Es war einmal vor langer Zeit, da zog ein junger, britischer Gitarrist namens Jeff "Mantas" Dunn in die Welt aus, um mit seiner Combo Venom den Black Metal (mit) zu erfinden. Nach einigen Höhen und Tiefen des Musikbusiness hat er dann der Band den Rücken gekehrt und frönt seiner eigenen Band Mantas. Diese hat das Album "Zero Tolerance" verbrochen. Null Toleranz hatte ich auch für den Auftritt beim Earthshaker Fest 2004. Auf CD klingt die Suppe dann genauso versalzen. Mantas spielen modernen Thrash Metal mit vielen Samples. Diese nerven leider genauso wie die oft monotone Schreierei des Frontmanns und Dreadlockzottels Bry. Der Mann erinnert mich in wenigen positiven Lichtblicken an V.O. Pulver von Gurd. Die Riffs sind immer Midtempo und werden so oft wiederholt, dass ich mich echt fragen muss, warum Mantas mit dem Dreadlock Nummer II, Marsy noch einen zweiten Gitarristen braucht. Ebenso höre ich Tony D. (ex Atomkraft), Ex Bassist von Venom in der Cronos-losen Zeit, überhaupt nicht heraus. Tony hat wahrscheinlich den Braten schon länger gerochen, da er wie ich las vor kurzem ausstieg. Die Musik soll an Bands wie Fear Factory, Machine Head und Konsorten erinnern und man will wohl von der momentanen Metalcore Welle profitieren. Venom Fans werden graue Haare bekommen und Anhänger angesagter Acts werden diese Platte wohl etwas angestaubt finden.
Ansätze, wie das wirklich ordentliche "Rage" und der Titelsong sind vorhanden, aber ohne den Namen Mantas hätte der Verein wohl auch keinen Plattenvertrag bekommen, da die Mucke alles andere als originell ist. Schade. Manche Musiker wissen echt wie man die eigene Legende demontiert!