Zugegeben, die beiden ersten Teile der 'Passion of Danger' Triologie
Zero Unit: Tiefer Fall &
Zero Unit: Böses Erwachen haben mich ein wenig zwiehgespalten. Denn das Wirrwar an Handlungssträngen, war für mich teilweise zuviel des Guten. Jedoch wollte ich dennoch unbedingt wissen, wie das grosse Finale, mit Gina, Rebell & ihren testosteronstrotzenden Agenten ausfällt.
Story:
Sechs Monaten sind seit ihrer Geiselnahme inzwischen vergangen, doch noch immer lebt Dr. Gina Capozzi in Angst. Denn von Geheimagent Gregg van Halen gibts noch keine heiße Spur. Trotzdem versucht sie in ihren gewohnten Alltag zurückzukehren, und wartet nur auf die passende Gelegenheit, es ihrem Ex-Liebhaber, mit gleicher Münze heimzuzahlen. Denn er war es, der sie an die Terroristen auslieferte, und dafür soll er verdammt nochmal bezahlen. Als sie dann in einer brenzligen Situation wieder aufeinander treffen, sind es nicht nur Hass, Wut und Angst, die Gena spürt. Kann es sein, dass sie sich irrte und Gregg zu Unrecht beschuldigt hat? Und wie soll sie diesem verschlossen Mann, noch einmal vertrauen, ohne ihr Leben erneut zu gefährden??
Zur selben Zeit, sind Rebel Haywood und Storm-Agent Alex Zane neuen Beweisen auf der Spur. Zusammen sollen sie Belastungsmaterial in einem versunkenen Frack sicherstellen. Doch nicht nur ihre Gefühlswelt erschwert den Einsatz, sondern auch Alex widerkehrende Flashbacks sorgen für allerhand brenzlige Momente. Zudem lässt Alex eine unerwartete Bombe platzen, um Rachel schweren Herzens auf Abstand zu halten.
Auch Wade Montana ist weiterhin dabei, die Entführung seiner Ex-Verlobetn lückenlos aufzuklären. Denn ihn plagen immer noch gewaltige Schuldgefühle, Gina mit van Halen zusammengebracht zu haben. Hilfreich wird er dabei von Detective Sarah McPhee unterstützt, die genau seinem Beuteschema entspricht. Dumm nur, das Wade am Ende selbst zum Gejagten wird, und er tierisch aufpassen muss, nicht auch noch ins Gras zu beißen.
Fazit:
Nina Bruhns hat den letzten Teil ihrer Military-Romance, ebenso rasant gestaltet, wie schon die beiden Vorgänger. An Action und Emotionen wurde nicht gespart. Zudem gabs zwei interessante Überraschungen, die ich in dieser Form nicht erwartet hätte. So wurden am Ende, offene Handlungsstränge endgültig miteinander verwoben, und ein nette, erotische Einlagen gabs noch obendrauf.
Die Protagonisten wurden ansprechend und überzeugend gezeichnet. Die männlichen Parts hatten es besonders in sich. Gregg ist ein Kontrollfreak, sehr früh auf sich allein gestellt, verkörpert er das Alpha-Männchen schlechthin. Er glaubt nicht an langfristige Bindungen, ist durch und durch ein Kopfmensch. Von Gefühlen, oder gar Liebe lässt er sich nicht beeinflussen, da sie eh nur vergänglich sind. Was leider aus seiner Kindheit herrührt. Doch mit Gina, dieser starken, wundervollen Frau, ist auf einmal alles vollkommen anders. Bei ihr kann er sich fallen lassen und merkt, dass Liebe nicht nur Schmerz und Verrat bedeutet, sondern auch Vertrauen. Mit ihm hat Nina Bruhns zwar einen klischeehaften, aber nichtsdestotrotz faszinierenden Helden konzipiert. Und sein Gegenstück als mutige, unabhängige Frau.
Zudem gibts mit Alex einen 'tortured Hero', der nicht nur die Qualen der Vergangenheit hinter sich lassen muss. Äußerlich und innerlich stark gezeichnet, von den sadistischen Grausamkeiten, seiner einstigen Folterknechte, hat er zudem noch mit dem Gefühlswirrwar für Rebel zu kämpfen. Er bildet sich ein, nicht gut genug zu sein. Vorallem, da er ihr nicht das geben kann, wonach sie sich sehnt. Deshalb will er lieber nix riskieren. Zum Glück hat Rebel ihren eigenen Kopf, und lässt sich nicht so schnell ins Bockshorn jagen. Denn sie möchte Alex keinesfalls noch einmal verlieren.
Kritik gibts für die ständigen Szenenwechsel, die ich auch schon in den ersten Teilen, alles andere als prickelnd empfand. Zumal dadurch viel von der Atmosphäre flöten ging. Zwar war es diesmal nicht ganz so extrem, doch es geht auch anders. Überhaupt bedauere ich es sehr, dass nicht jedes dieser tollen Pairings, ihre eigenständige Geschichte erhielt. Gerade bei Rebel/Alex, als auch Gina/Gregg hätte es sich ausgesprochen gelohnt. Schade, wie gerne hätte ich noch mehr von ihnen gelesen. An genügend Potenzial mangelte es nicht.
Wem also die ersten Folgen der Triologie gefielen, wird sicherlich am letzten Roman, indem es erneut um Verrat, Mut und grosse Gefühle geht, seine Freude haben. Ich kann nur viel Vergnügen beim Schmökern wünschen. Ich jedenfalls mochte ~Zero Unit- Bittere Wahrheit~ um einiges mehr, als noch seine Vorgänger, was sicherlich den tollen Pairings zuzuschreiben war. Daher gibts von mir diesmal auch 4 Sterne.