber als ich erfuhr, wie auf dem Rücken hilfesuchender Menschen Artikel an die belogenen Leser verkauft wurden, gingen mir vollständig die Augen auf. Es wird immer das Verdienst Günter Wallraffs bleiben, dringend notwendige Aufklärung über ein zutiefst rechtsstaatsfeindliches Massenmedium geleistetet zu haben, und die Studentenbewegungsforderung "Enteignet Springer!" mag zwar alt sein, ist aber dennoch angemessen. Wallraffs BILD-Bücher sind jedem BILD-Leser dringend zu empfehlen.