Selten eigentlich, wurde ich von einem Autor so enttäuscht, wie bei diesem neuen Buch, das eigentlich heissen müsste: Andrea Schirnack "Gechannelte Boschaften zu Beziehung und Partnerschaft, Gott, Mensch und Erde". Es ist weder wirklich ein Buch von Betz, noch in irgendeiner Form unterstützend in Beziehungsfragen, bei solch abstrakter und unverständlicher Lektüre, muss man schon von einem Image-Verlust für Robert Betz ausgehen, eine Neuerscheinung, die besser nicht erschienen wäre! Es geht darin um Liebe, Frau, Mann, über das Verhältnis zu Gott und von Mensch zu Erde.
Selbst für Menschen, die für "Gechannelte Nachrichten" offen sind, dürfte das vorliegende Werk, leichte Magenbeschwerden verursachen, wer das noch verstehen soll, frage ich mich, das ganze Buch ist weder von intellektueller Seite her, noch von der gefühlten Seite in irgendeiner Form lesbar oder erfahrbar, traurig eigentlich. Man frägt sich wirklich was sich Robert Betz dabei gedacht hat, dessen andere Bücher für mich durchaus einen Erkenntnisgewinn enthielten.
Natürlich gehe ich mit der Meinung des Autors einher, wenn er davon spricht, dass Mann und Frau sich von alten Opferrollen, aus Anklage und Verurteilung verabschieden und das Göttliche im Partner zu würdigen. Ebenso, wie Bindungen auf die Wahrhaftigkeit geprüft werden und eben Beziehungen, die nicht aufrichtig der Liebe gewidmet sind, eben zu Ende gehen, also zu einer "gezwungenen Transformation" führt. Diesen Grundansatz teile ich uneingeschränkt mit Robert Betz.
Je weiter man jedoch in "der geistigen Welt" liest, deste mehr Fragezeichen, erschienen zumindest an meinem Horizont, was soll das und vor allem wer versteht das? Überflüssiges nichtsagendes Geplaudere und Geschwafel, dass es für die dafür verwendete Zeit zu schade ist. Unverständliche Sprache, die oft nicht nachvollziehbar ist, vielleicht müsste ja noch eine Übersetzung her, um jene "geistige Welt" zu verstehen, wer weiss. Eine Sprache, die schlicht nicht lesbar ist.
Die ganze Prinzipienreiterei geht einem dermassen auf die Nerven, dass es nicht mehr auszuhalten ist: das männliche Prinzip, das weibliche Prinzip, das andere Prinzip, das Schöpfungsprinzip, das Grundprinzip, Auffangprinzip, Bündelungsprinzip, Lichtsuchprinzip, Freudeprinzip, Sonnenprinzip, Regelprinzip, Schiedsprinzip, Mondinnenprinzip, Rasterprinzip, Orgasmusprinzip, Gottprinzip, Marienprinzip, die Saftprinzipien, das hinaustragende Prinzip, das Hurenprinzip, das Erde-Gott-Mensch-Prinzip, usw. usf. Die reinste Prinzipienreitere par Exellence!
Beim Lesen fühlt man sich komisch, und denkt wenn das so weitergeht, .. ohje! Bleibt die Frage offen, warum so ein Buch nicht unter dem Autorennamen von Fr. Schirach erscheint, oder warum Betz dafür seinen Namen hergibt, viel Unschlüssiges, Unbeantwortetes, Unverständliches, ich kann vor einem Kauf leider nur warnen! Einzig die wenigen eigenen Worte von Betz haben mich gefreut, einschliesslich seiner Fragen, aber das war's dann auch schon, da das ermüdende und anstrengende Geplaudere überwiegend durch Fr. Schirnach's Aussagen, den grössten Teil des Buches einnehmen, schade. Grottenschlecht! Man wünscht sich, es besser nicht gekauft zu haben...
Leider konnte ich keine Reaktionen wie Berührtheit, Betroffenheit oder Freude bei meiner Leseerfahrung orten, wie sie Betz im seinem Nachwort anspricht. Ob die anschliessende Wiederholung seiner gestellten Fragen an die "geistige Welt" wirklich notwendig waren, halte ich eher für unnötig.
Kleine Kostprobe gefällig?
"Wir laden euch ein, wieder in dieses Urbewusstsein zurückzukehren, auf das ihr euch verlassen könnt. Die Frau ist der Funke der Lebendigkeit und der Mann trägt das Licht in die Erde und übersetzt dieses in Tätigkeiten. Das ist die Codierung von Mann und Frau. Da gibt es kein Nebenschema, da gibt es auch kein Entschuldigung!, sondern nur ein So ist das!"
Dass so eine Buchneuheit interessierten Betz-Lesern zugemutet wird, hinterlässt zumindest mich in einem geblendeten Staunen..
Müsste man 5 Wörter finden um dieses Buch kurz beschreiben wären dies...
anstrengend, unverständlich, aussagelos, verwirrend, quälend...
Eigentlich müsste man nicht sein Doppelbett zersägen, sondern eher vorliegende Buchausgabe, zumindest für's Anfeuern taugt es..