Regisseur und Schriftsteller Mateo (Lluis Homar) liebt seine Hauptdarstellerin, die Ex-Prostituierte Lena (Penelope Cruz). Die ist aber mit dem rücksichtlosen Finanzhai Ernesto (Jose Luis Gomez) verheiratet, der blöderweise auch den Film finanziert. Der eifersüchtige Ernesto beauftragt nun seinen schwulen, verklemmten Sohn, die Dreharbeiten genauestens per Video zu dokumentieren, engagiert sogar eine Lippenleserin, die Gesprächsinhalte zwischen Lena und Mateo aus den tonlosen Videos zu rekonstruuieren. Dazu gibt es noch Mateos Agentin, deren Sohn und die Gegenwartsebene, aus der die Geschichte erzählt wird, sowie die Handlung des gedrehten Films.
Das neue Werk von Pedro Almodovar ("Volver") beginnt mau, denn die zunächst gezeigte Gegenwart ist weit weniger spannend als die Vergangenheit. Dennoch entwickelt sich eine raffinierte Geschichte auf mehreren ineinandergeschachtelten Ebenen, die sich am Ende überraschend zusammenfügen. Gleichwohl ist das alles ein wenig zuviel des Guten, Almovar setzt zu sehr auf die nicht ganz gelungene Form, worunter auch die Dramaturgie leidet. Penelope Cruz ist erwartungsgemäß eine Bank in der fazettenreichen Rolle der Schauspielerin, als die sie u.a. Audrey Hepburn und Marylin Monroe mimen darf. Fast noch wichtiger ist jedoch die von Lluis Homar wunderbar interpretierte Figur Mateo, der erblindete Regisseur, dessen Film manipulativ zerstört wurde, wovon dieser aber jahrelang nichts weiß. Leider kommen diese starken Momente in "Zerrissene Umarmungen" zu kurz. Obwohl überladen streckenweise überaus sehenswert.